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Technik und Wissenschaft

Mitteldeutschland: Gruselige Forschung in Museen und Laboren

Wissenschaft in Mitteldeutschland reicht von ägyptischen Mumien in Leipzig und Gotha über verknotete Rattenkönige in Altenburg bis hin zu Extremen wie der Reichen Zeche in Freiberg und schalltoten Räumen an der TU Dresden, wie Berichte zum 31. Oktober 2026 zeigen.

Wer an Forschung denkt, hat selten das Herzogliche Museum Gotha oder das Ägyptische Museum der Universität Leipzig im Kopf. Doch genau dort finden sich laut MDR-Berichten klassische Mumien. Während das Museum in Gotha antike Kunstschätze zeigt, widmet sich das Leipziger Institut dem Totenkult im alten Ägypten.

Rattenkönige im Naturkundemuseum Mauritianum in Altenburg

Eine Nummer schärfer präsentiert sich die Natur. Im Naturkundemuseum Mauritianum in Altenburg lässt sich die Mumie eines Rattenkönigs besichtigen. Das Museum ist dienstags bis sonntags kostenfrei zugänglich.

Rattenkönige gelten laut Berichten als biologische Rarität. Sie bestehen aus mehreren Tieren, deren Schwänze ineinander verknotet oder verklebt sind. Dies geschieht, wenn Nager auf engstem Raum zusammenleben und ihre Greifreflexe greifen. Körperflüssigkeiten wie Blut tragen dazu bei, dass sich die Tiere nicht mehr befreien können und verenden.

Ethische Fragen in anatomischen Sammlungen

Nicht jede Sammlung sieht es gerne, wenn ihre Exponate als Gruselgrundlage dienen. In Jena wird gegenüber MDR Wissen auf ethische Gründe verwiesen. Ein respekt- und würdevoller Umgang stehe im Vordergrund, da die Stücke der Aufklärung und nicht als Halloween-Dekoration dienen sollen.

Die Meckelschen Sammlungen in Halle lassen sich lediglich im Rahmen vorab gebuchter Führungen besichtigen. Die Anatomische Sammlung in Jena öffnet mittwochs und sonnabends, bleibt an Feiertagen jedoch geschlossen.

Forschungsbergwerk Reiche Zeche und Schockwellenlabor in Freiberg

Indirekter Grusel wartet unter der Erde. An der TU Bergakademie Freiberg wird im Forschungsbergwerk der Reichen Zeche geforscht. 145 Meter unter Tage betreibt die Institution ein Schockwellenlabor. Dort finden kontrollierte Explosionen zur Materialforschung statt, wie MDR berichtet. Die Anlage lässt sich im Rahmen von Erkundungstouren von Mittwoch bis Sonnabend nach vorheriger Buchung besuchen.

Schalltote Räume und Hallräume an der TU Dresden

Akustische Extreme bietet die TU Dresden. Im Hallraum wird laut den Recherchen eine Nachhallzeit von zehn Sekunden erreicht. Noch weiter geht der schalltote Raum, der offiziell als reflexionsarmer Raum geführt wird.

Besuche in den Dresdner Spezialräumen sind unter anderem während der Langen Nacht der Wissenschaft möglich, deren nächster Termin auf den 2. Juli 2027 fällt.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.