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Sport

Marco Odermatt verpasst Rekorde beim Weltcup-Auftakt in Sölden

Marco Odermatt beendete den Weltcup-Auftakt am 25. Oktober 2026 auf dem Rettenbachgletscher in Sölden als Dritter hinter Lucas Pinheiro Braathen und Loïc Meillard. In seinem 200. Weltcup-Rennen verpasste der Schweizer knapp die Chance, mit Vreni Schneider gleichzuziehen und Hermann Maier in der ewigen Bestenliste zu überholen.

Das Jubiläum in Sölden und die verpassten Rekorde

Der Saisonauftakt auf dem Rettenbachgletscher markierte für Marco Odermatt am Sonntag sein 200. Rennen auf höchster Stufe. Bislang stand der Schweizer in 199 Weltcup-Rennen 102 Mal auf dem Podest und feierte 54 Siege. Ein weiterer Triumph hätte gereicht, um den Schweizer Allzeit-Rekord von Vreni Schneider mit 55 Weltcupsiegen zu egalisieren und in der ewigen Bestenliste der Männer an der österreichischen Skilegende Hermann Maier vorbeizuziehen, mit der er sich den dritten Platz teilt. Ganz an der Spitze stehen Ingemar Stenmark mit 86 und Marcel Hirscher mit 67 Siegen. Zudem hätte Odermatt mit seinem vierten Erfolg in Sölden den Rekord von Ted Ligety im Männer-Riesenslalom einstellen können. Bei bisherigen Auftritten auf höchster Stufe fuhr der Nidwaldner in mehr als jedem zweiten Rennen unter die ersten drei, wobei er ein Viertel davon für sich entschied. Neben solchen Statistiken blickte der Skirennfahrer im Vorfeld auf seine bisherigen Erfolge zurück, um sich in schwierigeren Phasen vor Augen zu führen, was er im Laufe seiner Karriere bereits erreicht hat.

Dass es am Ende nicht zum ganz grossen Triumph reichte, lag auch an einer durchwachsenen Vorbereitung. Der Innerschweizer nahm die Blessur im Vorfeld gelassen hin, da er in seiner Laufbahn bereits genug erreicht hat und niemandem mehr etwas beweisen muss.

Ich habe mich noch nicht auf dem gleichen Level wie in anderen Jahren gefühlt.

Marco Odermatt, Skirennfahrer

Vor dem Auftakt hatte der fünffache Gesamtweltcupsieger betont, dass für ihn ein Podestplatz zwar eine tolle Leistung sei, ein Sieg für seine Ansprüche jedoch die Krönung darstelle. Nach dem ersten Durchgang konstatierte der Athlet selbst, dass er nicht mehr konsequent das umgesetzt hatte, was ihn über Jahre hinweg schnell gemacht hatte. Statt den Ski konsequent nach unten laufen zu lassen und erst bei einem Fehler zu bremsen, agierte er auf dem Kurs zu vorsichtig.

Die sportliche Aufholjagd im zweiten Durchgang

Er kämpfte sich auf dem glacier course noch auf den dritten Rang vor und musste sich lediglich dem siegreichen Lucas Pinheiro Braathen und dem Zweitplatzierten Loïc Meillard geschlagen geben. Das Kribbeln vor dem Start hatte er nach eigenen Angaben erst nach der Besichtigung am Morgen verspürt, genoss die Rückkehr auf die Rennpiste nach sieben Monaten Pause jedoch sichtlich.

Marco Odermatt verpasst Rekorde beim Weltcup-Auftakt in Sölden
Foto: blue News

Im Ziel überwog die Erleichterung über die gefundene Linie. Ich bin wieder richtig Rennen gefahren und nicht so schön wie im ersten Lauf. Das nehme ich mit, erklärte Odermatt am Mikrofon des Schweizer Radios und Fernsehens. Im Steilhang sei er am Limit gefahren, steil nach unten, statt nur auf Schönheit zu achten. Die Freude über das Erreichen des Podests blieb dennoch gross, auch wenn er betonte, dass er die absolute Topform für das gesamte Kalenderjahr erst noch erreichen muss.

Die Konkurrenz und der Blick auf die kommenden Stationen

In der ewigen Nationenwertung stehen die Italiener bei 199 Erfolgen, während Österreich, die Schweiz und Norwegen das Klassement anführen.

Marco odermatt jagt sich gewissermassen selbst
Foto: SportNews.bz

Für Odermatt geht der Weltcupwinter erst in einigen Wochen weiter. Da er in den technischen Disziplinen keine Slaloms bestreitet, steht der nächste Einsatz in den Vereinigten Staaten an. In den USA warten Ende November beziehungsweise Anfang Dezember ein Super-G sowie ein Riesenslalom, bei denen der Schweizer den Angriff auf seine nächsten Meilensteine fortsetzen will.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.