Am Samstag, 31. Mai 2026, explodierte ein Meteorit in 64 Kilometern Höhe über dem Nordosten der USA mit einer Sprengkraft von rund 300 Tonnen TNT und löste eine Druckwelle aus, die Häuser erschütterte und Anwohner in Alarmbereitschaft versetzte.
Meteorit über Massachusetts: Feuerball und Druckwelle erschüttern Neuengland
Ein Meteorit ist am Samstagnachmittag (Ortszeit) über dem Nordosten der USA explodiert und hat mit einer Energie von etwa 300 Tonnen TNT eine gewaltige Druckwelle ausgelöst. Die US-Raumfahrtbehörde NASA bestätigte, dass der Himmelskörper in einer Höhe von rund 64 Kilometern über Massachusetts und dem Südosten von New Hampshire zerbarst. Der Vorfall sorgte in mehreren Bundesstaaten für Aufsehen, nachdem ein lauter Knall Fenster zum Beben brachte und Gebäude erschütterte.
Laut NASA bewegte sich der Meteorit mit einer Geschwindigkeit von über 120.000 Kilometern pro Stunde, bevor er in der Atmosphäre zerbrach. Die freigesetzte Energie entsprach der Sprengkraft von 300 Tonnen TNT, ausreichend, um eine deutliche Druckwelle zu erzeugen. Die US-Erdbebenwarte prüfte zunächst, ob es sich um seismische Aktivität handeln könnte, fand jedoch keine Hinweise auf ein Erdbeben. Stattdessen führten Experten die Erschütterungen auf die Explosion des Meteoriten zurück.
Feuerball am Taghimmel: Satelliten und Augenzeugen dokumentieren das Ereignis
Der Meteorit hinterließ einen ungewöhnlich hellen Feuerball, der sogar von Wettersatelliten der US-Wetterbehörde NOAA aus dem All aufgezeichnet wurde. Die American Meteor Society bestätigte, dass es sich um einen besonders großen Feuerball handelte. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, der Häuser zum Wackeln brachte und in sozialen Medien für Verwunderung sorgte. Einige Anwohner schilderten, ihre Häuser hätten kurz gewankt, während andere von einem dumpfen, explosionsartigen Geräusch sprachen.
„Ich war draußen in Framingham mit meinem Hund. Ich hörte und spürte zwei riesige Explosionen. Ich spürte die Stoßwelle – das war auf keinen Fall Donner“, sagte ein Augenzeuge gegenüber lokalen Medien. Ein weiterer Zeuge beschrieb das Erlebnis als ähnlich einer Explosion: „Ich dachte, es könnte eine Detonation von dem Kraftwerk nebenan gewesen sein.
Videos, die auf der Plattform X geteilt wurden, zeigen die Auswirkungen der Druckwelle: In Stoneham, Massachusetts, ist auf einer Türkamera zu sehen, wie die Wände durch den Knall erschüttert werden. Die NASA betonte, dass es sich um einen natürlichen Meteorit handelte und nicht um Weltraumschrott oder einen Satelliten.
Keine Verletzten, aber Verwirrung und Notrufe
Trotz der starken Druckwelle blieben die Folgen des Vorfalls im Vergleich zu größeren Meteoriten-Ereignissen wie dem Tscheljabinsk-Meteor von 2013 begrenzt. Damals explodierte ein Himmelskörper über Russland mit einer Energie von etwa 440.000 Tonnen TNT und verletzte über 1.600 Menschen. Im aktuellen Fall wurden zunächst keine Verletzten oder größeren Schäden gemeldet. Dennoch lösten die ungewöhnlichen Ereignisse in Neuengland eine Welle von Notrufen aus, da viele Anwohner zunächst an ein Erdbeben, eine industrielle Explosion oder sogar ein militärisches Manöver dachten.
Die American Meteor Society schätzt, dass der Meteorit etwa einen Meter im Durchmesser maß – deutlich größer als die meisten Feuerbälle, die tagsüber sichtbar sind. Die NASA erklärte, dass solche Ereignisse zwar selten, aber nicht ungewöhnlich seien. Die meisten Meteoriten verglühen harmlos in der Atmosphäre, doch größere Fragmente können wie in diesem Fall eine spürbare Druckwelle erzeugen.
Wissenschaftliche Einordnung: Warum passiert das?
Meteoriten sind Fragmente aus dem Weltall, die mit extrem hoher Geschwindigkeit – oft zwischen 25.000 und 160.000 Kilometern pro Stunde – in die Erdatmosphäre eintreten. Die meisten sind so klein, dass sie vollständig verglühen, ohne die Erdoberfläche zu erreichen. Größere Objekte wie der aktuelle Meteorit dringen tiefer in die Atmosphäre ein, bevor sie zerbrechen. Durch den plötzlichen Widerstand der Luft erhitzen sie sich stark, zerfallen und setzen dabei eine enorme Energie frei – in diesem Fall vergleichbar mit der Explosion von 300 Tonnen TNT.

Die NASA betont, dass solche Ereignisse zwar beeindruckend, aber selten gefährlich sind. Dennoch unterstreichen sie die Bedeutung von Überwachungssystemen wie Satelliten und meteorologischen Netzwerken, um solche Phänomene frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung zu informieren.
Was kommt als Nächstes?
Die NASA und andere Forschungseinrichtungen werden die Daten des Ereignisses weiter analysieren, um mehr über die Zusammensetzung und Herkunft des Meteoriten zu erfahren. Sollten Fragmente des Himmelskörpers auf der Erde gefunden werden, könnten sie wertvolle Hinweise auf die Entstehung des Sonnensystems liefern. Bis dahin bleibt der Vorfall ein spektakuläres, aber glücklicherweise harmloses Beispiel dafür, wie dynamisch unser Sonnensystem ist – und wie nah wir manchmal an den Sternen stehen.