Soldaten in Russland sollen feindliche Drohnen künftig über einen Helm abwehren, der durch Biss oder Sprachbefehl auslöst. Das System nutzt Laser und ein Visier, um die Hände frei zu halten. Bislang gibt es jedoch keine Belege für Tests oder eine Serienproduktion an der Front.
Das russische Patent beschreibt ein ungewöhnliches Konzept zur Drohnenabwehr. Laut einem Bericht der Blick-Redaktion soll eine spezielle Helmwaffe feindliche Drohnen abschießen.
Die Hände des Soldaten bleiben dabei frei. Gesteuert wird die Waffe über ein Mundstück, das auf einen Biss reagiert, oder alternativ durch einen Sprachbefehl. Die Zielerfassung erfolgt über ein Visier und einen Laser.
Front-Realität und neue Waffensysteme im Ukrainekrieg
Während die Helmwaffe bislang ein theoretisches Patent aus Moskau ohne unabhängige Frontnachweise bleibt, prägen andere neue Waffentypen bereits das Kriegsgeschehen. Die Ukraine stellte kürzlich die Mittelstreckendrohne Thors Hammer
vor.
Der Hersteller Skyfall beziffert den Stückpreis auf etwa 25.000 US-Dollar. Die Drohne soll bis zu 600 Kilometer weit fliegen und eine Nutzlast von bis zu 50 Kilogramm Sprengstoff transportieren können.
Für die Navigation und den Anflug nutzt Thors Hammer
Künstliche Intelligenz. Die Entscheidung über einen militärischen Angriff verbleibt laut Herstellerangaben jedoch bei einem menschlichen Operator.
Das System wird per Katapult gestartet und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde. Eingesetzt werden soll die Drohne gegen Ziele weit hinter der Front wie Gefechtsstände und Flugplätze, wobei ein unabhängiger Kriegseinsatz bislang nicht bestätigt ist.
Hyperschallraketen und Marschflugkörper im Einsatz
Auf strategischer Ebene setzt Russland zudem auf die ballistische Mittelstreckenrakete Oreschnik. Ukrainischen Angaben zufolge erreicht die Hyperschallrakete Geschwindigkeiten von bis zu 13.600 Kilometern pro Stunde und verfügt über mehrere Gefechtsköpfe, die sich im Flug trennen.
Moskau nutzt das System sowohl für Angriffe als auch als strategische Drohkulisse, deren Wirkung von der konventionellen oder nuklearen Bestückung abhängt. Als Antwort auf russische Raketenangriffe entwickelt auch die Ukraine eigene Präzisionswaffen für weite Distanzen.
Das ukrainische Militärportal Defense Express berichtete über den Einsatz des Marschflugkörpers FP-5 Flamingo, mit dem nach Militärangaben eine russische Raketenstartanlage angegriffen wurde.
Die genauen Reichweiten und Zerstörungskräfte dieser Systeme stammen überwiegend von Herstellern und Militärs und lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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