Vier Männer sind am Montagabend, dem 26. Oktober 2026, nach Halsketten-Diebstählen beim Don-Toliver-Konzert im Zürcher Hallenstadion von der Polizei festgenommen worden. Während des Auftritts des US-Rappers kam es im dichten Gedränge zudem zu einem tumultartigen Pfefferspray-Vorfall, der bei zahlreichen Konzertbesuchern Panik auslöste.
Festnahmen nach Halsketten-Diebstählen
An einem Konzertabend mit dem US-Rapper Don Toliver im Zürcher Hallenstadion hat die Polizei am Montagabend, den 26. Oktober 2026, vier Männer festgenommen. Die Verdächtigen hatten sich gezielt unter die tanzenden Zuschauer gemischt, um im wilden Gedränge wertvoller Schmuckstücke habhaft zu werden. Ausgenutzt wurde dabei das sogenannte Moshing, ein Tanzstil, bei dem sich Konzertbesucher auf den Stehplätzen wild anrempeln und umherspringen. Unter diesem Schutz des dichten Trubels entrissen die Täter den Opfern vor allem Halsketten.
Ort des Geschehens war das Hallenstadion in Zürich-Oerlikon, wo der US-Amerikaner am besagten Montagabend auftrat. Nach Angaben der Kantonspolizei Zürich mischten sich die Täter unter die tanzenden Menschenmengen, um sich ihren Opfern unbemerkt zu nähern und ihnen während des wilden Hin und Her den Schmuck vom Leib zu reissen.
Fahnder beobachten Diebesbande
Fahnder der Stadtpolizei Zürich beobachteten das Treiben der Gruppe im Konzertsaal genau und konnten die Männer noch während der Show sowie kurz darauf im und vor dem Hallenstadion festnehmen. Bei den anschliessenden Kontrollen stellten die Beamten nicht nur mehrere gestohlene Halsketten sicher, sondern fanden bei den Verdächtigen auch einen Pfefferspray.
Die festgenommenen Personen sind zwei Marokkaner im Alter von 29 und 25 Jahren sowie zwei Italiener im Alter von 26 und 22 Jahren. Nach den polizeilichen Einvernahmen wurden sie der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt, während die Kantonspolizei Zürich die weiteren Ermittlungen leitet. Unter den Konzertbesuchern befanden sich neben regulären Fans auch bekannte Persönlichkeiten, wie etwa der 45-jährige Zürcher Partykönig Reto Hanselmann, der sich den Auftritt ebenfalls nicht entgehen liess und die Dynamik vor Ort miterlebte.
Pfefferspray und Panik im Zuschauerraum
Neben den Diebstählen sorgte ein weiterer Zwischenfall für chaotische Zustände im Publikumsbereich. Gegen Ende des Auftritts wurde im Bereich der Stehplätze links von der Bühne Pfefferspray versprüht, was bei anwesenden Fans zu heftigen Hustenkrämpfen und Atemnot führte.

Meine Augen und meine Nase brannten plötzlich. Ich musste so stark husten, dass ich dachte, ich werde ohnmächtig. Dann rannten plötzlich alle los, also rannte ich mit.
Jared, Konzertbesucher
Der 22-jährige Konzertbesucher Jared schilderte die Situation als hochdramatisch und berichtete von Momenten völliger Orientierungslosigkeit im entstehenden Menschenstrom. Das Sicherheitspersonal reagierte umgehend, öffnete die Saaltüren und leitete betroffene Besucher über die Lastwagenausfahrt nach draussen an die frische Luft, wonach die anwesenden Personen nach kurzer Zeit wieder in die Arena zurückkehren konnten. Mehrere Augenzeugen berichteten zudem von maskierten Personen im Stehbereich sowie von unkontrollierten Moshpits, die sich während der energischen Songs bildeten. Einige Fans kritisierten zudem, dass das Konzert deutlich später als geplant begann und der Hauptact erst nach 22 Uhr die Bühne betrat.
Sicherheitsdienst kündigt Aufarbeitung an
Kritik von Fans an den Einlasskontrollen und den Platzverhältnissen im Innenraum wurde vom Hallenstadion aufgenommen. Der Direktor des Hallenstadions, Philipp Musshafen, bestätigte die Vorkommnisse und betonte, dass die Gesundheit der Gäste oberste Priorität habe.
Zusammen mit dem Veranstalter und der Sicherheitsfirma werde der Vorfall nun detailliert aufgearbeitet und geprüft, wie der Schutz der Besucher bei Grossveranstaltungen künftig weiter optimiert werden kann. Die Polizei rät Konzertgängern derweil, möglichst wenige Wertsachen mitzuführen und bei dichtem Gedränge besonders auf die persönlichen Gegenstände zu achten.
Die Kantonspolizei Zürich empfiehlt in diesem Zusammenhang konkrete Verhaltensregeln für Grossanlässe: Wertsachen und teurer Schmuck sollten am besten zu Hause bleiben, um Begehrlichkeiten im Gedränge gar nicht erst zu wecken. Zudem wird angeraten, Mobiltelefone und Zahlungskarten durch Aktivierung von Gerätesperren sowie Ortungsfunktionen abzusichern und im Ernstfall unverzüglich Anzeige zu erstatten.
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