Škoda stellt mit dem Epiq ein neues, kompaktes Elektro-SUV vor, das ab Mai 2026 bestellbar ist. Das Modell soll mit einem geschätzten Einstiegspreis von rund 26.000 Euro den Volumenmarkt für Elektrofahrzeuge erschließen. Die Markteinführung wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, wobei das Fahrzeug im Volkswagen-Werk in Pamplona, Spanien, produziert wird.
Strategische Neuausrichtung im Elektro-Portfolio von Škoda
Mit der Einführung des Škoda Epiq reagiert der Automobilhersteller auf die steigende Nachfrage nach erschwinglichen Elektrofahrzeugen im Kompaktsegment. Das neue Modell wird innerhalb der Modellpalette unterhalb des Enyaq und des Elroq angesiedelt. Als City-SUV-Crossover zielt der Epiq darauf ab, die Lücke zwischen reinen Kleinwagen und größeren Elektro-SUVs zu schließen.
Die Entwicklung des Epiq ist Teil einer breiteren Konzernstrategie der Volkswagen-Gruppe. Das Fahrzeug gehört zur sogenannten Electric Urban Car Family
, die von drei Konzernmarken getragen wird. Das primäre Ziel dieser Initiative besteht darin, Elektroautos im Massenmarkt bezahlbar zu machen. Durch die Nutzung von Skaleneffekten innerhalb des Gesamtkonzerns sollen die Produktionskosten gesenkt und die Stückzahlen erhöht werden können.
Der Epiq basiert auf dem Showcar, das auf der IAA 2025 präsentiert wurde. In der Serienversion setzt Škoda konsequent auf die neue Designsprache Modern Solid
. Diese zeichnet sich durch klare Linien, ein robustes Erscheinungsbild und reduzierte Details aus. Ein markantes Merkmal der Frontpartie sind die ziselierten LED-Lichtelemente sowie senkrechte Stäbe in der Frontschürze, hinter denen sich aktive Lüftungsklappen befinden.
Technische Spezifikationen und aerodynamische Effizienz
Im Fokus der technischen Entwicklung steht die Effizienz, um die Reichweite bei einem kompakten Fahrzeugformat zu maximieren. Der Škoda Epiq weist eine Gesamtlänge von 4,17 Metern auf. Trotz der kompakten Abmessungen verspricht das Modell eine Reichweite von bis zu 430 Kilometern, sofern es mit dem großen Akku ausgestattet ist.
Ein wesentlicher Faktor für die Effizienz ist der Luftwiderstandsbeiwert. Der Epiq erreicht einen $c_w$-Wert von 0,275. Dieser Wert stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verbrenner-Modell Kamiq dar, der einen $c_w$-Wert zwischen 0,31 und 0,33 aufweist. Die Integration aktiver Lüftungsklappen in der Frontschürze trägt maßgeblich dazu bei, den Luftwiderstand zu reduzieren und die aerodynamische Performance zu optimieren.
Die Produktion des Modells erfolgt im Volkswagen-Werk in Pamplona, Spanien. Dort wird der Epiq gemeinsam mit seinen Schwestermodellen, dem VW ID. Polo und dem Cupra Raval, gefertigt. Diese gemeinsame Fertigungsbasis unterstreicht die Strategie des Konzerns, Plattformen über verschiedene Marken und Fahrzeugklassen hinweg zu teilen, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern.
Preisgestaltung und Marktwettbewerb
Der Preis des Škoda Epiq ist ein zentrales Element seiner Marktpositionierung. Škoda gibt einen Richtwert von rund 26.000 Euro für das Basismodell an, wobei es sich hierbei um vorläufige Angaben handelt. Damit positioniert sich das Fahrzeug als das bisher günstigste Elektroauto der Marke.
Diese Preisstrategie zielt direkt auf die Vergleichbarkeit mit etablierten Verbrenner-Modellen ab. Der Škoda Kamiq, das vergleichbare Modell im Segment der Verbrennungsmotoren, kostet in einer Basisversion mit 70 kW (95 PS) ebenfalls rund 26.000 Euro. Die angestrebte Preisparität zwischen Elektro- und Verbrenner-Modellen ist ein entscheidender Schritt, um die Akzeptanz der Elektromobilität in der breiten Käuferschicht zu erhöhen.
Die Markteinführung erfolgt in Phasen: Während die Bestellungen bereits im Mai 2026 möglich sind, wird der offizielle Handel im dritten Quartal 2026 erwartet. Der Erfolg des Epiq wird maßgeblich davon abhängen, ob die versprochene Kombination aus günstigen Anschaffungskosten, praktischer Ausstattung und der notwendigen Alltagstauglichkeit die Erwartungen der preisbewussten Käufer erfüllt.