US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verschärft und erklärt, dass der ukrainische Regierungschef ein schwierigerer Verhandlungspartner sei als der russische Präsident Wladimir Putin.
Streit über Energie-Waffenruhe und Ölraffinerien
Die Situation eskalierte nach einer überraschenden Ankündigung Trumps am 11. Oktober 2026 über eine bilaterale „Energie-Waffenruhe. Selenskyj gab an, von dieser Vereinbarung zunächst nichts gewusst zu haben, signalisierte jedoch, dass die Ukraine zustimmen würde, sofern Russland dies ebenfalls tue. Die Ukraine hielt die Waffenruhe für drei Tage ein, doch Selenskyj kündigte am Donnerstag die Wiederaufnahme der Angriffe an, da Moskau die Vereinbarung nie respektiert habe. Russland wiederum erklärte, einer solchen Waffenruhe nie zugestimmt zu haben.
Zusätzlich belastet ein kontroverses Abkommen zwischen Washington und Moskau das Verhältnis zwischen den USA und Kiew. Die USA haben vereinbart, 300.000 Tonnen russischen Diesel zu importieren, um die Treibstoffkosten vor den Zwischenwahlen zu senken. Diese Lockerung der Sanktionen wurde von der konservativen britischen Parteiführerin Kemi Badenoch scharf kritisiert; sie bezeichnete es als falsch, Sanktionen gegen russischen Diesel zu lockern und Selenskyj die Verantwortung für die Verlängerung des Krieges zuzuschreiben.
Europäische Unterstützung in Brüssel
António Costa betonte, dass dies nicht der Zeitpunkt sei, die Unterstützung für die Ukraine zu entziehen oder Sanktionen gegen Russland zu lockern. Die Agenda des Gipfels konzentriert sich auf die Finanzierung der Ukraine sowie die Vorbereitungen auf den fünften Winter seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022.
Selenskyj erklärte, dass sein Land das Ende des Krieges so schnell wie möglich wünsche, Russland jedoch keine Anzeichen für denselben Willen zeige. Er betonte, dass ein „Winterpaket nicht nur Energie, sondern auch Verteidigung und Finanzierung umfassen müsse. Währenddessen setzten sich russische Angriffe fort: In Charkiw wurden Menschen bei einem Drohnenangriff getötet, und in der Region Wolyn waren etwa 270.000 Haushalte nach Angriffen ohne Strom.
| Thema | Position Donald Trump | Position Wolodymyr Selenskyj / EU |
|---|---|---|
| Verhandlungen | Selenskyj ist schwieriger als Putin | Wünscht schnellstmögliches Kriegsende |
| Energie-Waffenruhe | Fordert Stopp der Raffinerie-Angriffe | Wiederaufnahme, da Russland nicht einhält |
| Russischer Diesel | Import von 300.000 Tonnen zur Preissenkung | Kritik an Lockerung der Sanktionen (via EU/UK) |
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