Komiker Torsten Sträter übt im stern-Interview scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und der AfD. Der 60-Jährige wirft Merz politische Überforderung vor, stuft die AfD als menschenverachtend ein und blickt gleichzeitig auf ein gesundheitlich schwieriges Jahr mit einer überwundenen Krebserkrankung zurück.
Der Comedian Torsten Sträter hält sich auf der Comedy-Bühne mit politischen Witzen meist zurück. In einem neuen Interview mit dem Magazin stern
, das Ende Oktober 2026 veröffentlicht wurde, hat sich der 60-Jährige jedoch deutlich zu Wort gemeldet und dabei auch über die vergangenen Monate und seine überstandene Krebserkrankung gesprochen.
Kritik an Kanzler Friedrich Merz und der AfD
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) attestiert er im Interview eine leichte Überforderung. Der Komiker wirft dem Regierungschef vor, nicht allzu viel zu machen.
Weil: Wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt
, wie der stern
berichtet. Wenn Merz Entscheidungen treffe, seien diese oft katastrophal oder senden ein falsches Signal
.
Auch an Äußerlichkeiten spart der Künstler nicht mit Spott und rät bezüglich der Frisur des Kanzlers: Dann rasiert den Rest halt ab!
Deutliche Worte findet Sträter im selben Gespräch für die AfD. Er halte die Partei für menschenverachtend
und ihr Personal für dubios
.
Ich werde vermutlich keinen verkappten AfD-Wähler davon abhalten, diese Partei zu wählen, indem ich den Finger in die Luft reiße. Ich bin nicht der Beauftragte für politische Bildung. Das können andere besser.
Torsten Sträter, Comedian
Rückblick auf die Krebserkrankung und gesundheitliche Hürden
Hinter Sträter liegt ein gesundheitlich schwieriges Jahr. Bereits im Januar 2025 – laut dem vorliegenden zeitlichen Kontext der Berichterstattung – musste er zahlreiche Auftritte absagen, bevor er im April seine Tumorerkrankung öffentlich machte. Im Mai kehrte er auf die Bühne zurück. Im Juli folgte zudem die Diagnose Diabetes, die eine Ernährungsumstellung erforderte. Bereits im September hatte er im Kölner Treff
erklärt, derzeit krebsfrei zu sein.
Ich habe das alarmierend gut vertragen.
Torsten Sträter, Comedian
Mit dieser Aussage wolle er jedoch die Erfahrungen anderer Patienten nicht schmälern. Besonders dankbar zeigt sich Sträter gegenüber seinen Fans. Er vermutet, dass er dank seiner Bekanntheit schnell medizinisch versorgt wurde, da sich zuständige Personen möglicherweise gedacht haben könnten: Wir lassen ihn nicht sechs Wochen warten auf einen CT-Termin
oder Vielleicht sollten wir den Sträter mal erhalten, koste es, was es wolle
. Einschränkend fügte der Comedian hinzu, dass dies sicher ein wenig zu dick aufgetragen
gewesen sei.
Beruflich blickt Sträter wieder nach vorne und tourt derzeit mit seinem neuen Comedyprogramm Die Zyklopen von Saint-Tropez
durch Deutschland.
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