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Trump greift El-Sayed bei Wahlkampfveranstaltung in Michigan an

Präsident Donald Trump hat am Sonntag vor tausenden Anhängern in Port Huron, Michigan, den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed scharf attackiert. Mit scharfen Worten und Vergleichen zum 11. September versuchte der frühere US-Präsident, den Arzt und früheren Gesundheitsbeauftragten als Sicherheitsrisiko darzustellen, während in dem umkämpften Bundesstaat die Midterm-Wahlen bevorstehen.

Wahlkampfauftritt in Port Huron und Angriffe auf Abdul El-Sayed

Die Veranstaltung in der Eishockey-Arena des McMorran Place Sport- und Unterhaltungszentrums markierte den ersten Besuch eines amtierenden US-Präsidenten in der Stadt in der Geschichte von Port Huron. Vor etwa 3.000 bis 4.000 Anhängern rief Trump die Wähler dazu auf, sich so zu verhalten, als stünde er selbst am 3. November auf dem Stimmzettel.

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Im Mittelpunkt von Trumps Rede stand der demokratische US-Senatskandidat Abdul El-Sayed, der bei einem Wahlsieg der erste muslimische Senator in der Geschichte der Vereinigten Staaten werden würde. Trump bezeichnete seinen Kontrahenten mehrfach als jihadist und warf ihm vor, Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu haben. Zudem forderte Trump, dass El-Sayed im Falle einer Wahl das Kapitol nur nach Passieren eines Metalldetektors betreten dürfe.

US-Präsident Donald Trump sagte: „Ich bin hier, um zu verhindern, dass ein Dschihadist und Mitglied der Muslimbruderschaft US-Senator wird.

Trump greift El-Sayed bei Wahlkampfveranstaltung in Michigan an
Foto: NPR

El-Sayed hat jegliche Verbindungen zu extremistischen Gruppen wiederholt und vehement zurückgewiesen. In einer kürzlichen Diskussionsveranstaltung in Caro wies er Vorwürfe bezüglich einer angeblichen Doppelloyalität zurück. Kritiker und politische Verbündete verurteilten die Rhetorik des Präsidenten scharf. Bishara Bahbah, ein Gründer der Initiative Arab Americans for Trump, bezeichnete die Äußerungen als Grenzüberschreitung und betonte, dass die Wähler dies am 3. November nicht vergessen werden.

Parallelen zum 11. September und Reaktionen der politischen Gegner

In seiner Ansprache ging Trump noch einen Schritt weiter und zog Vergleiche zwischen der Verhinderung von El-Sayeds Einzug in den Senat und dem Widerstand der Passagiere von United Flight 93 während der Terroranschläge vom 11. September 2001. Bei der Kundgebung trat auch David Beamer auf, der Vater des in Michigan geborenen Todd Beamer, der an Bord der Maschine durch den Ausruf Let’s roll bekannt wurde.

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Republikanischer Senatskandidat Mike Rogers trat gemeinsam mit Trump auf und unterstützte die Angriffe auf El-Sayed, während er gleichzeitig betonte, dass der Bundesstaat verlässliche Führung benötige.

Die Demokraten konterten die Angriffe mit starker Präsenz vor Ort. Einen Tag vor Trumps Kundgebung hatte der frühere Präsident Barack Obama in Detroit eine Wahlkampfveranstaltung für El-Sayed und die demokratische Gouvernementskandidatin bestritten. Obama warf den politischen Gegnern vor, den demokratischen Kandidaten als weniger patriotisch darstellen zu wollen und erinnerte an ähnliche Diffamierungen während seiner eigenen Präsidentschaftskampagnen.

Trump und Obama im Wahlkampf in Michigan: Der Senats-Wahlkampf spitzt sich zu | NewsNation Prime

Wirtschaftliche Themen und das Rennen um den Senat

Neben den heftigen verbalen Auseinandersetzungen prägten auch wirtschaftliche Fragen den Wahlkampf im US-Bundesstaat an der Grenze zu Kanada. Michigan verzeichnet derzeit erhebliche Belastungen durch hohe Lebenshaltungs- und Kraftstoffpreise; der durchschnittliche Benzinpreis lag laut Angaben von AAA bei etwa 4,83 US-Dollar pro Gallone und damit deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Trump verteidigte in seiner Rede seine Handelspolitik und die Zölle gegenüber Kanada, während lokale Unternehmen und Politiker die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen diskutieren.

Die politische Landschaft in Michigan bleibt vor dem entscheidenden Wahltag am 3. November extrem polarisiert. Während Umfragen auf ein sehr knappes Rennen zwischen den Kandidaten hindeuten, nutzen beide Lager prominente Unterstützer wie den Rapper Nicki Minaj aufseiten der Republikaner oder Obama für die Demokraten, um die Wähler mobil zu halten. Zu den weiteren Teilnehmern der Kundgebung gehörten die Republikanischen Kandidaten John James sowie Mike Rogers.

Trump greift El-Sayed bei Wahlkampfveranstaltung in Michigan an
Foto: The Jerusalem Post

Präsident Trump widmete in seiner Rede zudem Aufmerksamkeit der Rapperin Nicki Minaj, einer prominenten Unterstützerin, die ebenfalls vor Ort das Wort ergriff und die neue Energie des Landes seit der Rückkehr des Präsidenten lobte. Unterdessen betonte der Port Huron City Manager James Freed, dass die Organisation des ersten Besuchs eines amtierenden Präsidenten in der Grenzstadt eine logistische Herausforderung darstellte, während Bürgermeisterin Anita Ashford die Hoffnung äußerte, dass die Gemeinschaft trotz aller politischen Differenzen Wege der Zusammenarbeit finden müsse.

Trump, Obama campaign for Michigan Senate candidates
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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