Nach Korruptionsvorwürfen wegen einer erbetenen Kreditkartenhilfe im Wert von 100.000 US-Dollar ist die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, am 13. Oktober 2026 nach Aufforderung des Weißen Hauses von ihrem Amt zurückgetreten.
Die Amtszeit von Kimberly Guilfoyle als US-Botschafterin in Griechenland endete im Oktober 2026 abrupt nach Berichten über finanzielle Forderungen gegenüber einem US-Spender. Präsident Donald Trump zeigte sich laut Medienberichten verärgert über die Vorwürfe, wie Fox News berichtete. Das Weiße Haus forderte die Diplomatin zum Rücktritt auf, den sie am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, offiziell einreichte, so NBC News. Die 57-jährige ehemalige Moderatorin und ehemalige Verlobte von Donald Trump Jr., wie The Independent anmerkte, hinterlässt eine US-Botschaft in Athen, deren Mitarbeiter ihren Abgang laut Berichten empfanden. Sie war von 2001 bis 2006 mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom verheiratet gewesen, als dieser als Bürgermeister von San Francisco amtierte.
Die Vorwürfe von Eric Deters und Chatnachrichten
Auslöser der Krise war eine Recherche des Wall Street Journal. Guilfoyle hatte im Juli 2025 – kurz vor ihrer Bestätigung durch den US-Senat – den bekannten Trump-Spender Eric Deters um die Bezahlung einer offenen American-Express-Rechnung in Höhe von 100.000 US-Dollar gebeten, laut Berichterstattung. In Textnachrichten soll sie Deters gedrängt haben, das Geld direkt an das Kreditkartenunternehmen zu überweisen. Dies sollte laut ihren Worten nirgendwo auftauchen, wie UnHerd dokumentierte. Deters hatte sich zuvor erfolglos um politische Ämter beworben und versuchte bei Primärwahlen im Jahr 2023 den Posten als Gouverneur von Kentucky sowie 2024 einen Sitz im Repräsentantenhaus zu erlangen. Dem ehemaligen Anwalt, dessen Anwaltslizenz bereits im Jahr 2012 suspendiert worden war, wurde vom Obersten Gerichtshof von Kentucky eine notorische Neigung zur Einreichung böswilliger oder frivoler Klagen attestiert.
Eric Deters erklärte gegenüber NBC News, dass es sich hierbei um ein klassisches „Quid pro quo“ gehandelt habe, so die Schilderung. Die Nachrichten zeigten laut den Berichten, dass Guilfoyle unter Druck stand, die offene Rechnung zu begleichen. Guilfoyles Anwälte Jesse Binnall und David Schwartz wiesen die Anschuldigungen zurück. Deters schulde der Botschafterin stattdessen rund 150.000 US-Dollar für frühere Sprechauftritte und Beratungsleistungen, erklärten die Anwälte in einer Stellungnahme bei Fox News.”
Reaktionen des Weißen Hauses und des Protokolls
Die neu ernannte Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, gab den Rücktritt während ihres ersten Briefings bekannt und erklärte, man habe Botschafterin Guilfoyle zum Rücktritt aufgefordert, bestätigt durch NBC News. Präsident Trump distanzierte sich öffentlich von der ehemaligen Vertrauten und erklärte gegenüber Reportern, sie sei kein Mitglied seiner Familie gewesen und habe seinen Sohn lediglich vor längerer Zeit einmal datiert, wie das New Yorker Magazine anmerkte. Das Paar hatte sich im Jahr 2018 kennengelernt, war 2020 verlobt worden und trennte sich schließlich im Jahr 2024 – demselben Monat, in dem der Präsident sie als Botschafterin für Griechenland nominierte.
Auch die diplomatischen Konsequenzen in Athen blieben nicht aus. Dem griechischen Staatspräsidenten Konstantinos Tasoulas zufolge erhielt Guilfoyle keinen traditionellen Abschiedsempfang, wie er für scheidende Botschafter üblich ist, berichtet von The Independent. Eine Quelle der Athener Botschaft erklärte, dass aufgrund des abrupten Endes kein offizieller Courtesy-Call bei dem Staatsoberhaupt stattfinden würde, bestätigt von The Independent.

Kimberly Guilfoyle erklärte: „Diese Vorwürfe sind falsch, und ich beabsichtige, meinen Namen, meinen Ruf und meine Integrität nach Kräften zu verteidigen.
Untersuchungen und Reaktionen der Trump-Administration
Neben den Vorwürfen von Deters prüft auch das Amt des Generalinspekteurs im US-Außenministerium mögliche Verfehlungen während ihrer Amtszeit, laut Berichten von ABC News. Vizepräsident JD Vance erklärte gegenüber Medien, dass er niemanden gutheiße, der den Zugang zu Regierungsbeamten verkaufe, wie die Journalisten von Rolling Stone festhielten.
Guilfoyle erklärte in ihrer Rücktrittserklärung auf der Plattform X, dass ihre Arbeit stets von Hingabe für die amerikanische Bevölkerung geprägt gewesen sei. Sie kündigte an, juristisch gegen die Anschuldigungen vorzugehen, berichtet von NBC News.
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