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Missouri court blocks Trump-backed US House map and orders it to be put to a vote

Missouri’s Supreme Court unanimously blocked a Trump-backed congressional map from being used in the November 2026 general election, ordering a statewide vote on the redistricting plan. Attorney General Catherine Hanaway called the ruling an unprecedented crisis, while state officials prepare for a high-stakes legal battle.

Der Beschluss des Obersten Gerichtshofs und die Folgen für Missouri

Der Supreme Court von Missouri hat am Donnerstag in einer einstimmigen Entscheidung neue, von US-Präsident Donald Trump unterstützte Kongresswahlbezirke für die bevorstehenden Wahlen im November gestoppt. Die Richter ordneten stattdessen an, dass die Wählerschaft in einer landesweiten Abstimmung über die neuen Grenzziehung entscheiden muss. Die Maßnahme bedeutet einen herben Rückschlag für die Republikaner, die gehofft hatten, durch die veränderten Wahlkreise einen zusätzlichen Sitz zu gewinnen und ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus abzusichern, wie Associated Press berichtete.

Die Neugliederung war zwar bereits bei den Vorwahlen im August zur Anwendung gekommen. Doch nach dem Urteil des obersten Staatsgerichts dürfen diese Bezirke im November – und künftig überhaupt nicht mehr – genutzt werden, es sei denn, die Wähler bestätigen die vom republikanisch geführten Parlament verabschiedeten Bezirke zuvor an der Urne. Bis dahin bleibt laut dem Gericht der nach dem Zensus von 2020 festgelegte Kongresswahlplan in vollem Umfang für die Parlamentswahl im November 2026 in Kraft, wie aus dem Urteilsspruch hervorgeht.

Konstituierende Krise und scharfe Reaktionen der Justiz

Die Reaktion der Landesregierung folgte umgehend. Die republikanische Attorney General Catherine Hanaway kündigte an, den Fall sofort vor den US Supreme Court zu bringen. Sie bezeichnete den Spruch des Staatsgerichts als einen beispiellosen Verstoß gegen Bundesrecht und erklärte, dass der Richterspruch has thrust our state into a full‑fledged constitutional crisis.

Never before in American history has a court overturned a congressional map after a primary and before a general election. This unprecedented decision clearly violates federal law and has thrust our state into a full‑fledged constitutional crisis. Catherine Hanaway, Attorney General von Missouri, über Associated Press

Missouri court blocks Trump-backed US House map and orders it to be put to a vote
Photo: twincities.com

Der juristische Streit entzündete sich an der Frage, ob ein von Bürgern getragenes Referendum auf Gesetze zur Kongressneugliederung anwendbar ist. Im vergangenen Dezember hatten Gegner des Plans mehr als 300.000 Unterschriften eingereicht, um eine Volksabstimmung zu erzwingen. Der republikanische Secretary of State Denny Hoskins hatte die Petition am Tag der Vorwahlen im August mit der Begründung zurückgewiesen, dass das Referendumsverfahren für Kongresskarten unzulässig sei. Ein niedrigeres Gericht gab ihm zunächst recht, doch der Supreme Court hob diese Entscheidung auf und befand, dass die Unterschriftensammlung legal, sufficient, and timely war.

Das Ringen um den Wahlbezirk von Emanuel Cleaver

Im Zentrum des politischen Streits stand vor allem der 5. Kongresswahlbezirk, der traditionell vom demokratischen Abgeordneten Emanuel Cleaver gehalten wird. Nach Trumps Aufruf zur Neugliederung hatte Gouverneur Mike Kehoe die Gesetzgeber im vergangenen Jahr in eine Sondersitzung gerufen, um den Bezirk so umzuformen, dass er ländliche und stark republikanisch geprägte Regionen einschließt. Schätzungen der Associated Press zufolge waren rund 59 Prozent der Wähler in dem neu zugeschnittenen Gebiet bisher nicht Teil dieses Wahlkreises.

Missouri Senate passes Trump-backed plan that could help Republicans win an additional US House seat

Cleaver, der in den vergangenen Wahlen jeweils mindestens 60 Prozent der Stimmen in dem auf Kansas City ausgerichteten Gebiet geholt hatte, gab sich trotz der Unwägbarkeiten kämpfend. Sein republikanischer Konkurrent Rick Brattin, ein Marine-Veteran und founding member des konservativen Missouri Freedom Caucus, war im August als Sieger aus den Vorwahlen des umstrittenen Bezirks hervorgegangen und hatte kritisiert, dass Cleaver die konservativen Werte der erweiterten Region nicht vertrete.

Weitere juristische Schlachten um Bürgerinitiativen

Neben dem Streit um die Wahlkreise traf das Oberste Gericht am selben Tag eine zweite Entscheidung gegen den Secretary of State. Die Richter urteilten, dass Hoskins auch eine Petition für einen weiteren Verfassungszusatz zu Unrecht abgelehnt hatte. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, es Politikern künftig schwerer zu machen, von Wählern durch Bürgerinitiativen beschlossene Maßnahmen eigenmächtig abzuändern. Auch diese Initiative muss nun im November auf dem Stimmzettel stehen, nachdem die Gruppe Respect Missouri Voters rechtliche Schritte eingeleitet hatte, um die Behinderung des Wählerwillens zu stoppen.

Missouri court blocks Trump-backed US House map and orders it to be put to a vote
Photo: theepochtimes.com

Mit den Entwicklungen in Missouri reiht sich der Bundesstaat in eine landesweite Welle von Prozessen ein. In mehr als einem Dutzend Staaten wurde im Zuge der von Washington angestoßenen Neugliederungen geklagt, wobei Republikaner in Staaten wie Texas, Louisiana und Tennessee ebenfalls um Mehrheiten ringen, während Gerichte und Wähler in anderen Regionen wie Kalifornien und Missouri den parteipolitischen Manöverschritten rechtliche Grenzen setzen.

GOP gets big redistricting win; Missouri court allows Trump-backed House map to be used in midterms
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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