In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit in Österreich. Um 3 Uhr früh werden die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt, wodurch die mitteleuropäische Normalzeit wieder gilt und die Nacht vorübergehend um eine Stunde verlängert wird.
Die diesjährige Umstellung auf die Winterzeit findet am frühestmöglichen Termin im Oktober statt, wie die Berichterstattung über den Termin zeigt. Zuletzt ereignete sich ein so früher Wechsel im Kalenderjahr 2020. Während Langschläfer die gewonnene Stunde in der Nacht begrüßen dürften, spüren Berufstätige und Pendler die Veränderung rasch im Alltag. Zwar geht die Sonne am Morgen wieder früher auf, doch am Abend bricht die Dunkelheit spürbar früher herein als noch in den vergangenen Wochen.
Einordnung für Uhren im Haushalt und digitale Geräte
Bei der technischen Umsetzung zeigt sich ein gewohnter Kontrast zwischen modernen Endgeräten und klassischer Handarbeit. Smartphones, Computer und funkgesteuerte Uhren wechseln die Zeit in der Regel automatisch, sofern die entsprechenden Einstellungen auf den Geräten aktiviert sind. Im Gegensatz dazu erfordern analoge Wanduhren, ältere Armbanduhren oder bestimmte Haushaltsgeräte einen manuellen Eingriff von Hand. Als Merkregel für die Richtung dient eine einfache Eselsbrücke, die mit den Gartenmöbeln im Frühjahr und Herbst arbeitet: Im Frühjahr werden sie vor das Haus gestellt, im Herbst wieder zurückgeräumt.
Halbjährlich grüßt das Murmeltier:In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren umgestellt – dieses Mal eine Stunde zurück auf Winterzeit.Eigentlich wollte die EU die #Zeitumstellung abschaffen. Warum daraus wohl nichts wird – und welche Argumente es gibt.https://t.co/z7QsPWj6gz
— https://x.com/Boersenradar/status/2112482707691217204
Auswirkungen auf den Schlafrhythmus und die innere Uhr
Die biologischen Folgen der Zeitumstellung beschäftigen die Schlafforschung intensiv. Die Schlafexpertin Melanie Pesendorfer weist darauf hin, dass die innere Uhr ein paar Tage benötigt, um sich an den veränderten Rhythmus anzupassen, wie das Interview in Klosterneuburg verdeutlicht. Besonders Menschen, die ohnehin früh aufwachen, spüren den Wechsel im Herbst deutlich, da der Körper zunächst noch im alten Takt arbeitet. Neben der gewonnenen Stunde Schlaf empfinden viele Menschen vor allem die früher einsetzende Dunkelheit als Belastung, die zu Müdigkeit und gedrückter Stimmung führen kann.

Besonders sensibel reagieren nach Angaben der Fachleute kleine Kinder, ältere Menschen sowie Schichtarbeiter. Um dem entgegenzuwirken, raten Schlafmediziner dazu, am Sonntag möglichst bald nach dem Aufstehen ins Freie zu gehen. Das natürliche Tageslicht und die Sonne dienen dabei als wichtigster Zeitgeber, um den Organismus auf die neue Zeit einzustellen.
Stillstand bei der EU-weiten Abschaffung der Zeitumstellung
Die halbjährliche Umstellung erfolgt in Österreich und der EU weiterhin zweimal jährlich, obwohl eine politische Reform seit Jahren diskutiert wird. Die EU-Kommission hatte bereits 2018 vorgeschlagen, das System zu beenden, gefolgt von einer Zustimmung des Europäischen Parlaments im Jahr 2019. Eine verbindliche Einigung der EU-Mitgliedstaaten über eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit steht jedoch nach wie vor aus, wie die aktuelle Bilanz der europäischen Regelungen zeigt.

In der Bevölkerung sorgt das Thema derweil für unterschiedliche Prioritäten. Eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market vom März 2026 zeigt, dass sich 54 Prozent der Befragten in Österreich eine dauerhafte Sommerzeit wünschen, während 26 Prozent eine ganzjährige Winterzeit bevorzugen und lediglich 20 Prozent an der bisherigen Regelung festhalten möchten, wie die Marktforschungsdaten belegen.
Nächster Termin im Frühjahr 2027
Mit dem Ende der Sommerzeit gilt ab Sonntag wieder die Mitteleuropäische Zeit. Die nächste Änderung im Jahresverlauf steht bereits fest: Am Sonntag, dem 28. März 2027, beginnt erneut die Sommerzeit, und die Zeiger werden um 2 Uhr früh auf 3 Uhr vorgestellt.