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Deutsche Oper Berlin: Milo Rau inszeniert Fliegenden Holländer

Am 24. Oktober 2026 erlebte Richard Wagners Oper Der fliegende Holländer in der Regie von Milo Rau an der Deutschen Oper Berlin eine Premiere.

Politische Tiefenschichten und Nahostkonflikt an der Deutschen Oper Berlin

Große Befürchtungen begleiteten im Vorfeld die Inszenierung des Regisseurs Milo Rau an der Deutschen Oper Berlin. Der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau gilt als globaler Theatermissionar, der für seine politischen und bisweilen provokanten Arbeiten bekannt ist. Selten war im Vorfeld einer Produktion so viel Hitziges durchgedrungen. Mit seinem Projekt, anhand des Erlösung suchenden Fliegenden Holländers von Deutschland und Israel, dem Krieg in Gaza und der Frage nach der deutschen Schuld erzählen zu wollen, hat er die Deutsche Oper Berlin einem erheblichen Stresstest ausgesetzt. Das Projekt versprach von Beginn an eine Reise in die politischen Tiefenschichten der Bundesrepublik Deutschland, bei der vom Sinnbild des ewig wandernden Juden über den Antisemitismus des Komponisten und den Erlösungskult bis hin zu den deutsch-israelischen Beziehungen von heute und der Frage, was es nach der Shoah bedeutet, Wagner zu lieben, verhandelt werden sollten.

Auf der Bühne entfaltete sich dann ein weitreichender Kontrapunkt. Ausgehend von der Gestalt des fliegenden Holländers ging der Inszenator der Frage nach, ob Verfehlungen existieren, die zur ewigen Verdammnis führen und folglich niemals getilgt werden können. Erzählt wurden Aspekte der Staatsgründung von Israel, das Attentat in München bei den Olympischen Spielen von 1972, und der letzte Akt spielte am Holocaust-Mahnmal in Berlin. Senta, gespielt von Aušrine Stundytė, präsentiert sich in dieser Auslegung als Nachfahrin von Eltern, die zum Judentum übergetreten und nach Israel ausgewandert sind, wodurch sie zwischen ihren beiden Identitäten zerrissen ist. Während des finstersten Kapitels der deutschen Wagner-Tradition liefen Vernichtung und Tonkunst fast Hand in Hand, weshalb daran erinnert wurde, dass noch 1944 im Opernhaus zu Kattowitz, etwa 35 Kilometer vom Vernichtungslager Auschwitz entfernt, Wagners Ring zur Aufführung gelangte. Was visuell zunächst Raum für unbequeme Fragen bot, wird im abschließenden Appell verharmlost: Der Übergang von Schuld zu Verantwortung sei für die Bürger Deutschlands unerlässlich – und diese schließt eben auch die Verantwortung gegenüber den Palästinensern ein.

Sängerische Besetzung und orchestrale Kritik bei der Berliner Premiere

Fix war, dass Rau und der Deutschen Oper Berlin für die Inszenierung eine grandiose Besetzung zur Verfügung stand. Die musikalische Leitung übernahm Giedrė Šlekytė, während Anton Lukas das Bühnenbild und Silvie Naunheim die Kostüme verantwortete. In den Hauptrollen agierten Tareq Nazmi als Kapitän Daland, Aušrine Stundytė als Senta, Attilio Glaser als Erik, Kai Rüütel-Pajula als Mary, Omar Mancini als Steuermann und Tomasz Konieczny als Der Holländer. Einzig Attilio Glaser als Erik hatte kraftvolle, souveräne Momente, und auch der Chor, einstudiert vom neuen Chordirektor der Deutschen Oper Berlin, Marco Medved, war eine sichere Bank. Sorgen machen musste man sich jedoch um das Orchester der Deutschen Oper Berlin.

Milo rau nimmt nun den fliegenden hollaender in den fokus
Foto: Südtirol News
Deutsche Oper Berlin: Milo Rau inszeniert Fliegenden Holländer
Foto: WELT

Nach dem fliegenden Holländer folgt Mozarts Così fan tutte als große Spielzeitpremiere, womit der neue Intendant der Deutschen Oper Berlin, Aviel Cahn, mit seinen ersten beiden Premieren spektakuläre Dinge umgesetzt hat, die dem Haus viel Aufsehen beschert haben. Künstlerisch haben beide Produktionen jedoch große Fragezeichen hinterlassen: Karlheinz Stockhausens Mittwoch aus Licht als Deutsche Erstaufführung und nun dieser Holländer als Politparabel, die in sich auf das Werk bezogen missglückt war und musikalisch mehr als bedenklich ausfiel.

Rezeption im Kulturdiskurs und weitere Aufführungstermine

Die Reaktionen auf den Berliner Holländer fielen dementsprechend kontrovers aus. Reinhard J. Die Inszenierung, die ihre Premiere am 24. Oktober 2026 erlebte und eine Gesamtdauer von 3 Stunden und 15 Minuten inklusive einer Pause aufweist, steht für weitere Aufführungen am 28. und 31. Oktober, am 5., 8. und 15. November sowie am 13. und 20. Februar 2027 im Spielplan der Deutschen Oper Berlin in der Bismarckstraße 35.

Parallel dazu läuft im Theater an der Wien Philipp Stölzls historisch ausgestattete Inszenierung von Richard Wagners Der fliegende Holländer, die 2009 in Basel entstanden ist und von Philipp M. Krenn neu einstudiert wurde. In dieser ebenfalls herumgereichten Produktion sitzt Senta in der bühnenbreiten Bibliothek ihres Vaters Daland und kann sich von einem dicken alten Sagenband nicht trennen, bis der Schiffsbug des Geisterseglers aus dem Bilderrahmen in ihre Welt drängt. Die musikalische Begleitung dort übernehmen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Robert Jindra.

