SpaceX hat am 23. Oktober 2026 von der Vandenberg Space Force Base 27 Starlink-Breitbandsatelliten gestartet, nachdem wetterbedingte Verzögerungen drei vorherige Versuche verhindert hatten. Bei der Mission kam die bewährte Falcon-9-Erststufe B1063 bei ihrem 36. Flug zum Einsatz, womit der kalifornische Jahresrekord an Starts eingestellt wurde.
Die Schichtung von insgesamt 27 Kommunikationssatelliten startete am 23. Oktober 2026 von der US-Westküste. Laut Space.com verließ die Falcon-9-Trägerrakete die Startrampe Pad 4E (in Berichten auch als Space Launch Complex 4-East oder SLC-4E bezeichnet) der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien um 18:48 Uhr EDT (entsprechend 2248 GMT und 3:48 Uhr Ortszeit in Kalifornien), nachdem Tech Insider und Spaceflight Now zuvor ein Startfenster ab 3:14 Uhr PDT beziehungsweise 22:14 UTC vermeldet hatten.
Wetterbedingte Startverschiebungen und der erfolgreiche Lift-off
Der erfolgreichen Mission ging eine Serie von drei wetterbedingten Startabbrüchen voraus, die das Unternehmen nach Angaben von Spaceflight Now sowie Azcentral.com zu schaffen machten. Ursprünglich für den 20. Oktober 2026 vorgesehen, musste das Unternehmen den Countdown mehrfach verschieben. SpaceX begründete die Unterbrechungen offiziell mit ungünstigen Witterungsbedingungen, während der National Weather Service für das in Santa Barbara County gelegene Startgelände bewölkten Himmel mit leichten und variablen Winden vorhersagte.

Beim dritten Versuch am Donnerstagabend brach die Startleitung den Countdown kurz vor dem Abheben ab. Basenor berichtete unter Berufung auf NASASpaceflight, dass die Startcomputer einen automatischen Haltebefehl („HALT HALT HALT“) auslösten, während SpaceX die Live-Übertragung bereits öffentlich freigeschaltet hatte. Am Nachmittag des 23. Oktober (Freitag) öffnete sich schließlich das entscheidende Wetterfenster, nachdem Spaceflight Now anmerkte, dass der Start direkt nach dem Zitat des Launch Directors über schlechtes Wetter am Vortag nun glückte.”
Einsatz des Veteranen-Boosters B1063
Für den Transport der Satelliten in die Erdumlaufbahn setzte SpaceX auf den Erststufenbooster mit der Kennung B1063, der bereits eine intensive Einsatzgeschichte hinter sich hat. Für dieses Triebwerk markierte der Start seinen 36. Flug im Rahmen des Wiederverwendungsprogramms. Space.com hob hervor, dass derselbe Booster im November 2021 auch die NASA-Mission DART zur Asteroidenablenkung ins All befördert hatte.

Etwa zweieinhalb Minuten nach dem Abheben führte die erste Stufe gemäß den von Space.com beschriebenen Flugdaten ihren Haupttriebwerksstopp (MECO) sowie die Stufentrennung aus, während die zweite Stufe ihren Weg in den niedrigen Erdorbit fortsetzte. Kurz vor T+3 Minuten wurde die schützende Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten nach dem Start zündete B1063 seine Triebwerke für den Landebrennversuch und setzte etwa zwanzig Sekunden später kontrolliert auf dem im Pazifischen Ozean positionierten Drohnenschiff auf, wobei Space.com und Tech Insider den Namen „Natürlich liebe ich dich immer nochnannten (während Spaceflight Now parallel auf die dortigen Schiffseinsätze verwies).
Rekordjagd an der Westküste und nachlassende Falcon-9-Frequenz
Mit der erfolgreichen Mission am 23. Oktober erreichte der Weltraumbahnhof in Kalifornien insgesamt 71 Raumflüge im laufenden Jahr 2026. Damit stellte der Standort laut Angaben von Space Force Offizieren den Vorjahresrekord aus dem Jahr 2025 ein, wie Vcstar.com berichtete. Der darauffolgende, für den 26. Oktober anvisierte Start soll laut Vcstar.com mit einem Startfenster zwischen 21:45 Uhr und 1:45 Uhr die Marke auf 72 Missionen schrauben.

Trotz dieser lokalen Bestmarke verlangsamt sich das Gesamttempo der Falcon-9-Starts weltweit spürbar. Während Starlink-Missionen zu Spitzenzeiten laut Space.com alle zwei bis drei Tage starteten, liegen mittlerweile oft mehr als elf Tage oder sogar drei Wochen zwischen den einzelnen Flügen. Hintergrund dieser Verschiebung ist die schrittweise Fokussierung des Unternehmens auf das in der Entwicklung befindliche Starship-System, das laut Space.com größere Version-3-Satelliten aufnehmen kann.
Finanzielle Entwicklung und das Satellitennetzwerk im Orbit
Securities and Exchange Commission (SEC) legte SpaceX aktuelle Kennzahlen offen, die von Spaceflight Now zitiert wurden.
Die Gesamtzahl der jemals gestarteten Starlink-Satelliten beläuft sich laut den bei Keeptrack.space ausgewerteten Daten auf 13.015 Einheiten. Davon befinden sich laut aktuellen Bestandsdaten 11.144 Raumfahrzeuge im Orbit, von denen 11.129 aktiv arbeiten, während 1.871 Einheiten bereits ausgemustert wurden und in die Erdatmosphäre zurückgekehrt sind, was durch SEC-Unterlagen und Betreiberangaben über mehr als 11.100 aktive Satelliten ergänzt wird.
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