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Martina McBride Is Fourth Performer to Exit ‚Freedom 250‘ Shows in D.C.

Die Country-Sängerin Martina McBride ist die vierte Künstlerin, die ihren Auftritt bei den „Freedom 250“-Konzerten auf dem National Mall in Washington, D.C., abgesagt hat. McBride zog sich am 28. Mai zurück, nachdem sie die politische Ausrichtung der Veranstaltung hinterfragte. Die Shows finden vom 25. Juni bis 10. Juli statt.

Die Absage-Welle: Wer streicht seinen Auftritt?

Was als patriotisches Fest zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten geplant war, entwickelt sich zu einem PR-Albtraum für die Organisatoren. Innerhalb von weniger als 48 Stunden nach der Bekanntgabe der ersten Künstlerwelle für die „Great American State Fair“ gab es eine Serie von öffentlichen Absagen, die das Line-up massiv ausdünnen.

Die Absage-Welle: Wer streicht seinen Auftritt?
cluster (priority): Yahoo News New Zealand

Die Liste der Abspringer liest sich wie ein Who-is-Who der Pop- und R&B-Geschichte. Bereits am 27. Mai erklärten Young MC und Morris Day (von Morris Day and The Time), nicht teilzunehmen. Kurz darauf folgten die Commodores und schließlich Martina McBride.

Morris Day, Musiker, via Facebook

Besonders deutlich wurde der Bruch bei Young MC, der seine Entscheidung über soziale Medien kommunizierte und die mangelnde Transparenz der Veranstalter kritisierte. Er betonte, dass die Künstler nicht über eine politische Verknüpfung informiert worden seien und er lieber bei einer Veranstaltung auftreten würde, die weniger politisch aufgeladen sei.

Das Versprechen der Neutralität und die Trump-Verbindung

Im Zentrum des Konflikts steht die Organisation Freedom 250. Während die Organisation sich selbst als nationales, parteiunabhängiges Non-Profit-Unternehmen beschreibt, ist sie untrennbar mit Donald Trump verbunden, der sie Ende letzten Jahres ins Leben gerufen hat. Als CEO wurde Keith Krach ernannt, ein ehemaliger Untersekretär im Außenministerium aus Trumps erster Amtszeit.

Das Versprechen der Neutralität und die Trump-Verbindung
cluster (priority): CBS News

Für viele Künstler war genau dieser Punkt der Wendepunkt. Martina McBride, die für den 25. Juni geplant war, beschrieb die Kommunikation der Organisatoren als irreführend. Sie hatte mehrfach nachgefragt und die Zusicherung erhalten, es handle sich um ein unparteiisches Event zur Feier aller 50 Bundesstaaten.

Martina McBride, Country-Sängerin, via X

Diese Diskrepanz zwischen dem offiziellen Narrativ der „Einigung“ und der tatsächlichen politischen Wahrnehmung führte zu einem massiven Backlash in den sozialen Medien. Fans warfen den Künstlern vor, eine MAGA-nahe Agenda zu unterstützen, was die Musiker dazu zwang, Farbe zu bekennen.

Die Commodores unterstrichen in ihrer Absage am Donnerstag, dass ihre Musik ihre Stimme sei und sie sich bewusst gegen eine öffentliche Affiliation mit einer einzelnen politischen Partei entscheiden, um stattdessen die Verbesserung des Lebens aller Amerikaner zu unterstützen.

Das Milli-Vanilli-Chaos: Wer singt eigentlich?

Neben den politischen Spannungen offenbart die Planung der „Great American State Fair“ ein organisatorisches Chaos, das besonders im Fall von Milli Vanilli deutlich wird. Das Duo, das 1990 den Grammy für den besten neuen Künstler gewann, bevor bekannt wurde, dass die Frontmänner nur lippensynchron sangen, wurde als Act für den 26. Juni angekündigt.

Martina McBride & Pat Benatar Perform 'Independence Day' | CMT Crossroads

Während Fab Morvan, einer der ursprünglichen Frontmänner, bestätigte, dass er auftreten werde, um Menschen zu unterhalten und zu vereinen, gibt es von anderen Seiten völlig andere Informationen. Jodie Rocco, eine der tatsächlichen Stimmen hinter dem Duo, zeigte sich schockiert über die Ankündigung.

Jodie Rocco, Sängerin, via Associated Press

Dass weder Rocco noch ihre Schwester kontaktiert wurden, unterstreicht die fragwürdige Sorgfalt bei der Zusammenstellung des Line-ups. Es wirkt fast so, als hätten die Organisatoren Namen auf eine Liste gesetzt, ohne die aktuellen Rechteverhältnisse oder die Zustimmung der Beteiligten zu prüfen.

Die verbleibende Line-up und die UFC-Kulisse

Trotz der Absagen gibt es noch immer Künstler, die bei der Veranstaltung bleiben. Vanilla Ice ist laut seiner Management-Agentur fest unter Vertrag und wird am 26. Juni auftreten. Auch Flo Rida und Bret Michaels stehen weiterhin auf dem Programm.

Die verbleibende Line-up und die UFC-Kulisse
cluster (priority): LancasterOnline

Die Dimension der Feierlichkeiten geht über die Musik hinaus. Auf dem Südrasen des Weißen Hauses wird derzeit eine temporäre Arena errichtet, um eine UFC-Fight-Card im Rahmen von Freedom 250 auszutragen. Dies unterstreicht den Versuch, die Feierlichkeiten zu einem massiven Event-Cluster in der Hauptstadt zu machen.

Die Organisation versucht weiterhin, die Wogen zu glätten. Rachel Reisner, eine Sprecherin von Freedom 250, betonte gegenüber USA TODAY, dass man darauf fokussiert sei, Amerikaner rund um den 250. Jahrestag der Nation zu vereinen und alle willkommen zu heißen, die dieses Meilenstein-Ereignis feiern wollen.

Doch die Realität sieht anders aus: Die Musikindustrie reagiert allergisch auf die Vermischung von patriotischer Feier und parteipolitischer Instrumentalisierung. Für Freedom 250 bleibt die Herausforderung, dass ein Event, das die Nation vereinen will, bereits vor dem ersten Ton die tiefen Gräben der US-Gesellschaft widerspiegelt.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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