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Welt

Trump kündigt 8 Milliarden Dollar für Dieselkosten von Farmern an

Präsident Donald Trump hat am Montagabend auf einer Kundgebung in Kansas ein 8 Milliarden US-Dollar schweres Entlastungsprogramm für US-Landwirte angekündigt. Die Mittel sollen drastisch gestiegene Dieselkosten während der aktuellen Erntesaison abfedern. Das Geld wird ohne die ansonsten übliche Ernteversicherung ausgezahlt.

Angesichts massiv gestiegener Energie- und Treibstoffkosten hat die US-Regierung ein neues Hilfsprogramm auf den Weg gebracht. Wie Präsident Donald Trump am 19. Oktober 2026 auf einer Wahlkampfkundgebung in Kansas bekannt gab, stellt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) insgesamt 8 Milliarden US-Dollar für einmalige Zahlungen an heimische Landwirte zur Verfügung.

Die Initiative mit dem Namen Harvest Fuel Relief zielt darauf ab, temporäre Marktstörungen und erhöhte Betriebsausgaben während der Erntezeit abzumildern. Trump betonte vor seinen Anhängern, dass das Landwirtschaftsministerium die Gelder bereitstellen werde, wie Reuters berichtete.

Verteilung über die Farm Service Agency und geplante Auszahlungsraten

Die administrative Abwicklung des Programms erfolgt über die Farm Service Agency (FSA), eine Unterabteilung des USDA, finanziert über den Rahmen des Commodity Credit Corporation Charter Act. Laut Behördenangaben erhalten die Erzeuger eine anteilige Unterstützung, die anhand einer einheitlichen Formel zur Abdeckung modellierter Verluste für das Erntejahr 2026 berechnet wird.

Dieser nationale Durchschnitt für Verluste stützt sich auf gemeldete bepflanzte Flächen der FSA, Kostenschätzungen des Economic Research Service sowie auf Ertrags- und Preisprognosen des World Agricultural Supply and Demand Estimates Reports. Spezifische Zahlungssätze für sogenannte Title-I-Agrarrohstoffe will das Ministerium im November veröffentlichen, während die Methodik für andere berechtigte Produkte zu einem späteren Zeitpunkt folgen soll.

Eine verbindliche Kopplung an eine Ernteversicherung ist für die Teilnahme am Harvest Fuel Relief Program nicht erforderlich. Dennoch legt das USDA den Betrieben nahe, die erweiterten Risikomanagement-Instrumente des Gesetzes zur Steuerung künftiger Preisrisiken zu nutzen. Erzeuger von Nicht-Title-I-Gütern wie Spezialkulturen und Fischereibetriebe wurden aufgefordert, Daten zu ihren gestiegenen Kraftstoffkosten per E-Mail an das Ministerium zu übermitteln.

Donald Trump erklärte auf Truth Social: „Heute Abend freue ich mich außerdem ankündigen zu können, dass das Landwirtschaftsministerium ein neues ‚Harvest Fuel Relief Program‘ ins Leben rufen wird, das unsere Landwirte mit 8 MILLIARDEN DOLLAR an Unterstützung versorgt, um die Dieselkosten während dieser Erntesaison auszugleichen.

Hintergrund der explodierenden Dieselpreise und politische Reaktionen

Die massiven Belastungen für die Landwirtschaft resultieren vor allem aus drastischen Preissteigerungen an den Zapfsäulen. Nach Angaben der Automobilvereinigung AAA kletterten die US-Durchschnittspreise für Diesel im September auf Rekordwerte von bis zu 6,53 Dollar pro Gallone und lagen zuletzt bei rund 6,32 Dollar – verglichen mit 3,62 Dollar ein Jahr zuvor, wie CBS News anmerkt.

Experten und Analysten führen die extremen Energiekosten auf globale Versorgungsengpässe zurück, die durch militärische Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine verschärft wurden. Bereits im Vormonat hatte die US-Regierung versucht, den Druck durch eine Ausnahmegenehmigung für steuerlich begünstigten, rot eingefärbten Diesel zu verringern.

Harvest fuel relief program release
Foto: USDA

In Kansas, wo Trump die Hilfen ankündigte, steht der republikanische Senator Roger Marshall in den bevorstehenden Midterm-Wahlen vor einem harten Rennen. Beobachter weisen darauf hin, dass die wachsende Unzufriedenheit in ländlichen Regionen über die Rekordinflation und hohe Inputkosten den traditionell republikanisch wählen Bundesstaat unter Druck setzt.

Kritiker bezweifeln die Nachhaltigkeit der Einmalzahlung

Trotz der Ankündigung äußern Ökonomen und Branchenbeobachter Skepsis hinsichtlich der tatsächlichen Entlastungswirkung.

Das Weiße Haus verweist demgegenüber auf eine Serie historischer Hilfen, zu denen im laufenden Jahr bereits ein 12 Milliarden Dollar schweres Hilfsprogramm für Farmer sowie jüngste Zahlungen über knapp 14 Milliarden Dollar aus den Programmen ARC und PLC gehörten.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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