Die Ölpreise sind am Montag gestiegen, nachdem Russland ukrainische Energieanlagen bombardiert hat. Die Märkte reagierten zudem auf Berichte über Angriffe auf saudi-arabische Flughäfen und bereiteten sich auf eine neue Woche mit US-Verbraucherdaten vor.
Die Rohölmärkte verzeichneten am Montag deutliche Kursgewinne, angetrieben durch erneute Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur und wachsende geopolitische Risiken im Nahen Osten. Der globale Benchmark Brent crude legte um 1,84 Prozent zu und schloss bei 106,65 US-Dollar je Barrel, wie die Berichterstattung von Eurasia Business News zeigt. Gleichzeitig stieg US-Öl der Sorte West Texas Intermediate um 2,06 Prozent auf 93,74 US-Dollar je Barrel.
Die Preissteigerungen hoben den gesamten Energiesektor nach oben. An den US-Börsen selbst schlossen die Indizes uneinheitlich: Während der Dow Jones Industrial Average leicht zulegte, gaben technologielastige Indizes wie der Nasdaq Composite nach.

Zweifel am russisch-ukrainischen Energie-Waffenstillstand
Die Marktdynamik wurde stark von den Entwicklungen in Osteuropa beeinflusst. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Moskau und Kiew hätten sich auf einen energy ceasefire
verständigt, was das Ende gegenseitiger Angriffe auf Energieanlagen bedeuten sollte.
Die Ankündigung verlor jedoch rasch an Glaubwürdigkeit. Händler blickten auf die Situation am Energiemarkt, während an den US-Märkten Feiertagsstimmung herrschte, da US-Anleihemärkte wegen des Columbus Day geschlossen waren, der von einigen als Indigenous Peoples’ Day begangen wird. Diesel-Futures gaben im Tagesverlauf frühere Verluste wieder ab und trugen zur Dynamik bei.
Infolgedessen blieben Händler skeptisch, ob das Abkommen zu einer dauerhaften Entlastung der globalen Versorgungslage führen kann. Experten weisen darauf hin, dass die angekündigten Lieferpläne zwar helfen könnten, die Verknappung bei raffinierten Kraftstoffen zu mildern, sie jedoch weder die Risiken bei der Rohölversorgung direkt lösen noch eine ununterbrochene Schifffahrt durch wichtige Wasserstraßen garantieren.
Geopolitischer Risikoprämienaufschlag durch Angriffe auf Saudi-Arabien
Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Notierungen durch Berichte über Gewalt im Nahen Osten. Die Angriffe reflektierten einen wachsenden geopolitischen Risikoprämienaufschlag nach einer Serie von Attacken gegen das Königreich.
Die Risikoaufschläge stiegen spürbar an, was den Aufwärtstrend der Notierungen stützte, während Händler weltweit auf der Hut vor den Spannungen im Nahen Osten blieben. Oktober 2026:
| Öl-Benchmark | Schlusskurs (12. Oktober 2026) | Tägliche Veränderung |
|---|---|---|
| Brent crude | 106,65 US-Dollar je Barrel | +1,84 % |
| West Texas Intermediate | 93,74 US-Dollar je Barrel | +2,06 % |
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