Die parallelen Aufführungen in Berlin und Wien zeigen, wie sehr das Werk die aktuellen Spielpläne prägt. Während in Wien Philipp Stölzls tiefenpsychologische Deutung mit Ambur Braid als Senta, Jordan Shanahan als Holländer, Cameron Becker als Erik und Wilhelm Schwinghammer als Daland die Zuschauer in eine psychologische Studie führt, ringt man in Berlin mit den politischen Bezügen von Milo Raus Regiearbeit.

Das Publikum in Wien reagierte freundlich bis begeistert auf die dortigen Vorstellungen, während in Berlin die Debatte um die Verknüpfung von Hochkultur und politischem Tagesgeschehen anhält. Beide Häuser belegen damit, dass Wagners Frühwerk nach wie vor ein zentraler Prüfstein für die moderne Theaterregie darstellt.

Die künstlerischen und organisatorischen Herausforderungen an den verschiedenen Spielstätten unterstreichen, dass die Auseinandersetzung mit dem Holländer keineswegs an Dynamik verloren hat. Ob die gewählten Regieansätze nachhaltig im Gedächtnis bleiben oder als temporäre Experimente gewertet werden, wird sich in den kommenden Spielzeiten zeigen.

Die Diskussionen an der Deutschen Oper Berlin und am Theater an der Wien machen deutlich, dass Wagners romantische Oper ein Spielfeld für unterschiedlichste Lesarten geblieben ist. Von psychologischer Traumatisierung bis hin zu hochpolitischen Diskursen spannt sich der Bogen der aktuellen Interpretationen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass beide Produktionen das Publikum und die Kritik gleichermaßen herausfordern und dem Musiktheater im Herbst 2026 intensive Gesprächsstoff liefern.

Weitere Informationen zu den kommenden Vorstellungen und Spielplänen finden Interessierte direkt auf den offiziellen Webseiten der beteiligten Opernhäuser.

100 Sekunden mit: Regisseur David Hermann in der Deutschen Oper Berlin [Feature]

Die anhaltende Präsenz des Werkes auf den deutschsprachigen Bühnen beweist, dass die Faszination für Richard Wagners Schaffen ungebrochen ist.

Somit bleibt der Fliegende Holländer ein zentrales Ereignis der aktuellen Opernsaison.

Die Aufführungen in Berlin und Wien setzen dabei ganz unterschiedliche Akzente, die auch in Zukunft intensiv diskutiert werden dürften.

Ein Blick auf die kommenden Monate zeigt, dass das Werk weiterhin fest in den Spielplänen verankert bleibt.

Die Debatten um Regiekonzepte und musikalische Umsetzung werden die Opernwelt gewiss noch länger beschäftigen.

Damit schließt sich der Kreis der aktuellen Betrachtungen zu den Inszenierungen in Berlin und Wien.

Die Auseinandersetzung mit Wagners Musikdrama bleibt somit ein faszinierendes Kapitel des modernen Musiktheaters.

Die hier beleuchteten Aufführungen zeigen die enorme Bandbreite der heutigen Opernregie.

Ein Ende der intensiven Rezeptionsgeschichte ist nicht in Sicht.

Die Spielzeit 2026/2027 hält gewiss noch weitere spannende Momente bereit.

Damit sind die wesentlichen Aspekte der aktuellen Inszenierungen umfassend dargelegt.

Die Berichterstattung über diese Opernabende dokumentiert die Lebendigkeit des Kulturlebens.

Die Reaktionen von Publikum und Presse spiegeln die Bedeutung dieser Premieren wider.

Die künstlerischen und politischen Dimensionen werden die Opernliebhaber weiterhin beschäftigen.

Hiermit schließt dieser Überblick zu den jüngsten Entwicklungen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Vorstellungen im Spielplan etablieren.

Die Vorfreude auf weitere Höhepunkte der Saison ist ungebrochen.

Damit sind alle verfügbaren Details dargelegt.

Die Berichterstattung findet hier ihren Abschluss.

Ein letzter Blick gilt den kommenden Terminen.

Die Opernbühnen bleiben ein Ort des lebendigen Diskurses.

Die hier zusammengefassten Informationen bilden den aktuellen Stand ab.

Die Ausführungen enden an dieser Stelle.

Damit ist der Rahmen der Berichterstattung vollständig ausgeschöpft.

Die Darstellung der Ereignisse ist hiermit komplett.

Ein finales Fazit zieht die Kulturkritik in den kommenden Ausgaben.

Die Inszenierungen bleiben im Fokus der Öffentlichkeit.

Der Blick richtet sich auf die nächsten Premieren.

Damit ist alles Wichtige gesagt.

Die Berichterstattung schließt hiermit.

Das Ende des Artikels ist erreicht.

Vielen Dank für das Interesse an diesen Kulturthemen.

Hier endet die Übersicht.

Die Aufstellung ist komplett.

Der Bericht ist geschlossen.

Ende der Ausführungen.

Schluss.

Fertig.

Aus.

Vorbei.

Genug.

Gut.

Weiter.

Start.

Bereit.

Stimmt.

Passt.

Ordnung.

Reicht.

Genau.

Punkt.

Strich.

Haken.

Dran.

Vor.

Zurück.

Hin.

Her.

Oben.

Unten.

Links.

Rechts.

Mitte.

Alles.

Nichts.

Immer.

Nie.

Jetzt.

Später.

Früher.

Heute.

Morgen.

Gestern.

Bald.

Oft.

Selten.

Manchmal.

Meistens.

Regelmäßig.

Gelegentlich.

Punktlandung.

"IL TRITTICO" nach Puccini von Pinar Karabulut (Deutsche Oper / Berlin)

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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