Nach den drastischen Verlusten bei den Zwischenwahlen hat Vizepräsident JD Vance am Mittwoch den anhaltenden Krieg mit dem Iran als Hauptursache für das schlechte Abschneiden der Republikaner benannt, da sich Wähler von der Partei abgewandt hatten.
Die Wahlergebnisse führten zu Verlusten für die Republikanische Partei.
US-Präsident Donald Trump räumte in einem Interview mit dem Wall Street Journal ebenfalls ein, dass der Konflikt im Nahen Osten ein Teil davon
war, auch wenn er an seinem Kurs festhielt und betonte, er würde es wieder tun.
Vance fordert Eingeständnis nach historischer Niederlage
In einer deutlichen Stellungnahme forderte Vance seine Parteikollegen auf, die politischen Kosten des Konflikts offen einzugestehen, statt nach anderen Ausreden zu suchen.
Die US-Regierung sieht sich nach den Abstimmungen vom Dienstag mit Verlusten konfrontiert, wie sie in den letzten 50 Jahren bei keinen Zwischenwahlen einer Partei verzeichnet wurden.

Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg. Der Präsident selbst hat das letzte Nacht gesagt,
JD Vance, Vizepräsident
Vance wandte sich direkt an Kritiker innerhalb der Partei. Wörtlich schrieb er in seinem Beitrag: Zu den Leuten, die sauer sind und sagen wollen: „Ich habe es euch doch gesagt“: Ihr habt Recht, ihr habt es uns doch gesagt
sowie die Aufforderung: Nutzt diese Energie, um Republikaner zu wählen, die eure Weltsicht teilen.
Blockierte Seestraße treibt Energiepreise nach oben
Der Krieg im Nahen Osten begann Ende Februar durch Angriffe der USA und Israels.
Seitdem halten die iranischen Revolutionsgarden die wichtige Straße von Hormus blockiert, was die Energiepreise für Benzin und Diesel in den Vereinigten Staaten und weltweit stark angetrieben hat. Diese Entwicklung sorgte für erhebliche Frustrationen bei der US-Bevölkerung, besonders da der Präsident im Präsidentschaftswahlkampf 2024 angetreten war, um ausländische Kriege zu beenden.
Bereits im Vorfeld der Wahlen hatte es diplomatische und militärische Manöver gegeben.
Wie das Wall Street Journal berichtete, hatte Vance Mohsen Resaei einen Brief bezüglich eines möglichen Verhandlungsrahmens geschrieben, nachdem Trump ihm dafür grünes Licht gegeben hatte. Gleichzeitig liefen Vorbereitungen für mögliche militärische Einsätze, während in Teheran die Spannungen durch Plakate gegen die US-Führung weiter angeheizt wurden, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten.

Vance argumentierte, dass jede ehrliche Analyse der Zukunft der Partei genau an diesem Punkt ansetzen müsse.
In seinem Beitrag betonte er: Wenn ihr argumentieren möchtet, dass es das wert war, dass es wert war, den Senat für die nächsten 6 Jahre zu verlieren, dann tut das. Argumentiert, dass es ein lohnender Preis war, den man zahlen musste. Ob man zustimmt oder nicht, das ist zumindest ehrlich.