Der südkoreanische Boyband-Gigant BTS hat am 26. Mai 2026 eine globale Partnerschaft mit Oreo gestartet, die jedoch durch einen bizarren Vorfall in einem texanischen Nachrichtensender überschattet wird. Während die Band eine Hotteok-inspirierte Kekslimitierung vorstellte, behauptete der Moderator James Eppler live im Fernsehen fälschlicherweise, die Keksdesigns würden eine Botschaft gegen die USA enthalten.
Es war eigentlich ein Moment, der für maximale Positivität und globalen Marketing-Hype geplant war. Laut Billboard präsentierte BTS eine Zusammenarbeit, die weit über ein simples Branding hinausgeht. Die neuen Limited-Edition-Oreos bringen ein Stück südkoreanische Kultur in die Snackboxen von Millionen Menschen: Die Füllung ist dem traditionellen Straßenessen Hotteok nachempfunden, einem mit braunem Zucker gefüllten Pfannkuchen, der für die Bandmitglieder eine tiefe Kindheitserinnerung darstellt.
Die Details der Kollaboration zeugen von einem fast obsessiven Fokus auf die Fanbase, die sogenannte ARMY. Die Waffeln sind in der für BTS charakteristischen Farbe Lila gehalten und mit 13 verschiedenen Designs versehen, die das 13-jährige Bestehen der Gruppe feiern. Drei dieser Kekse enthalten zudem eine spezielle Botschaft an die Fans.
„Es ist eine große Ehre, dass Oreo die erste Snackmarke ist, mit der wir global zusammenarbeiten.
BTS
Die Kampagne ist massiv angelegt und soll in über 80 Märkten weltweit ausgerollt werden. Ab dem 1. Juni beginnt der Vorverkauf über die offizielle Webseite, während der reguläre Einzelhandel am 8. Juni folgt. Um die emotionale Bindung zu verstärken, integrierte Oreo einen QR-Code auf den Verpackungen, über den Fans digitale Liebesbriefe an RM, Jin, SUGA, j-hope, Jimin, V und Jung Kook schreiben können.
Der „Tod für Amerika“-Vorfall bei FOX 34
Doch was als harmlose Popkultur-News begann, verwandelte sich in einem Studio in Texas in einen PR-Albtraum. Während eines Segments bei FOX 34 Lubbock diskutierte der Moderator James Eppler mit seinen Kollegen über die neuen Kekse. Die Stimmung war zunächst leicht und heiter, bis Eppler eine Behauptung aufstellte, die seine Co-Moderatoren sichtlich schockierte.

Eppler, der neben seiner Tätigkeit als Nachrichtensprecher auch als Professor an der Texas Tech Universität tätig ist, behauptete plötzlich, dass die 13 Gravuren auf den lila Waffeln, wenn man sie richtig zusammensetzt, eine politische Botschaft ergeben würden. Laut dem New York Post erklärte Eppler live im Äther, die Designs würden die Worte „Tod für Amerika“ buchstabieren.
Die Reaktion im Studio war eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Verwirrung. Während Eppler die Aussage kurz darauf lachend als Witz abtat und versuchte, den Kommentar zurückzunehmen, war der Schaden bereits angerichtet. Die Behauptung war nicht nur faktisch falsch, sondern in einem Kontext, der sich ausschließlich um Süßigkeiten und K-Pop drehte, vollkommen deplatziert.
Zwischen Xenophobie und Popkultur: Die Reaktion der ARMY
In der digitalen Welt der ARMY gibt es kaum eine Macht, die schneller mobilisiert. Wie TMZ berichtete, wurde Eppler in den sozialen Medien sofort mit einer Welle der Entrüstung überrollt. Die Fans werfen dem Moderator nicht nur Unprofessionalität vor, sondern sehen in dem „Witz“ ein Muster aus Ignoranz und Xenophobie.

Die Kritik ist scharf: Viele Nutzer forderten eine öffentliche Entschuldigung oder gar die sofortige Kündigung Epplers. Ein Fan kommentierte online, dass es im Journalismus keinen Raum für Vorurteile oder Rassismus gebe und Eppler seine Plattform verliere, wenn er unfähig sei, Nachrichten ohne solche Untertöne zu präsentieren.
Die Absurdität des Vorfalls liegt in der Diskrepanz zwischen der Realität des Produkts – einer Hommage an koreanische Traditionen – und der paranoiden Unterstellung einer anti-amerikanischen Verschwörung. Oreo selbst beschrieb die Zusammenarbeit als „tief bedeutsam“, da die Band ein Stück ihres koreanischen Erbes in einen weltweit bekannten Keks integriert habe.
Ein Rekordjahr 2026 für BTS
Der Vorfall in Texas wirkt wie ein isoliertes Relikt eines alten Denkens, während BTS im Jahr 2026 eine beispiellose kommerzielle und künstlerische Dominanz ausübt. Die Band kehrte bereits im März mit dem Album Arirang auf die Musikbühne zurück, das sofort die Spitze der Billboard 200 stürmte und mit dem Song „Swim“ den siebten Nummer-eins-Hit in den Billboard Hot 100 produzierte.
Die aktuelle Woche markiert zudem einen absoluten Höhepunkt ihrer Karriere. BTS fegte über die American Music Awards 2026 hinweg und gewann alle drei Kategorien, für die sie nominiert waren, einschließlich der prestigeträchtigen Auszeichnung als Artist of the Year.

Die strategische Ausrichtung von Oreo, die Marketing-Chef Matt Foley als eine Vereinigung von „gemeinsamer Leidenschaft“ beschrieb, zielt genau auf diese globale Omnipräsenz ab. Dass ein lokaler Nachrichtensprecher versucht, diese Brücke zwischen den Kulturen mit einem politisch aufgeladenen Witz zu sabotieren, unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen globaler Popkultur und lokalem Nationalismus.
Während Eppler und sein Sender FOX 34 bisher keine offiziellen Statements zu den Forderungen nach seiner Entlassung abgegeben haben, bleibt die Partnerschaft zwischen BTS und Oreo ein Paradebeispiel für modernes, kulturelles Branding. Die Frage ist nun, ob die Station den Vorfall als unglücklichen Versprecher verbucht oder ob der Druck der global vernetzten Fangemeinde eine personelle Konsequenz erzwingt.