ÖFB-Nationalspieler Marcel Sabitzer legt eine Pause im österreichischen Nationalteam ein. Der 32-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund begründet den Schritt mit der enormen physischen Belastung der vergangenen Jahre. Eine mögliche Rückkehr für die Qualifikation zur EURO 2028 soll Anfang des kommenden Jahres besprochen werden.
Das österreichische Nationalteam muss in den anstehenden Länderspielen der UEFA Nations League vorerst ohne seinen Führungsspieler auskommen. Wie der ÖFB in einer Aussendung verlautbarte, hat sich Marcel Sabitzer dazu entschlossen, für die kommenden Partien des Jahres 2026 nicht zur Verfügung zu stehen. Der 32-Jährige zieht damit nach insgesamt 102 Länderspielen und 27 Treffern im Trikot des Nationalteams eine vorläufige Reißleine, wie unter anderem die österreichische Tageszeitung Heute berichtete.
Drei intensive Saisonen und die Folgen für das BVB-Programm
Hinter der Entscheidung steht ein extrem dichter Terminkalender, der den Mittelfeldspieler an seine Belastungsgrenze geführt hat. Die vergangenen beiden Jahre waren sehr intensiv
, erklärte der Legionär von Borussia Dortmund in einer offiziellen Verbandserklärung, die von dem öffentlich-rechtlichen Sender ORF zitiert wurde. Seit der Europameisterschaft 2024 habe er bedingt durch die vergrößerte Klub-Weltmeisterschaft sowie die FIFA-Weltmeisterschaft im Grunde drei Spielzeiten ohne nackte Pause absolviert.
Vertrauensvolle Gespräche mit Ralf Rangnick und offene Tür für die EM-Qualifikation
Die Entscheidung traf der Mittelfeldmotor nicht im Alleingang. Dem Schritt gingen offene und vertrauensvolle Abstimmungen mit dem österreichischen Teamchef voraus. Bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Nordamerika hatten die beiden Akteure über die kommende Zukunftsplanung gesprochen, wie das Regionalportal t-online berichtete. Aus diesen Unterredungen resultierte die Vereinbarung, die Auszeit jetzt zu nehmen und im kommenden Januar die Weichen für die Zukunft zu stellen.
„Ich habe mit dem Teamchef deshalb in vertrauensvollen und offenen Gesprächen vereinbart, dass ich jetzt eine Pause einlege und wir Anfang des kommenden Jahres besprechen, ob ich für die Qualifikation zur Euro ins Nationalteam zurückkehren werde.“
Kaderbekanntgabe für die Nations League und historische Dimensionen
Für das ÖFB-Kollektiv wiegt der Ausfall schwer. Nach dem Rücktritt von Marko Arnautović und der derzeit vereinslosen Situation von Kapitän David Alaba bricht dem Team mit Sabitzer eine weitere absolute Leitfigur weg, wie im Zuge der Berichterstattung hervorgehoben wurde. Ungeachtet des aktuellen Fehlens betonte Rangnick jedoch den fortbestehenden Wert des Spielers für die Landesauswahl: Ich freue mich jedenfalls, dass Marcel grundsätzlich wieder zur Verfügung stehen wird, wenn wir ihn brauchen. Das zeigt mir, wie wichtig ihm das Nationalteam nach wie vor ist.


Sollte Sabitzer im kommenden Jahr in den Kreis der Nationalmannschaft zurückkehren und die Teilnahme an der Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland anpeilen, winkt ihm ein historischer Rekord. Bislang teilt er sich mit Marko Arnautović den Status als einziger ÖFB-Spieler mit vier absolvierten Endrunden. Mit einer weiteren Turnierteilnahme würde er zum alleinigen Rekordhalter für die meisten absolvierten Großereignisse in der Geschichte des österreichischen Fußballs aufsteigen.
Der Fokus des Verbandes richtet sich nun unmittelbar auf den anstehenden Herbst. Am kommenden Montag wird Ralf Rangnick seinen Kader für die anstehenden Partien in der UEFA Nations League präsentieren, in denen Österreich zunächst am 24. September in Linz Israel und am 27. September im Wiener Ernst-Happel-Stadion den Kosovo empfängt.
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