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Welt

US energy costs from Iran war now over $45 billion, not $100 billion

Sechs Monate nach Beginn der gemeinsamen Angriffe der USA und Israels im Iran summieren sich die zusätzlichen Energiekosten für US-Haushalte auf rund 100 Milliarden US-Dollar. Berichten zufolge steigen die Ausgaben rasant weiter, während das Pentagon die Gesamtkosten des Konflikts inzwischen auf über 45 Milliarden US-Dollar beziffert.

Milliardenschwere Mehrkosten belasten US-Haushalte beim Tanken

Der militärische Konflikt im Nahen Osten schlägt sich direkt in den Portemonnaies der US-Bevölkerung nieder. Nach Schätzungen der Brown University haben die zusätzlichen Ausgaben für Benzin und Diesel seit dem Beginn der gemeinsamen Luftangriffe der USA und Israels am 28. Februar die Marke von 100 Milliarden US-Dollar durchbrochen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Mehrbelastung von rund 763 US-Dollar pro Haushalt, basierend auf schätzungsweise 131 Millionen betroffenen Haushalten im ganzen Land.

Die finanzielle Zusatzlast wächst unaufhörlich weiter. Der entsprechende Energiekostenzähler der Hochschule verzeichnet einen Zuwachs der Mehrkosten um rund 1 Million US-Dollar alle zwei Minuten. Den Löwenanteil dieser Zusatzrechnung tragen Autofahrer durch gestiegene Benzinkosten. Der nationale Durchschnittspreis erreichte über das Labor-Day-Wochenende mit rund 4,15 US-Dollar pro Gallone einen neuen historischen Höchststand. Zum Vergleich: Der frühere Rekord für diesen Feiertag lag im Jahr 2012 bei etwa 3,82 US-Dollar.

Regionale Spitzenreiter und explodierende Dieselpreise

Nicht alle US-Bundesstaaten sind gleichermaßen betroffen. Vor allem bevölkerungsreiche Regionen verzeichnen enorme Gesamtsummen. Texas führt die Statistik mit rund 11 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Energiekosten an, gefolgt von Kalifornien mit etwa 8 Milliarden US-Dollar und Florida mit rund 5 Milliarden US-Dollar.

Die Republikaner ändern ihre Botschaft zu den Kosten, während sich der Iran-Krieg hinzieht: Aus der Politikabteilung
Photo: lomazoma.com

Besonders drastisch zeigen sich die Preissteigerungen an den Zapfsäulen in einzelnen Bundesstaaten und beim Transportkraftstoff. In Kalifornien kletterte der Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin laut Daten der Universität auf rund 5,86 US-Dollar, während in Hawaii Werte um 5,39 US-Dollar verzeichnet wurden. Noch schwerer wiegt der Anstieg bei Diesel, der im Wochenverlauf des jüngsten Feiertags nach Angaben der Automobilvereinigung AAA einen Rekordwert von rund 5,90 US-Dollar pro Gallone erreichte und im Schweizer Nachrichtenportal Blick sogar mit knapp 6,27 US-Dollar beziffert wurde. Da Diesel rund 60 Prozent teurer ist als im Vorjahr, steigen damit auch die Transport- und Frachtkosten für Waren aller Art.

Das Pentagon korrigiert die direkten Kriegskosten nach oben

Nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Staatskasse spürt die massiven Belastungen des anhaltenden Konflikts. Das Pentagon hat dem Kongress eine neue Schätzung vorgelegt, wonach der Iran-Krieg bereits 45,1 Milliarden US-Dollar verschlungen hat. Noch am Dienstag zuvor hatte die unparteiische Haushaltsbehörde des US-Kongresos die Ausgaben auf 38 Milliarden US-Dollar beziffert, wie aus Berichten hervorgeht.

US energy costs from Iran war now over $45 billion, not $100 billion
Photo: nzz.ch

In diesen Summen sind jedoch weder Reparaturkosten für beschädigte Stützpunkte noch detaillierte indirekte Militäroperationen vollständig enthalten. Experten und Behörden gehen von monatlichen Kriegsausgaben zwischen 2 und 3 Milliarden US-Dollar aus, wobei der Hauptteil auf Munitionskäufe entfällt. In Medienberichten wird in diesem Zusammenhang regelmäßig auf schwindende Vorräte an wichtigen Waffensystemen wie Tomahawk-Marschflugkörpern und Patriot-Abfangraketen verwiesen.

Blockierte Handelswege und die wirtschaftliche und politische Debatte

Hintergrund der eskalierenden Energiepreise ist die Situation rund um die Straße von Hormus. Über diesen strategisch vitalen Seeweg laufen normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Erdöllieferungen. Im Zuge des Konflikts kam es dort zu massiven Beeinträchtigungen und Blockaden, was die Versorgung unter Druck setzte und die Öl- sowie Treibstoffpreise in die Höhe trieb. Zwar verkehren inzwischen wieder vereinzelt Öltanker auf einem niedrigeren Niveau, doch die Sorge vor Lieferengpässen bleibt bestehen.

US-Schätzung: Iran-Krieg kostet USA bisher über 38 Milliarden Dollar

Innenpolitisch gerät die Regierung durch die wirtschaftlichen Folgen stark unter Druck. Umfragen der New York Times und der Siena University zeigen sinkende Zustimmungswerte für den Kurs in der Wirtschafts- und Iran-Politik.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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