Am Mittwochmittag, dem 7. Oktober 2026, brach auf dem Balkon eines Wohn- und Geschäftshauses an der Rubernstrasse in Rothrist AG ein Brand aus. Eine 60-jährige Bewohnerin löschte die Flammen selbstständig, zog sich dabei jedoch Verbrennungen am rechten Oberarm zu und musste ins Spital gebracht werden.
Balkonbrand an der Rubernstrasse löst Grossaufgebot in Rothrist aus
Kurz nach 12 Uhr ging am Mittwochmittag bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung über einen Wohnungsbrand ein. Laut den Schilderungen waren zu diesem Zeitpunkt bereits Rauch und Flammen auf einem Balkon eines Gebäudes an der Rubernstrasse sichtbar gemäss Angaben der Kantonspolizei Aargau. Umgehend rückten mehrere Patrouillen der Kantonspolizei sowie die Feuerwehr Rothrist zum Einsatzort aus.
Sämtliche anwesenden Personen konnten das betroffene Gebäude selbstständig verlassen. Die 60-jährige Frau hatte die Flammen in Eigenregie bekämpft, trug dabei jedoch Verletzungen davon. Eine Ambulanz brachte sie zur Kontrolle in ein Spital.
Shadije A. über den schnellen Löscheinsatz mit Wasserkübeln
Die Bewohnerin, die bei ihrem Sohn zu Besuch war, schilderte die dramatischen Momente am Tag nach dem Vorfall. Sie hatte auf der Terrasse geraucht und die Zigarette ausgedrückt; nur wenige Minuten später brach das Feuer auf einer Sitzgruppe oder einem Tisch aus laut der Berichterstattung von Blick.
Als ich wieder in der Wohnung war und das Feuer entdeckte, habe ich sofort Eimer und Becken gefüllt und versucht zu löschen. Dabei habe ich mich am rechten Oberarm und auch an den Füssen verletzt.
Shadije A., Bewohnerin
Arbeiter, die sich im Freien befanden, bemerkten den Rauch ebenfalls und eilten herbei. Ein Helfer schlug mit Kissen auf die Flammen ein, um das Feuer endgültig zu ersticken wie die betroffene Frau gegenüber Medien erklärte. Sie sei froh, dass nichts Schlimmeres passiert sei und alle noch am Leben seien. Nach einer medizinischen Kontrolle im Spital durfte sie dieses mit einem kleinen Verband am Arm bereits wieder verlassen.

Kantonspolizei ermittelt zu unsachgemäss entsorgter Raucherware
Nach ersten Erkenntnissen steht nicht fachgerecht entsorgte Raucherware im Vordergrund der Untersuchungen.
Die Glut einer Zigarette kann Temperaturen von bis zu 1000 Grad erreichen, und selbst scheinbar erloschene Stummel können im Inneren noch Stunden später Brände auslösen warnt die BFB in ihren Präventionstipps. Besondere Vorsicht gilt auf Balkonen, da trockene Pflanzen, Karton, Kunststoffmöbel, Textilien oder Abfallsäcke einer glimmenden Zigarette ausreichend Brennstoff liefern können. Vor dem Entsorgen im Abfall sollten Zigarettenstummel vollständig ausgeglüht und nötigenfalls gewässert werden, wobei ein luftdichter und feuerfester Aschenbecher das sichere Ausglühen unterstützt.