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ZDF-Umfrage sieht Linke vor CDU bei Berlin-Wahl

September 2026 sieht eine neue ZDF-Umfrage die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp knapp vor der CDU von Stefan Evers. Die Forschungsgruppe Wahlen ermittelte für das „Politbarometer Extra22 Prozent für die Linke und 20 Prozent für die CDU.

Am kommenden Wahlsonntag steuert die Hauptstadt auf ein überraschend enges Rennen zu. Zum Abschluss eines wochenlangen Wahlkampfs, in dem die Parteien noch einmal ihre bekanntesten Gesichter auf die Bühnen brachten, zeigt das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-Politbarometer Extra eine neue Kräfteverschiebung an der Spitze der Berliner Landespolitik. Zum Abschluss eines wochenlangen Wahlkampfs holen die Berliner Parteien noch einmal ihre bekanntesten Gesichter auf die Bühne. Zwei Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus schließen heute viele Parteien offiziell ihren wochenlangen Wahlkampf ab. Zur Linken-Kundgebung werden neben Spitzenkandidatin Elif Eralp auch Bundes-Parteichefin Ines Schwerdtner sowie Gregor Gysi erwartet. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat zum Abschluss den früheren Regierungschef Klaus Wowereit dabei. Bei den Grünen sprechen im Mauerpark Spitzenkandidat Werner Graf und die frühere Parteichefin Ricarda Lang. Beim BSW ist auf dem Alexanderplatz Parteigründerin Sahra Wagenknecht dabei. Die CDU hat ihren Wahlkampfabschluss erst am Samstag.

ZDF-Umfrage sieht Linke und Elif Eralp vor der CDU

Die Linke schiebt sich in der aktuellen Erhebung vor die Christdemokraten. Mit Spitzenkandidatin Elif Eralp an der Spitze kommt die Partei auf 22 Prozent der Stimmen. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers folgt dicht dahinter mit 20 Prozent.

Neue Erhebung: Umfrage: Linke knapp vor CDU bei Berlin-Wahl

Im Vergleich zum ZDF-«Politbarometer» in der vergangenen Woche haben CDU, Linke und Grüne je einen Prozentpunkt verloren. Die SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach gewann hingegen zwei Prozentpunkte, die AfD mit Spitzenkandidatin Kristin Brinker sowie das BSW je einen Punkt hinzu.

Stimmungsbilder im Abgeordnetenhaus und offene Fragen vor dem Urnengang

Hinter den beiden Spitzenreitern positionieren sich die weiteren Parteien im Tableau. Die AfD erreicht mit 18 Prozent den dritten Platz, gefolgt von den Grünen mit 15 Prozent und der SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 4 Prozent und kann damit auf einen Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und den Einzug ins Abgeordnetenhaus hoffen.

Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF vom 14. bis 17. September 1.611 Wahlberechtigte befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Umfrage zur Abgeordnetenhauswahl

Besonders die Wechselbereitschaft der Wählerinnen und Wähler sorgt kurz vor dem Wahlsonntag für Spannung. 77 Prozent der Befragten wissen schon, wen sie am Sonntag wählen sollen. 23 Prozent sind noch nicht sicher, welcher Partei sie am Sonntag ihre Stimme geben werden.

ZDF-Umfrage sieht Linke vor CDU bei Berlin-Wahl
Photo: WEB.DE

Wer soll ins Rote Rathaus einziehen?

Auch bei der Frage, wen die Berlinerinnen und Berliner am liebsten als Regierenden Bürgermeister oder als Regierende Bürgermeisterin hätten, sind CDU und Linke eng beieinander. 25 Prozent nannten hier Eralp, 24 Prozent Evers. Den Grünen-Spitzenkandidaten Werner Graf präferieren 12 Prozent. Kandidaten anderer Parteien wurden nicht abgefragt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Arbeit. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Berlin-Wahl wird zum Krimi

Spitzenkandidaten noch einmal im Schlagabtausch

ZDF-Umfrage sieht Linke vor CDU bei Berlin-Wahl
Photo: zeit.de

Bei der letzten Debatte der Spitzenkandidaten diskutierten Elif Eralp (Linke), Stefan Evers (CDU), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) am Donnerstagabend auf Einladung des „Tagesspiegel“ über die großen Wahlkampfthemen. Es ging unter anderem um Wohnungspolitik, Mobilität und Antisemitismus. Eralp sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, nicht genug gegen Judenfeindlichkeit in ihrer Partei zu tun. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rief am Abend bei seinem ersten und einzigen Auftritt im Berliner Wahlkampf zum vereinten Kampf gegen Antisemitismus auf und warb für seinen Reformkurs.”

Koalitionsoptionen und Ausblick auf den Wahlsonntag

Laut allen Umfragen der vergangenen Wochen kommt keine Zweier-Koalition auf eine Mehrheit, auch nicht das regierende Bündnis aus CDU und SPD. Als wahrscheinliche Optionen gelten Dreier-Koalitionen – also entweder gehen CDU, Grüne und SPD zusammen oder aber Linke, Grüne und SPD. Die AfD dürfte, anders als in Sachsen-Anhalt, bei der Regierungsbildung außen vor bleiben, weil die übrigen Parteien eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ablehnen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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