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Welt

Grossbritannien sendet Typhoon-Jets zum Schutz Saudi-Arabiens

Grossbritannien verlegt Royal Air Force Typhoon-Kampfjets nach Saudi-Arabien, um saudische Städte und kritische Infrastruktur vor Luftangriffen der Huthi-Miliz zu schützen. Verteidigungsminister Wes Streeting bestätigte die Massnahme am Dienstag nach einer Eskalation der Angriffe, bei der Anfang Oktober ein Flughafen in Riad getroffen worden war.

Kampfjets und Transportmaschinen für den Luftschutz in Saudi-Arabien

Die britische Regierung hat am Dienstag, dem 20. Oktober 2026, eine deutliche Ausweitung ihrer militärischen Unterstützung für Saudi-Arabien bekannt gegeben nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums. Im Zentrum des Einsatzes stehen Kampfjets vom Typ Typhoon der Royal Air Force, die defensive Gegenangriffe in der Luft fliegen sollen. Die Maschinen sind nach Regierungsangaben ausschliesslich für den Schutz des saudischen Luftraums vor Drohnen und Marschflugkörpern vorgesehen.

Premierminister Andy Burnham autorisierte die defensive Mission, während Premierminister-Sprecher Tom Wells erklärte, die Unterstützung sei überlegt, verhältnismässig und auf die Abwehr unaufhörlicher Angriffe ausgerichtet.

UK fighter jets to help defend Saudi Arabia against Houthi attacks

Militäranalysten weisen jedoch darauf hin, dass europäische Alliierte Schwierigkeiten haben, Saudi-Arabien mit weiteren Luftverteidigungswaffen zu versorgen, da diese zur Abschreckung gegen die russische Bedrohung in den baltischen Staaten benötigt werden.

Reaktionen und Haltung des britischen Verteidigungsministeriums

Die Entscheidung folgt auf eine Welle von Luftangriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Besonders Angriffe auf den King Khalid International Airport in Riad hatten in den vergangenen Wochen zu Opfern, Flugannullierungen, Sachschäden und schweren Verletzten geführt, darunter ein Vorfall mit mindestens 13 Toten und über 300 Verletzten.

Grossbritannien sendet Typhoon-Jets zum Schutz Saudi-Arabiens
Foto: The National

Die anhaltenden Angriffe der Huthis auf unseren Verbündeten Saudi-Arabien sind absolut verwerflich. Insbesondere die gezielten Angriffe auf den Flughafen in Riad zeigen, wie weit die Huthis gehen, um die Lage in der Region zu eskalieren.

Wes Streeting, britischer Verteidigungsminister

Verteidigungsminister Wes Streeting betonte vor Journalisten, dass die britischen Kampfjets keine Offensivschläge gegen Bodenziele im Jemen ausführen werden. Die Mission beschränkt sich strikt auf defensive Luftmissionen zur Abwehr von Drohnen und Raketen. Regierungsvertreter verwiesen zudem darauf, dass die eskalierende Gewalt im Golf direkte Auswirkungen auf die britische Bevölkerung hat, indem sie die Lebenshaltungskosten in die Höhe treibt, die Energieversorgung stört und Kosten für britische Unternehmen verursacht.

Regionale Reaktionen und der jemenitische Konflikt

Die Intervention erfolgt in einer Phase, in der sich die Kämpfe im Jemen und im Roten Meer massiv verschärft haben. Die Huthis hatten zuvor wichtige Positionen eingenommen, darunter das Meeresnadelöhr Bab al-Mandab am Roten Meere, während die international anerkannte jemenitische Regierung Gegenoffensiven startete unterstützt von saudi-arabischen Luftangriffen. Innerejemenitische Behörden meldeten zudem, dass ein Huthi-Angriff auf ein Trainingslager für regierungstreue Sicherheitskräfte in Südjemen Dutzende Menschen das Leben kostete.

UK Sends Fighter Jets To Saudi Arabia Amid Houthi Attacks | AH1D

Auch andere internationale Akteure verstärken ihre diplomatischen und militärischen Anstrengungen. Ägyptische Stellen haben einen direkten Truppen- oder Kampfjeteinsatz jedoch noch nicht offiziell bestätigt, und Präsident el-Sisi suchte im Parlament um entsprechende Befugnisse für einen militärischen Beistand bei einer Anfrage aus Riad, während die parlamentarischen Beratungen auf Ende Oktober terminiert wurden.

Grossbritannien sendet Typhoon-Jets zum Schutz Saudi-Arabiens
Foto: The Guardian

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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