Am Samstag, 3. Oktober 2026, führt Österreich den bundesweiten Zivilschutz-Probealarm durch. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr heulen rund 8.300 Sirenen im ganzen Land, während parallel das digitale Warnsystem AT-Alert Testnachrichten direkt an Millionen Mobiltelefone sendet.
Wenn am kommenden Samstag um genau 12.00 Uhr mittags die Sirenen im gesamten Bundesgebiet ertönen, testen die Behörden beim jährlichen Zivilschutz-Probealarm nicht nur die technische Ausrüstung, sondern wollen auch die Bevölkerung mit den verschiedenen Signalen vertraut machen. Der Ablauf folgt einem festen Schema: Nach der regulären Sirenenprobe schalten die zuständigen Stellen nacheinander auf die drei offiziellen Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“.”””
Rund 8.300 Sirenen und flexible Auslösung durch die Bundeswarnzentrale
An dem großangelegten Test sind rund 8.300 Feuerwehrsirenen beteiligt. Die Auslösung erfolgt je nach Lage flexibel durch die Bundeswarnzentrale im Lagezentrum des Bundesministeriums für Inneres, über die Landeswarnzentralen der Bundesländer oder durch die zuständigen Bezirkswarnzentralen. Die Signale sollen sicherstellen, dass die technischen Abläufe im Ernstfall reibungslos greifen und Bürger wissen, wie sie auf Bedrohungen reagieren müssen.
AT-Alert sendet Testmeldungen parallel auf Millionen Handys
Zusätzlich zu den akustischen Signalen wird das digitale Warnsystem AT-Alert auf Millionen Mobiltelefonen getestet. Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr verschicken die Behörden zwei Testnachrichten an alle Handys, die in den jeweiligen Funkzellen eingebucht sind. Wenn ein Mobiltelefon diese Nachricht empfängt, ertönt ein lauter Ton und auf dem Display erscheint ein entsprechender Text. Die Technologie ergänzt die klassischen Sirenen und kommt typischerweise bei Extremwetter, Naturkatastrophen, drohenden Überschwemmungen oder Waldbränden zum Einsatz.
Im Zuge der seit zwei Jahren in Betrieb befindlichen Technik gibt es rund um den Handyalarm immer wieder technische Fragen. Anders als bei den traditionellen Sirenensignalen wird bei AT-Alert für den Beginn und das Ende einer Warnung nicht grundsätzlich eine eigene Entwarnungsmeldung separat ausgesendet. Stattdessen wird die Warnung von den Mobilfunkstationen solange permanent ausgestrahlt, bis die Gefahrensituation vorüber ist. Ein Smartphone zeigt die Nachricht an, sobald es diese zum ersten Mal registriert.

Für den Empfang von AT-Alert-Meldungen ist keinerlei Guthaben erforderlich. Das System nutzt ähnlich wie der Euro-Notruf 112 alle verfügbaren Netze. Sobald das Endgerät für wenige Sekunden irgendein Mobilfunknetz empfängt und die Bedrohung noch aktiv ist, erfolgt die Anzeige auf dem Bildschirm. Wer sich an einem anderen Ort aufhält als in seiner Heimatregion, erhält jeweils die Warnmeldungen für das direkt betroffene Gebiet, in dem sich das Smartphone gerade befindet.
Der Österreichische Zivilschutzverband betont das richtige Verhalten im Ernstfall
Ergänzend bündelt die genannte App Informationen, Warnmeldungen sowie Tipps zur persönlichen Vorsorge.
Warnen allein reicht nicht – die Menschen müssen auch wissen, was zu tun ist.
Andreas Hanger, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes
Entscheidend sei laut Verbandsangaben, dass auf eintreffende Warnungen im Ernstfall auch richtig reagiert wird.