Herzogin Meghan hat erklärt, dass jahrelanger Abstand zu ihrem Vater Thomas Markle Sr. zum Schutz ihrer Kinder dienen sollte. Nach Angaben von Medienberichten wurden in dessen früherem Haus in den Philippinen kinderpornografische Aufnahmen entdeckt, während die britische Polizei interne Prüfungen zu einem Warnbrief aus dem Jahr 2018 einleitet.
Die jahrelange Entfremdung zwischen Herzogin Meghan und ihrem Vater Thomas Markle Sr. steht nach neuen Enthüllungen über mutmaßliche Straftaten in einem völlig neuen Licht. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung äußerte sich die Ehefrau von Prinz Harry „tief bestürzt“ über die Berichte, wonach in einem früheren Anwesen ihres Vaters in den Philippinen verbotenes Material gefunden worden sein soll, wie unter anderem von CBC berichtet wurde.”
Die Herzogin betonte, dass ihre Entscheidung, keinen Kontakt zwischen ihrem Vater und ihren Kindern zuzulassen, rein präventiven Gründen geschuldet war. Meghan erklärte in ihrem Statement, das unter anderem von The Guardian dokumentiert wurde: „Ich hoffe, dass nun verstanden werden kann, dass jegliche Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu erlauben, trotz der Verzerrungen durch gewisse Medienberichte über die Jahre nur einen Grund hatte: sie zu beschützen.
Der Fund auf den Philippinen und die Rolle von Thomas Markle Jr.
Auslöser der aktuellen Ermittlungen und der weltweiten Berichterstattung waren Funde, die der Halbbruder der Herzogin, Thomas Markle Jr., bei Aufräumarbeiten gemacht haben will. Demnach entdeckte der 60-Jährige im Sommer dieses Jahres in vier Kartons im Haus seines Vaters in Cebu eine große Menge mutmaßlicher Missbrauchsdarstellungen. Gegenüber der britischen Zeitung The Sun schilderte er, dass er die Funde unter anderem der Bundespolizei FBI sowie den Behörden vor Ort gemeldet habe.
Thomas Markle Jr. sagte gegenüber The Sun: „Ich habe ihn jahrelang unterstützt, mich um ihn gekümmert und ihm geholfen – aber damit ist jetzt Schluss, ich werde nie wieder mit meinem Vater sprechen, es sei denn, ich werde als Zeuge gegen ihn vorgeladen.
🚨🇬🇧 Schwere Vorwürfe gegen den Vater von Herzogin Meghan (45). Thomas Markle Sr. (82) soll auf den Philippinen eine große Menge an Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zurückgelassen haben. Gefunden haben will das Material ausgerechnet sein eigener Sohn Thomas Markle Jr.… pic.twitter.com/gWBaBUPzgS
Thomas Markle Sr., der 82 Jahre alt und früher als Kamera- und Lichtregisseur im Fernsehen tätig war, hat die Vorwürfe umgehend und vehement zurückgewiesen. In Stellungnahmen gegenüber britischen Medien bezeichnete er die Anschuldigungen als „kranke Lügen“ und betonte, er habe niemals derartige Dateien besessen, wie unter anderem von CBS News festgehalten wurde.”
Die Briefe aus dem Jahr 2018 und die Reaktionen von Scotland Yard
Im Zentrum der juristischen und polizeilichen Aufarbeitung steht zudem ein Vorgang aus dem Jahr 2018. Damals wurde kurz nach der Hochzeit von Meghan und Prinz Harry ein Schreiben an den Royalty and Specialist Protection Command der Londoner Metropolitan Police übergeben. Die britischen Behörden leiteten den Inhalt damals an die Herzogin weiter. In ihrer aktuellen Erklärung bestätigte sie, dass dieses Dokument „beunruhigende und verstörende Vorwürfegegen ihren Vater enthalten habe und ihr damals versichert worden sei, dass diesen Hinweisen nachgegangen werde.

Die Metropolitan Police erklärte laut Berichten von BBC, dass gegen den 82- derzeit zwar kein eigenes, direktes Ermittlungsverfahren der Londoner Polizei laufe, jedoch interne Prüfungen zur Handhabung des damaligen Schreibens und der beteiligten Beamten eingeleitet worden seien.
Gesundheitlicher Zustand und internationale Ermittlungen
Der betagte Brite, der nach einem Schlaganfall und Komplikationen im Zusammenhang mit einem Blutgerinnsel im vergangenen Jahr in den Philippinen sein linkes Bein amputieren lassen musste, befindet sich derzeit in den USA zur Rehabilitation in einem Zentrum in Florida. Laut Berichten von NBC News hat das FBI bestätigt, dass man über die Vorwürfe informiert sei und den Behörden auf den Philippinen jegliche erforderliche Unterstützung anbiete.
Die Enthüllungen werfen ein gänzlich neues Licht auf jahrelange Schlagzeilen über familiäre Zerwürfnisse und öffentliche Vorwürfe. Während Experten wie Professorin Pauline Maclaran gegenüber Newsweek anmerkten, dass die distanzierte Haltung der Herzogin zu ihrem Vater nun in einem anderen Kontext erscheine, betonte Meghan in ihrem Statement abschließend, dass Gerechtigkeit für die Opfer und der Schutz von Kindern oberste Priorität haben müssen.
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