Die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, gerät wegen angeblicher finanzieller Forderungen an einen Großspender kurz vor ihrer Bestätigung durch den Senat in die Kritik. Laut einem Bericht des Wall Street Journal
soll sie 100.000 Dollar für ihr Kreditkartenkonto gefordert haben. Demokraten fordern nun offizielle Ermittlungen.
Kurz vor wichtigen Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten sieht sich das Umfeld von Präsident Donald Trump mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Im Zentrum der Berichterstattung steht Kimberly Guilfoyle, die derzeitige US-Botschafterin in Griechenland. Nach Recherchen des Wall Street Journal
, die von Medien wie „Bild“ und „Tagesanzeiger“ aufgegriffen wurden, soll die 57-Jährige einen Trump-Großspender um eine geheime Überweisung gebeten haben.
Signal-Chatnachrichten und Geldforderungen an Eric Deters
Fünf Tage vor ihrer Bestätigung als Botschafterin durch den US-Senat soll Guilfoyle den Geschäftsmann und ehemaligen republikanischen Kongresskandidaten Eric Deters kontaktiert haben. Das Geld in Höhe von 100.000 Dollar sollte direkt auf ihr American-Express-Konto fließen, um ihren Kreditkartensaldo auszugleichen. Aus den vom Wall Street Journal
veröffentlichten Signal-Chatnachrichten geht hervor, dass die Ex-Verlobte von Donald Trump Jr. offenbar vermeiden wollte, dass die Zahlung dokumentiert wird.

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Deters überwies den Betrag letztlich nicht, machte die Kommunikation jedoch öffentlich. Der Geschäftsmann aus Kentucky erklärte in einem Interview mit „The Bulwark“, dass er Guilfoyle zuvor um Unterstützung bei eigenen Steuer- und Rechtsproblemen gebeten hatte. Im Erfolgsfall habe er ihr eine Zahlung von bis zu einer Million Dollar in Aussicht gestellt. Guilfoyle habe ihm im Gegenzug lebenslange Unterstützung innerhalb der Trump-Regierung zugesichert. Deters berichtete, sie habe erklärt, er könne sie für den Rest seines Lebens um so viele Gefallen bitten, wie er wolle.
Reaktionen aus der Politik und juristische Einordnung
Die Enthüllungen haben bereits politische Reaktionen ausgelöst. US-Vizepräsident J.D. Vance bezeichnete die Vorgänge in einer ersten Stellungnahme als nicht gut
. Vertreter der Demokraten verlangen offizielle Ermittlungen in dieser Angelegenheit, während einige Stimmen bereits vor der Veröffentlichung der Chat-Affäre den Abzug Guilfoyles gefordert hatten.
Außenminister Marco Rubio lehnte Journalistenfragen zu den Vorwürfen während einer diplomatischen Reise nach Griechenland ab und erklärte: „Ich spiele dieses Spiel nicht mit.“ Guilfoyles Anwälte ziehen die Authentizität der veröffentlichten Signal-Nachrichten in Zweifel. Nach Angaben ihres Teams soll Deters seinerseits noch Geld für Redeauftritte und Reisekosten schulden, was dieser bestreitet. Ein Sprecher der US-Botschaft betonte, dass Guilfoyles Karriere von tiefen und beständigen Werten geprägt sei.”
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