Nach einem schweren Raketenangriff auf den King Khalid International Airport in Riad am Samstag, der zwölf Menschen das Leben kostete und über 300 Verletzte forderte, schlug am Sonntag ein weiteres Projektil in dem saudi-arabischen Hauptstadtflughafen ein und tötete einen Menschen.
Tödliche Eskalation am King Khalid International Airport
Am Samstag traf ein verheerender Schlag den Passagierbereich des King Khalid International Airport, wobei nach offiziellen Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet und mehr als 300 Personen verletzt wurden und einige in kritischem Zustand in Krankenhäuser gebracht wurden. Videoaufnahmen zeigten Ambulanzfahrzeuge auf dem Flughafengelände. Die Behörden verzeichneten infolge der Ereignisse weitreichende Flugausfälle und -annullierungen.
Kaum 24 Stunden später, am Sonntagnachmittag, wurde der Flughafen von einem weiteren Projektil getroffen. Dabei kam ein pakistanischer Staatsangehöriger ums Leben, während elf weitere Menschen Verletzungen erlitten, wie die Allgemeine Zivilluftfahrtbehörde und das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis bestätigten. Eine Passagierhalle erlitt durch den Einschlag Sachschaden und Feuer brach aus. Nach Angaben des Sprechers der Militärkoalition, Generalmajor Turki al-Maliki, fingen die saudi-arabischen Luftverteidigungen zudem eine Marschflugkörper in der Nähe des Flughafens ab. Der saudi-led coalition zufolge wurde ein weiteres Projektil in der Nähe des King Fahd International Airport in Dammam registriert, der in den vergangenen Tagen als wichtige Ausweichroute diente. Schulen in Riad wurden vom Bildungsministerium für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt.
Huthi-Miliz bekennt sich zu den Angriffen
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen bekannten sich zu der Serie von Angriffen. Der militärische Sprecher der Gruppe, Brigadegeneral Yahya Saree, erklärte, die Miliz habe den Flughafen mit einer Mischung aus ballistischen und Marschflugkörpern sowie Drohnen ins Visier genommen. Zudem seien Ölanlagen und der Flughafen in Dammam im Osten des Landes attackiert worden. Die Rebellen bekräftigten, dass jegliche Flughäfen und der Luftraum Saudi-Arabiens mit Ausnahme der heiligen Stätten in Mekka und Medina potenzielle Ziele darstellen. Sie kündigten an, auf Blockaden mit Gegenblockaden und auf Eskalation mit weiterer Eskalation zu reagieren.
Die Huthi sprachen eine Warnung an internationale Fluggesellschaften und Reisende aus, den saudi-arabischen Luftraum zu meiden. Das jemenitische Außenministerium unter Houthi-Kontrolle erklärte, die Operationen seien eine direkte Reaktion auf das saudische Bombardement jemenitischer Ziele und würden nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit fortgesetzt.

Reaktionen internationaler Staatschefs und Washingtons Prüfen möglicher Schritte
Die internationalen Reaktionen auf die Angriffe fielen scharf aus. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu den Vorfällen und kündigte an, die Situation zu bewerten und bezüglich möglicher Beteiligungen an den Schlägen gegen die Rebellen rasch Entscheidungen zu treffen.
US-Außenminister Marco Rubio verurteilte die Angriffe als reprehensible und betonte, dass sie demonstrate a blatant disregard for innocent civilian life
. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting kritisierte die Taten als verwerflich und gefährlich, während das französische Außenministerium seine vollständige Solidarität mit Saudi-Arabien bekundete. Der kanadische Premierminister kritisierte die Vorfälle auf der Plattform X als abscheulich. Unterdessen stellte der Schulbetrieb in Riad auf Fernunterricht um, und die US-Botschaft rief alle US-Bürger auf, das gefährdete Flughafenareal und seine Umgebung dringend zu meiden.
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