Der Neuseeländer Ryan Fox hat die 154. Open Championship am Royal Birkdale gewonnen und damit seinen ersten Major-Titel errungen. Fox sicherte sich den Sieg mit einem Birdie am letzten Loch, womit er ein Gesamtergebnis von 10 unter Par erreichte. Mit einer Schlussrunde von 68 (2 unter Par) schlug er den Amerikaner Cameron Young knapp mit einem Schlag Vorsprung.
Ein dramatisches Finale am Royal Birkdale
Der 39-jährige Fox, Sohn des ehemaligen All-Blacks-Rugby-Internationalen Grant Fox, startete das Turnier eher verhalten und lag nach den ersten zwei Runden mit Par auf dem 52. Platz. Die Wende gelang ihm am Samstag, als er mit einer 62 den Allzeit-Rekord für die niedrigste Runde in einem Major-Turnier ausglich und sich so in die Position für den Sieg brachte.
Am Sonntag blieb das Finale spannend, wobei fünf verschiedene Spieler zu unterschiedlichen Zeitpunkten die Führung übernahmen. Fox bewies Nervenstärke und erzielte Birdies an den Löchern 13, 14, 16 und 18. Besonders entscheidend war das 12-Fuß-Birdie am finalen Loch, das ihm den Triumph bescherte. Damit ist Fox der dritte Neuseeländer, der einen Major-Titel gewinnt, und folgt in die Fußstapfen von Bob Charles, der bereits 1963 den Claret Jug gewann.
Herausforderungen für die Verfolger
Cameron Young verpasste den Sieg knapp. Er beendete seine Runde mit einer 64, war jedoch bereits über zwei Stunden vor dem Ende des Turniers fertig und beobachtete die Entwicklung von der Spitze aus.
Sam Burns, der nach 54 Löchern noch führte, konnte seinen Vorsprung von zwei Schlägen nicht halten. Burns, der aufgrund der vorgezogenen Geburt seiner Tochter kurzfristig am Turnier teilnahm, gelang es nicht, auf den letzten 12 Löchern ein Birdie zu setzen, und beendete das Turnier mit zwei Schlägen Abstand zum Sieger. Bemerkenswert war seine Leistung in der zweiten und dritten Runde: Mit einer 62 und einer 65 erzielte er ein Gesamtergebnis von 127 Schlägen über zwei Runden – der niedrigste Wert in der Geschichte der Herren-Majors.
Weitere Ergebnisse und bemerkenswerte Leistungen
Der amtierende Champion Scottie Scheffler belegte gemeinsam mit dem lokalen Favoriten Tommy Fleetwood den vierten Platz. Scheffler schloss mit einer 67 ab, während Fleetwood die Zuschauer mit einem Birdie-Birdie-Finish zur 68 begeisterte.
Bryson DeChambeau hingegen blieb hinter den Erwartungen zurück. Nach einer Zwei-Schlag-Strafe am Freitag, weil er angeblich seinen Lie verbessert hatte, verlor er am Sonntag durch ein Triple-Bogey am 11. Loch den Anschluss. Er belegte am Ende mit einer 72 den geteilten 14. Platz.
Statistiken und Meilensteine
Mit diesem Sieg verbucht Ryan Fox seinen zehnten weltweiten Erfolg. Sein bisher größter Titel vor diesem Triumph war die BMW PGA Championship im Jahr 2023. Zudem markiert er einen statistischen Meilenstein als einer der ältesten Erst-Major-Sieger: Er ist der älteste Spieler in dieser Kategorie seit Henrik Stenson, der vor zehn Jahren im Alter von 40 Jahren am Royal Troon gewann.
| Spieler | Ergebnis / Platzierung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ryan Fox | Sieg (10 unter Par) | Rekord-62 am Samstag; 3. Neuseeländer-Sieg |
| Cameron Young | 2. Platz | Schlussrunde 64 |
| Sam Burns | 3. Platz | Rekordwert über zwei Runden (127 Schläge) |
| Scottie Scheffler | geteilter 4. Platz | Defending Champion; Schlussrunde 67 |
| Tommy Fleetwood | geteilter 4. Platz | Heimspiel; Schlussrunde 68 |
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