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Russell Brand bestreitet im Vergewaltigungsprozess alle Vorwürfe

Russell Brand nahm am Mittwoch vor dem Londoner Southwark Crown Court in seinem Strafprozess zu Vorwürfen wegen Vergewaltigung und sexuellen Übergriffs erstmals selbst im Zeugenstand Stellung und bestritt alle Anschuldigungen.

Russell Brand beteuert vor Gericht seine Unschuldigung

Der britische Schauspieler und Komiker Russell Brand trat am 28. Oktober 2026 in den Zeugenstand, um sich im Zeugenstand gegen schwere strafrechtliche Vorwürfe zu verteidigen. Vor Gericht wies der 51-Jährige drei Anklagepunkte wegen Vergewaltigung, drei Anklagepunkte wegen sexuellen Übergriffs sowie eine Anklage wegen versuchter sexueller Nötigung zurück. Wie CBS News berichtet, erklärte er unter Kreuzverhör, er sei unschuldig, und gab im Zeugenstand nach dem Eid seinen vollständigen Namen an: Russell Edward Brand.

Die Verhandlung vor dem Southwark Crown Court markiert den Beginn der Verteidigung, nachdem die Staatsanwaltschaft zuvor über zwei Wochen lang ihre Beweise vorgelegt hatte. Sechs Frauen beschuldigen den Komiker von Taten, die sich zwischen 1999 und 2009 ereignet haben sollen während Brands Aufstieg zu bekannter Berühmtheit in Großbritannien. Die juristischen Schritte folgten auf öffentliche Vorwürfe, die im September 2023 durch Berichte der Zeitungen The Times und The Sunday Times sowie durch eine Fernsehdokumentation des Senders Channel 4 bekannt gemacht worden waren, woraufhin die betroffenen Frauen ihre Erlebnisse an die Polizei meldeten. In seiner früheren beruflichen Laufbahn trat er als Fernseh- und Radiopersönlichkeit auf, war in Hollywood-Filmen wie „Forgetting Sarah Marshall“ und „Get Him to the Greekzu sehen und war kurzzeitig mit dem Popstar Katy Perry verheiratet.”

Vorwürfe sexueller Gewalt: Russell Brand in London vor Gericht

Aussagen zu den Vorwürfen aus einem zehnjährigen Zeitraum

Auf die Frage, ob er verzweifelt danach gesucht habe und bisweilen nicht ohne funktionieren konnte, antwortete er mit Nein. Bei den Vorwürfen ging es um sechs Frauen und Vorfälle zwischen 1999 und 2009. Unter anderem stritt er die erste Anschuldigung ab, wonach er eine Frau 1999 während der Jahreskonferenz der Labour Party getroffen haben soll; eine Zeugin gab an, ihn im Jahr 1999 bei einer Labour-Party-Konferenz getroffen zu haben. Ebenso wies er den Vorwurf einer MTV-Mitarbeiterin zurück, die angab, er habe sie im Jahr 2001 in den Londoner Büros des Musiksenders am Unterarm gepackt und in eine Herrentoilette zu ziehen versucht. Am Dienstag dieser Woche reduzierte Richter Mr Justice Bennathan diesen Vorwurf der versuchten indecent assault mit der Begründung, es gebe nicht genügend Beweise bezüglich des angeblichen Vorfalls mit einer MTV-Mitarbeiterin aus dem Jahr 2001. Auch weitere Anschuldigungen wie die angebliche orale Vergewaltigung in einer Londoner Bar im Juli 2004 oder die Vorwürfe zu Handlungen an einer Radiostation sowie in seinem Haus im Jahr 2009 wies er zurück, wobei er zu einem Treffen in einer Bar angab, nach einem neuerlichen Besuch vor Ort eine Begegnung mit Analverkehr wiederzuerkennen, die seiner Darstellung nach auf einvernehmlicher Basis erfolgte.

Zu der grundsätzlichen Bedeutung von Einverständnis äußerte sich Brand im Zeugenstand ausführlich:

Russell Brand bestreitet im Vergewaltigungsprozess alle Vorwürfe
Foto: NBC News

Russell Brand erklärte laut NBC News: „Einvernehmen ist fundamental, essenziell, notwendig und in vielerlei Hinsicht sogar wichtiger als der Sex selbst“.”

Fehlende Zeugen für die Verteidigung und persönliche Belastung

Brand trat als einziger Zeuge seiner eigenen Verteidigung auf. Die Anschuldigungen hätten sein gesamtes Leben und seine Verpflichtungen vollständig aufgebraucht.

Begleitet von seiner Ehefrau Laura Gallacher, die gemeinsam mit ihm das Southwark Crown Court betrat, schilderte er den verheerenden persönlichen Tribut, der sich negativ auf seine Ehe, seine Kinder und seine Gesundheit ausgewirkt habe. Er erklärte vor Gericht, dass er aufgrund der veröffentlichten Berichte und Vorwürfe sogar daran gehindert worden sei, seinen kleinen Sohn im Great Ormond Street Hospital während einer offenen Herzoperation und der darauffolgenden Behandlung zu besuchen. Nach den im September 2023 veröffentlichten Vorwürfen wurden zudem sein YouTube-Kanal demonetisiert, seine Talentagentur hatte die Zusammenarbeit beendet und geplante Auftritte wurden abgesagt.

Russell Brand bestreitet im Vergewaltigungsprozess alle Vorwürfe
Foto: Variety

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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