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Welt

Vance führt indirekte Gespräche für neuen Iran-Deal

US-Vizepräsident JD Vance führt seit zwei Wochen indirekte Gespräche mit dem Iran, um einen neuen Waffenstillstand auszuhandeln und die blockierten Nuklearverhandlungen wiederzubeleben. Laut Axios setzt die US-Regierung damit auf eine diplomatische Öffnung, während militärische Optionen im Hintergrund bestehen bleiben.

Die diplomatischen Bemühungen erhalten neuen Nachdruck, nachdem US-Präsident Donald Trump auf die Frage nach einer Botschaft an Teheran erklärte: We’re talking to them, wie Axios berichtete. Den Berichten zufolge unternimmt Vance diese Schritte, um die Vereinigten Staaten aus einem Konflikt zu führen, den er selbst als Hauptgrund für die empfindlichen Verluste der Republikanischen Partei bei den Midterm-Wahlen im November 2026 bewertet hat.

Brief an den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats

Im Zentrum der Kontakte steht ein persönlicher Brief, den Vance vor rund zwei Wochen an Mohsen Rezaei, den Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und früheren Kommandanten der Revolutionsgarden (IRGC), gerichtet hat. Das Wall Street Journal berichtete über dieses Schreiben. Iranische Regierungsvertreter werteten das Schreiben als positive Dynamik.

Teherans Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass die Führung in Teheran das Dokument in hochrangigen Sitzungen geprüft habe.

Vance führt indirekte Gespräche für neuen Iran-Deal
Foto: The Jerusalem Post

Wir haben Vances Brief sorgfältig geprüft und in hochrangigen Sitzungen darüber diskutiert und uns dazu ausgetauscht.

Abbas Araghchi, Iranischer Außenminister

Zugleich stellte der Außenminister klar, dass derzeit keine Treffen mit US-Vertretern geplant seien. Der iranische Außenminister fügte hinzu: Derzeit sehen wir keine Notwendigkeit, die Amerikaner zu treffen. Unsere Bedingungen sind klar, und die Vermittler setzen ihre Konsultationen fort.

Vermittlung durch Katar und Pakistan

Die Gespräche stützen sich auf internationale Vermittler.

Vance führt indirekte Gespräche für neuen Iran-Deal
Foto: WSJ

Dank ihnen und den vernünftigen Stimmen in Teheran haben wir verhindert, dass die Situation außer Kontrolle gerät.

Sheikh Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani, Katarischer Premierminister

Katars Emir Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani betonte zudem die Notwendigkeit, den Dialog fortzuführen, um die Region vor weiterer Eskalation zu bewahren und die Sicherheit der Energieversorgung sowie der Seeschifffahrt zu gewährleisten, wie aus offiziellen Erklärungen hervorgeht.

Lage im Golf von Hormus

Trotz der diplomatischen Kontakte bleibt die Sicherheitslage im Nahen Osten angespannt. Nach Angaben von Axios führte das US-Militär erst kürzlich einen Schlag gegen einen Flugabwehrraketenwerfer auf der Insel Qeshm im Golf von Hormus durch, nachdem von dort aus eine Rakete auf einen US-Kampfjet abgefeuert worden war, was Donald Trump bestätigte.

Analysten wie Saeed Leilaz bewerten die amerikanischen Offensiven als Zeichen dafür, dass Washington neben Verhandlungen auch auf Abschreckung setzt. Dennoch bleiben die diplomatischen Kanäle aktiv, während die Beteiligten auf technischer Arbeitsebene an der Vorbereitung weiterer Treffen arbeiten.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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