Prinz Harry und Meghan Markle haben am 15. Oktober 2026 ihren ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt in Großbritannien seit ihrem Umzug im August absolviert. Die Reise führte das Paar nach Nottingham und stieß auf große Menschenmengen, rief jedoch auch Kritik bezüglich ihres anhaltenden royalen Status hervor.
Rückkehr nach Nottingham: der erste gemeinsame Auftritt
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, reisten Prinz Harry und Meghan Markle nach Nottingham, etwa 120 Meilen nördlich von London (ABC News). Die Wahl des Ortes war dabei keineswegs dem Zufall überlassen.
Nottingham war im Dezember 2017 der Schauplatz ihres allerersten offiziellen gemeinsamen Auftritts gewesen, kurz nachdem sie ihre Verlobung bekannt gegeben hatten (HOLA). Fast neun Jahre später kehrte das Paar nun als verheiratete Eltern von Prinz Archie, 7, und Prinzessin Lilibet, 5, an diesen Ort zurück (HOLA). Begleitet von einem großen Medienaufgebot wurden sie von wartenden Menschenmengen empfangen, die Blumen, Karten und Geschenke überreichten (The Independent). Unter den Geschenken befanden sich neben Blumensträußen auch ein Einhorn-Ballon und ein Heilkristall. Das Paar hatte im Januar 2020 angekündigt, als arbeitende Royals zurückzutreten, woraufhin sie nach Nordamerika zogen – zunächst nach Kanada und später nach Kalifornien, wo sie bis zu ihrer Rückkehr ins Vereinigte Königreich lebten. Die Herzogin erklärte während des Besuchs, dass es großartig sei, wieder da zu sein.

Besuche bei karitativen Organisationen und Begegnungen mit Fans
Auf ihrer Agenda standen drei verschiedene Stationen bei lokalen Initiativen, die sich für benachteiligte Jugendliche und Gemeinschaften einsetzen. Zunächst besuchten sie das Community Recording Studio (CRS), das 1991 gegründet wurde, um Kindern einen Ort zum Musikmachen zu bieten, und sich inzwischen zu einer umfassenderen Jugend-Kunst-Initiative entwickelt hat. Dort wurden sie von dem Geschäftsführer und Mitbegründer Trevor Rose sowie dem Musiker, Doyen und Jugendmentor Jah Digga begrüßt, der in seiner Jugend vom CRS unterstützt wurde, um dem Bandenkriminalitätsmilieu zu entkommen. Bei ihrer Ankunft traten sie aus einem dunklen Range Rover und wurden von jubelnden Unterstützern empfangen, darunter eine Frau, die rief, dass sie die Herzogin liebe. Während des Rundgangs zeigte sich das Paar nahbar, indem Harry seine Hand auf Meghans legte, die Arme umeinander legten und der Herzog die pinke Jacke einer Besucherin lobte. Sie wohnten zudem einem Schauspielworkshop bei, der von dem Schauspieler Andre Squire geleitet wurde. Die Herzogin, die ihre Schauspielkarriere neu starten möchte, lobte die Darbietung als großartig. Zu den weiteren geplanten Stationen des Paares gehörte der Himmah Hub, der mit Unterstützung für Nahrungsmittel und den Frauen der Hubb Community Kitchen verbunden ist. Meghan hatte sich zuvor für Frauen eingesetzt, die von dem Brand im Grenfell Tower im Jahr 2017 betroffen waren, und deren gemeinschaftliche Kochinitiative durch das im Jahr 2018 veröffentlichte Kochbuch Together: Our Community Cookbook bekannt gemacht.
Anschließend führte ihr Weg zum Himmah Hub, einer lokalen Hilfsorganisation und Lebensmittelbank, die sich gegen Armut, Rassismus und soziale Ausgrenzung starkmacht (HuffPost). Während des gesamten Rundgangs suchten Harry und Meghan den direkten Kontakt zu den Anwesenden.
Meghan, Duchess of Sussex, sagte laut The Independent: „Oh, du meine Güte. Wie süß ist das denn? Das war unser allererster Walkabout.
Bei dieser Gelegenheit zeigte sich die Herzogin tief gerührt, als ihr eine 90-jährige Anwohnerin namens Irene Hardman ein gerahmtes Foto von ihrem ersten Besuch im Jahr 2017 zeigte (The Independent).
Die Reaktion des Königshauses und die Debatte um den Status
Der Auftritt erfolgt in einer Phase, in der das britische Königshaus die Grenzen des Paares betont hat. König Charles III. hat wiederholt sichergestellt, dass die Öffentlichkeit weiß, dass die beiden nicht als arbeitende Royals zurückkehren, und im September eine direkte Erklärung abgegeben, um zu bekräftigen, dass sie als nicht-arbeitende Mitglieder der Königsfamilie gelten. Royalkommentatoren wiesen darauf hin, dass die Durchführung von Terminen, die exakt dem Muster eines traditionellen königlichen Rundgangs entsprechen, den Eindruck eines royalen Reboots erwecken. Berichten zufolge verlief der Termin parallel zu den Verpflichtungen von König Charles und Königin Camilla, die nach Cardiff reisten, um die neue Sitzungsperiode des walisischen Parlaments, der Senedd, zu eröffnen und dort von militärischen Regimentern sowie dem Sprecher Huw Irranca-Davies und dem walisischen Regierungschef Rhun ap Iorwerth empfangen wurden. Experten wie Richard Fitzwilliams beurteilten die Termine als Überschneidung, die zeigt, dass die Sussexes im Stande sind, die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen, während die königliche Familie offizielle Aufgaben wahrnimmt.
Andersen erklärte laut Fox News: „Alles, was auch nur im Entferntesten nach einem offiziellen royalen Engagement aussieht, wird zweifellos als Missachtung der Wünsche des Monarchen ausgelegt werden, und zwar ganz schlicht und einfach.

Kommentatoren wie die britische Rundfunksprecherin Helena Chard bezeichneten den Auftritt in Nottingham als einen Pseudo-Royal-Reboot (Fox News), während andere Stimmen anmerken, dass das Paar als Privatpersonen frei ist, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, solange dabei keine offiziellen royalen Befugnisse beansprucht werden (Fox News).
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