Der schottische Milliardär und Philanthrop Sir Ian Wood ist am Sonntag, den 26. Juli 2026, im Alter von 84 Jahren friedlich in seinem Zuhause in Aberdeen verstorben. Wood transformierte ein Familienunternehmen für Bootsreparaturen zur globalen Wood Group und prägte als einer der reichsten Männer Schottlands maßgeblich die Nordsee-Ölindustrie.
Sir Ian Wood starb fünf Tage nach seinem 84. Er hinterlässt seine Ehefrau Lady Helen, mit der er 55 Jahre verheiratet war, drei Söhne – Garreth, Nic und Graham – sowie sieben Enkelkinder.
Aufstieg der Wood Group: Vom Fischereibetrieb zum Milliardenkonzern
Im Jahr 1967 übernahm er das Familienunternehmen John Wood & Son, einen Betrieb für Fischerei und Marineservices. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einem globalen Akteur in der Energiewirtschaft.
Wood erkannte früh das Potenzial der aufstrebenden Ölindustrie in der Nordsee und gründete eine separate Engineering-Gesellschaft, um diesen Markt zu bedienen. Im Jahr 1982 wurde die Wood Group als eigenständiges Unternehmen etabliert, das Logistik- und Bohrdienste weltweit anbot. Auf dem Höhepunkt wurde das Unternehmen auf mehr als 5 Milliarden Pfund bewertet.
Die finanzielle Entwicklung des Konzerns gipfelte im Jahr 2002 mit dem Börsengang und dem anschließenden Aufstieg in den FTSE 100. Als Wood 2006 als Chief Executive und 2012 als Chairman zurücktrat, war die Wood Group in über 50 Ländern aktiv und beschäftigte mehr als 42.000 Menschen. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen an eine Firma aus Dubai verkauft.
Vermögen und gesellschaftlicher Einfluss in Schottland
Sir Ian Wood gehörte zu den wohlhabendsten Personen des Landes. Im Mai 2026 wurde er zusammen mit seiner Familie auf dem Rich List der thenational.scot auf Platz drei Schottlands eingestuft, mit einem geschätzten Vermögen von 1,876 Milliarden Pfund.

Sein Einfluss reichte jedoch weit über das Finanzielle hinaus.
Die Wood Foundation und globales Engagement
Nach seinem geschäftlichen Rückzug konzentrierte sich Wood verstärkt auf philanthropische Projekte. Im Jahr 2007 gründete er die Wood Foundation, um soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu bekämpfen. Die Stiftung konzentriert sich insbesondere auf Projekte in Schottland sowie auf Landwirtschaft und Naturschutz in Ostafrika.
Zusätzlich zur Stiftung engagierte sich Wood in der wirtschaftlichen Entwicklung Nordost-Schottlands. Er leitete die Organisationen Opportunity North East und Energy Transition Zone Ltd, die durch eine Unterstützung aus der Wood Foundation ermöglicht wurden.
“Sir Ian Wood’s legacy is one of enterprise, leadership and generosity. He has helped shape modern Scotland, strengthened its economy, advanced its energy industry and demonstrated the profound difference that purposeful philanthropy can make,”
John Swinney, First Minister
Reaktionen und Ehrungen
Für seine Verdienste in der Öl- und Gasindustrie wurde Wood 1994 zum Ritter geschlagen. Später wurde er in den Order of the Thistle aufgenommen, den höchsten Ritterorden Schottlands.

“While many knew him as an entrepreneur, philanthropist and one of Scotland’s most influential business leaders, those closest to him will remember above all his kindness, generosity, determination and unwavering commitment to his family.”
The Wood Family, family
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