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SVP sucht Nachfolge für Bundesrat Guy Parmelin

Nach elf Jahren im Amt tritt Wirtschaftsminister Guy Parmelin per Ende Jahr als Bundesrat zurück. Die SVP sucht nun in der Bundeshauptstadt Bern nach einer Nachfolge für die freigewordene Landesregierung, während zahlreiche prominente Namen eine Kandidatur absagen und die Partei vor grossen Personalentscheidungen steht.

Die Suche nach der Parmelin-Nachfolge und die offene Frist

Die Suche nach einer Nachfolgeregelung für den abtretenden Bundesrat Guy Parmelin läuft auf Hochtouren. Die eidgenössischen Parteisektionen müssen der Findungskommission ihre Vorschläge melden, wobei die offizielle Anmeldefrist am Freitag, 23. Oktober 2026, um zwölf Uhr mittags endet, wie der Schweizer Nachrichtenportal-Überblick festhält. Die offizielle Nomination durch die SVP-Bundeshausfraktion für das offizielle Ticket ist für den 20. November angesetzt, ehe die Vereinigte Bundesversammlung die Ersatzwahl am 9. Dezember durchführen wird, wie unter anderem Fachmedien zur Agrarpolitik und die Berichterstattung von 20 Minuten dokumentieren.

Die Findungskommission unterbreitet der Fraktion vorab Vorschläge. Fraktionschef Thomas Aeschi, der im Jahr 2015 bereits als Kandidat auf dem offiziellen Dreierticket stand, betonte gegenüber Radio SRF, sich für ein Ticket mit mindestens mehreren Namen einzusetzen. In Bern wird intensiv diskutiert, wer das Amt übernehmen könnte, während die Partei mit strukturellen Fragen und regionaler Repräsentation konfrontiert ist. Der Kanton Zug wird bereits durch Verteidigungsminister Martin Pfister in der Landesregierung repräsentiert. Sollte Aeschi ebenfalls einziehen, hätte der Kanton bei rund 130 000 Einwohnern lediglich drei Sitze im Nationalrat, aber zwei im Bundesrat.

Nachfolge von Guy Parmelin – Franz Grüter verzichtet auf Bundesratskandidatur:

Welle von Absagen prominenter Parteikader in der Deutschschweiz

Während die Vakanz den politischen Druck erhöht, reiht sich in der Deutschschweiz eine Absage an die nächste. Der Luzerner Nationalrat Franz Grüter erklärte öffentlich, nach reiflicher Überlegung und Absprache mit seiner Familie nicht zu kandidieren. Grüter verwies darauf, dass ein Bundesrat kaum noch ein Privatleben habe und die ganze Familie diesen Preis bewusst mittragen müsse.

Neben Grüter erteilten zahlreiche weitere prominente Exponenten der Partei einer Kandidatur eine Absage. Der Solothurner Nationalrat Christian Imark sagte am Dienstag gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen ab und begründete dies ebenfalls mit der familiären Situation. Parteipräsident Dettling begründete seinen Verzicht darauf, dass sein Fokus auf dem Kampf gegen die neuen EU-Verträge und der Führung der Partei liege.

Céline Amaudruz und Rémy Wyssmann im offiziellen Rennen

Offiziell gemeldet beziehungsweise als Kandidaten im Rennen sind bislang die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz und der Solothurner Nationalrat Rémy Wyssmann. Amaudruz war die Erste, die ihre Kandidatur lancierte, und stilisierte diese zur Frage des nationalen Zusammenhalts hoch, wodurch sie betonte, dass es unvorstellbar sei, wenn keine französischsprachige Person auf dem Ticket lande. Damit setzte sie das Anliegen der Romandie kraftvoll auf die Agenda, wie die Neue Zürcher Zeitung analysiert.

Wyssmann ist seit Dezember 2023 im Nationalrat, und unter seiner Führung wurde die SVP im Jahr 2025 zur stärksten Kraft im Kanton Solothurn, was von Lukas Wilhelm, dem Präsidenten der Jungen SVP Kanton Solothurn, als Beleg für seine Stärke gewertet wurde. Sein Grossvater Walter Weber war Sekundarlauter, Gemeindepräsident von Derendingen und von 1971 bis 1987 Solothurner Ständerat.

SVP sucht Nachfolge für Bundesrat Guy Parmelin
Foto: NZZ

Weitere potenzielle Namen wie Thomas Matter, Benjamin Giezendanner und der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati wurden in Medienkreisen gehandelt oder prüfen den Schritt. So gab Thomas Matter gegenüber dem SonntagsBlick an, sich eine Kandidatur zu überlegen, nachdem er dies zuvor mit seiner Frau besprochen hatte. Auch der Zürcher Banker und Nationalrat Matter wird in diesem Zusammenhang als möglicher Anwärter genannt, während die Frist für die finalen Bewerbungen unmittelbar bevorsteht.

Das sagt Bundesrat Guy Parmelin zu seinem Rücktritt

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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