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Sport

Max Verstappen startet beim GT-Saisonfinale in Portimão

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen tritt beim Saisonfinale der GT World Challenge Europe vom 16. bis 18. Oktober 2026 im portugiesischen Portimão an. Er steuert einen Mercedes-AMG GT3 EVO mit der Startnummer 3 für sein eigenes Team Verstappen Racing und trifft dort auf ein hochkarätiges Starterfeld mit rund 60 Fahrzeugen.

Max Verstappen kann vom Rennfahren offenbar nicht genug bekommen. Nur wenige Tage nach dem Grand Prix in Singapur tauscht der viermalige Formel-1-Weltmeister sein gewohntes Arbeitsgerät gegen einen Mercedes-AMG GT3 EVO mit der Startnummer 3 aus. Der Einsatz erfolgt beim Saisonfinale der GT World Challenge Europe auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão.

Dass Verstappen überhaupt im Endurance-Cup-Saisonfinale einspringen kann, liegt an einer Terminkollision in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Da das Sechs-Stunden-Rennen in Barcelona parallel stattfindet, sind seine regulären Teamkollegen Daniel Juncadella und Jules Gounon vertraglich anderweitig im Einsatz. Juncadella fährt für Genesis in der Hypercar-Klasse, Gounon für Alpine. Teambesitzer Verstappen nutzt diese Lücke im Formel-1-Kalender kurzerhand selbst für ein Comeback im GT3-Sport, nachdem er zuvor bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring nur durch einen technischen Defekt an der Antriebswelle kurz vor Schluss um den Gesamtsieg gebracht worden war.

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Foto: DAZN

Wer teilt sich das Cockpit mit Verstappen in Portimão?

Anders als in der Formel 1 bestreitet der Niederländer das dreistündige Langstreckenrennen nicht allein. Das Reglement verlangt drei Piloten pro Fahrzeug. Neben Verstappen greifen Chris Lulham und Ben Barnicoat in den Mercedes mit der Startnummer 3.

Lulham ist fest im Programm von Verstappen Racing verankert und kennt die Abläufe sowie die Charakteristik des Mercedes-AMG GT3 EVO bestens. Barnicoat bringt jahrelange Erfahrung im professionellen Langstreckensport mit. Teamchefs und Beobachter betonen, dass in dieser hart umkämpften Serie nicht allein der Speed des prominenten Gaststarters zählt, sondern vor allem die Konstanz über alle drei Stints hinweg.

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Welche bekannten Gesichter und Konkurrenten treffen aufeinander?

Das Feld der GT World Challenge umfasst in Portimão rund 60 GT3-Fahrzeuge, die in verschiedene FIA-Klassen unterteilt sind. In der höchsten Pro-Klasse tummeln sich zahlreiche Werksfahrer und etablierte Spezialisten, darunter bekannte DTM-Champions wie Thomas Preining, Mirko Bortolotti, Maximilian Götz oder Marco Wittmann sowie erfahrene Langstrecken-Grössen wie Patric Niederhauser, Markus Winkelhock, Franck Perera, Lucas Auer, Luca Stolz, Maro Engel und GTWC-Meister Charles Weerts. Auch Fahrzeuge von Porsche, Ferrari, BMW, Lamborghini und McLaren sind im vielfältigen Feld vertreten.

Besondere Aufmerksamkeit zieht das Aufeinandertreffen mit MotoGP-Legende Valentino Rossi auf sich. Rossi geht in einem BMW M4 GT3 EVO für das Team WRT an den Start und absolviert bereits seine fünfte Saison als GT3-Vollprofi. Der Italiener teilt sich den BMW mit der Startnummer 46 mit Max Hesse und Neil Verhagen.

Max Verstappen startet beim GT-Saisonfinale in Portimão
Foto: Motorsport Total

Ich will niemanden sehen. Ich will nur vorne wegfahren und ein gutes Rennen ablifern.

Max Verstappen, Red-Bull-Fahrer, via Motorsport-Magazin

Neben Rossi startet auch Nikita Mazepin in Portimão, der für das österreichische Team Motopark an den Start geht und neben der GT World Challenge auch in der Spezial Tourenwagen Trophy sowie im International GT Open antritt. Insgesamt rund 20 verschiedene Fahrzeuge gelten Experten zufolge als potenzielle Anwärter auf den Gesamtsieg.

Wie unterscheidet sich der GT3-Sport für einen Formel-1-Weltmeister?

Ein GT3-Fahrzeug verlangt im Vergleich zu einem modernen Formel-1-Boliden eine deutliche Umstellung. Das höhere Gewicht und der geringere Abtrieb erfordern vorausschauendes Anbremsen und Geduld beim Einlenken in Kurven. Hinzu kommt der dichte Verkehr auf der knapp fünf Kilometer langen Strecke in Portugal.

Max Verstappen startet beim GT-Saisonfinale in Portimão
Foto: Motorsport-Magazin.com

Da sich Profis, Amateure und unterschiedliche Klassen gleichzeitig auf dem Kurs befinden, spielen Überholmanöver im Überrundungsverkehr eine entscheidende Rolle für den Rennverlauf. Das Teilnehmerfeld wird über drei Qualifying-Runden in die Gruppen A und B aufgeteilt, um die Startaufstellung für das Endurance-Rennen zu bestimmen.

Wo wird das Rennen im Fernsehen und Livestream übertragen?

Motorsportfans in Deutschland können das gesamte Geschehen live verfolgen. Sky Sport F1 sowie der Streamingdienst WOW übertragen sowohl das Qualifying am Freitag als auch das dreistündige Rennen am Samstag live. Zusätzlich bietet die Rennserie einen kostenlosen Livestream auf YouTube mit deutschem und englischem Kommentar an.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.