Meghan, Duchess of Sussex, wurde nach Berichten über eine mögliche Serienrolle bei Netflix von ihrem Umfeld als Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet. Freunde erklärten, die Spekulationen sollten die zweite Staffel der Serie The Gentlemen bewerben. Regisseur Guy Ritchie dementierte derweilen jede Beteiligung der Herzogin.
Die Spekulationen um einen möglichen Auftritt von Meghan Markle in der dritten Staffel der Netflix-Erfolgsserie The Gentlemen haben eine Welle von Berichten und Dementis ausgelöst. Vertraute der Herzogin äußerten den Vorwurf, dass Gerüchte über eine vermeintliche Verpflichtung gezielt gestreut worden seien, um das Interesse an der am 3. September 2026 angelaufenen zweiten Staffel anzukurbeln. Die Publikationen The Telegraph und Page Six berichteten übereinstimmend über den Unmut im Umfeld der Sussexes, nachdem bekannt wurde, dass ein Engagement nicht zustande kommt. Die aus dem kalifornischen Umfeld nach London zurückgekehrten Royals, darunter Prinz Harry sowie die beiden Kinder Prinz Archie im Alter von sieben Jahren und die fünfjährige Prinzessin Lilibet, sorgten jüngst bei ihrem Besuch von Jugendlichen im Community Recording Studio in Nottingham für mediales Aufsehen. Das von Trevor Rose und Nick Sterrett im Jahr 1991 gegründete Zentrum unterstützt junge Menschen beim Zugang zu Musik und Aufnahmegeräten.
Quotenrückgang und Marketing-Vorwürfe im Umfeld der Serie
Hintergrund der Debatte sind die Zuschauerzahlen der von Guy Ritchie geschaffenen Kriminalserie. Nach Angaben von GB News erreichte die erste Folge der zweiten Staffel in Großbritannien in der Eröffnungswoche rund drei Millionen Abrufe. Das entspricht einem Rückgang von etwa 15 Prozent im Vergleich zur Premiere der ersten Staffel im März 2024, die 3,5 Millionen Streams verzeichnet hatte.

Eine nahestehende Quelle erklärte gegenüber The Telegraph: „Einige Leute in ihrem Lager haben das Gefühl, dass sie benutzt wurde, um die zweite Staffel zu bewerben, weil sie wussten, dass sie nicht so gut war wie die erste Staffel, und bereits eine dritte in Auftrag gegeben hatten.“ Demnach handele es sich um ein klassisches PR-Manöver, bei dem ein bekannter Name ins Spiel gebracht werde, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die frühere Redakteurin von Vanity Fair, Tina Brown, berichtete im Anschluss, dass das Angebot infolge des öffentlichen Gegenwinds zurückgezogen worden sei. Vertreter von Meghan und Netflix äußerten sich zu den Vorwürfen zunächst nicht weiter, während die Beziehungen zwischen der Herzogin und den Führungskräften des Streamingriesen bereits im vergangenen Jahr durch Berichte über das Auslaufen des früheren Fünfjahresvertrags im Wert von 74 Millionen Pfund auf die Probe gestellt worden waren. Das Paar betreibt über Archewell Productions weiterhin einen First-Look-Deal mit Netflix und zeigte sich erfreut über die rasche Entwicklung der Lifestyle-Marke As Ever, die nach dem ersten Jahr auf eigenen Beinen stehen soll.”
Regisseur Guy Ritchie dementiert jegliche Besetzungspläne
Während Berichte über fortgeschrittene Verhandlungen kursierten, reagierte die Produktion scharf auf die Gerüchte. Regisseur Guy Ritchie äußerte sich nach Angaben britischer Medien mit deutlichen Worten und schloss einen Auftritt der Herzogin für die Zukunft aus. Das Boulevardblatt The Sun berichtete über die Reaktion des Filmemachers, die auf absolutes Unverständnis stieß. Der von den Machern ins Leben gerufene Handlungsstrang für die Action-Komödie nahm durch den Chefautor eine unerwartete Wendung, als dieser jegliche Beteiligung rundweg ausschloss.
„Wirklich?, sagte Serienschöpfer und -regisseur Guy Ritchie gegenüber The Sun.
Auf die Frage, ob eine Verpflichtung infrage komme, soll der Regisseur die Aussichten mit der klaren Aussage Not a chance
bewertet haben. Stattdessen konzentriert sich die Produktion auf andere namhafte Neuzugänge. Für die fortgeschrittene dritte Staffel wurden bereits Darsteller wie Robert Carlyle und Maya Jama bestätigt. Ein Insider betonte, dass die Beteiligung von Robert Carlyle auf den ausdrücklichen Wunsch von Hauptdarsteller Theo James zurückgehe, da dieser als Branchenikone gelte. Zur Besetzung der Serie gehören neben Theo James als Eddie, dem 13. Duke of Halstead, der auch als skrupelloser Verbrecherboss agiert, auch Darsteller wie Kaya Scodelario, Daniel Ings, Joely Richardson, Jasmine Blackborow und Chanel Cresswell.

Reaktionen der Darsteller und künftige Schauspielpläne
Auch die Schauspieler der Serie nahmen die Spekulationen mit Humor. Hauptdarsteller Theo James wies die Berichte im Gespräch mit Town & Country Magazine als reine Spekulation zurück und scherzte über mögliche Verpflichtungen. Vinnie Jones, der in der Serie den Gärtner Geoff Seacombe darstellt, äußerte ebenfalls Skepsis gegenüber der Idee einer royalen Verstärkung des Casts. Die Berichterstattung wies ferner darauf hin, dass die Gespräche um die vermeintliche Rolle innerhalb von nur 24 Stunden hinfällig wurden.
Für Meghan Markle, die nach ihrer Rolle als Rachel Zane in der US-Anwaltsserie Suits nach der zehnten Episode im Jahr 2018 und ihrer Heirat mit Prinz Harry im Jahr 2017 eine längere Pause vom Filmgeschäft eingelegt hatte, bleibt die berufliche Zukunft offen. Vor ihrer Zeit bei den royalen Verpflichtungen wirkte sie in Spielfilmen wie Remember Me und Horrible Bosses mit. Zwar ist ein kleinerer Auftritt im kommenden Amazon-MGM-Film Close Personal Friends geplant, in dem sie an der Seite von namhaften Schauspielern wie Lily Collins, Brie Larson, Jack Quaid und Henry Golding als Cameo-Auftritt sich selbst verkörpert, doch nach Angaben aus ihrem Umfeld agieren die Berater bei der Skriptauswahl mittlerweile äußerst zurückhaltend. Laut Insidern soll dieser Einstieg dazu dienen, die Herzogin behutsam wieder an die Arbeit am Set heranzuführen. Dennoch herrscht im Team Vorsicht, um unerwünschte Leaks an die Öffentlichkeit zu vermeiden, während die Arbeit an ihrer im Jahr 2025 gestarteten Netflix-Lifestyle-Serie With Love, Meghan fortgesetzt wurde.

Die Sussex-Vertrauten betonten zuletzt, dass jedes zukünftige Film- oder Fernsehprojekt der Herzogin von enormem öffentlichem Interesse begleitet werden wird. Da die Rückkehr vor die Kamera voraussichtlich große Zuschauermengen anziehen dürfte, wird letztlich jeder beteiligte Partner – sei es Netflix, Amazon oder ein anderer Studiobetreiber – erhebliche Einnahmen generieren können, während die Vorbereitungen zu neuen Formaten parallel im Hintergrund laufen.
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