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Unterhaltung

Stefan Mross kritisiert SWR nach Absetzung von Immer wieder sonntags

Nach mehr als dreißig Jahren wurde die Musikshow „Immer wieder sonntagsvom SWR und der ARD abgesetzt.

Das unrühmliche Ende einer Ära im Ersten

Am 6. September 2026 lief die letzte reguläre Ausgabe der Musiksendung im Ersten. Nach mehr als 30 Jahren wurde die Musikshow abgesetzt. Stefan Mross hatte die Sendung 21 Jahre moderiert, über die Entscheidung des SWR zeigte er sich in den vergangenen Wochen immer wieder enttäuscht. Bereits in den Wochen vor der finalen Ausstrahlung hatte er seine Enttäuschung über das Vorgehen der Rundfunkanstalten öffentlich gemacht.

Die Spannungen entluden sich schließlich bei der After-Show-Party nach der letzten Ausgabe im Hotel „Santa Isabel“. Die After-Show-Party nach der letzten Ausgabe im Hotel „Santa Isabel“ verließ der Moderator Mross nach weniger als einer Stunde – mit scharfen Worten in Richtung der Verantwortlichen. Nach weniger als einer Stunde verließ der Moderator die Feierlichkeit vorzeitig und machte seinem Ärger gegenüber den Verantwortlichen lautstark Luft.””

„Ich habe immer zu euch gehalten“

Stefan Mross, Moderator, via T Online

Er habe nie ein schlechtes Wort über die ARD oder den SWR verloren. Er betonte, dass er niemals ein schlechtes Wort über die ARD oder den SWR verloren habe, da das Positive über die vielen Jahre hinweg überwogen habe. „Das war mir ganz, ganz wichtig, weil das Positive überwiegt. Das ist wie in einer Ehe. […] Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache.“ Doch das Finale und die Art und Weise der Trennung stießen ihm sauer auf. Insbesondere in Richtung von Clemens Bratzler, dem SWR-Programmdirektor Unterhaltung, äußerte er den Vorwurf, er sei vorgeführt worden, und kündigte an: Werde jetzt diesen Raum verlassen.

Clemens Bratzler verteidigt die Absetzung wegen des enormen Spardrucks

Inzwischen hat sich auch Bratzler zu Wort gemeldet und sich zur Wutrede von Stefan Mross geäußert. Der SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler trat der Kritik im Nachgang entgegen und zeigte gleichzeitig Verständnis für die emotionale Reaktion des langjährigen Aushängeschilds. Im Interview mit RadioBWSchlager1 räumte der SWR-Verantwortliche ein, dass die Entscheidung für Mross eine enorme Härte darstellte. Programmchef Clemens Bratzler beschrieb die Situation mit drastischen Worten.

„Das hat eine Brutalität für jemanden, der so für dieses Format gelebt hat.“

Stefan Mross kritisiert SWR nach Absetzung von Immer wieder sonntags
Photo: focus.de

Clemens Bratzler, SWR-Programmdirektor Unterhaltung, via T Online und Focus

Clemens Bratzler entschied, „Immer wieder sonntags“ abzusetzen. Dennoch verteidigte Bratzler den Schritt, der nach mehr als 30 Sendejahren das Aus für den Sonntagvormittagsklassiker besiegelte. Gleichzeitig stellte er klar, dass er die Entscheidung nicht allein getroffen habe. Es sei eine Abwägung gewesen, „an der viele im SWR und in der ARD beteiligt waren. Die Gesellschaft sagt zu Recht: Immer höhere Beiträge, das geht nicht, und dann muss man auch schwere Entscheidungen treffen.

Bratzler bezeichnete die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ nach 31 Jahren als „die schwierigste Entscheidung“ seit seinem Amtsantritt als Direktor. Gleichzeitig müsse der SWR wie die gesamte ARD den Spardruck berücksichtigen. Für Bratzler persönlich handelte es sich nach eigenen Angaben um den bisher schwierigsten Entschluss seit seinem Amtsantritt als Direktor. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Sender dem Moderator keine Plattform mehr bieten könne, da die Bühne steht erstmal nicht mehr zur Verfügung.

Persönliche Aussichten und der Blick nach vorn

Für Stefan Mross, der bald sein TV-Comeback bei RTL feiert, hat Bratzler trotz der Entscheidung persönliche Worte übrig: „Ich wünsche ihm wirklich alles, alles Gute und bin auch sicher, dass er weiter einen Weg finden wird, auch wenn diese Bühne jetzt erstmal für ihn nicht mehr zur Verfügung steht.“ Er hofft, dass Mross ihm die Absetzung „nicht persönlich übelnimmt“. Clemens Bratzler äußert sich zur Kritik von Stefan Mross. IMAGO / Arnulf Hettrich Trotz des heftigen Abschieds und der vorausgegangenen Spannungen richtete der SWR-Programmdirektor versöhnliche Worte an den scheidenden Entertainer. Er äußerte die Zuversicht, dass Mross seine Karriere fortsetzen wird und betonte, dass er hofft, dass Mross ihm die Absetzung nicht persönlich übelnehme. Für den Moderator öffnen sich ohnehin bereits neue Türen im Fernsehgeschäft, da demnächst ein TV-Comeback bei RTL ansteht. Obgleich das Kapitel im Ersten endgültig geschlossen ist und der Programmdirektor hofft, dass keine dauerhaften Ressentiments zurückbleiben, bleibt festzuhalten, dass der Abschied von den ARD-Bildschirmen von tiefen emotionalen Verwerfungen begleitet wurde.””

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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