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Welt

Linksradikale rufen zu unbewilligter Kundgebung in Bern auf

Am Jahrestag der eskalierten Berner Gaza-Demonstration rufen linksradikale Kreise für Sonntag, den 11. Oktober 2026, erneut zu einer unbewilligten Kundgebung in der Schweizer Bundesstadt auf. Die Stadtpolizei und das lokale Gewerbe sind alarmiert, während die Behörden ein grösseres Sicherheitsdispositiv vorbereiten.

Unbewilligter Demo-Aufruf und Verkehrsbehinderungen in Bern

Für den kommenden Sonntagnachmittag ist in Bern eine erneute unbewilligte Kundgebung angekündigt. Da die Organisatoren mehrere verschiedene Startpunkte nennen, warnt die Kantonspolizei Bern im gesamten Stadtgebiet vor temporären Strassensperrungen und Verkehrsbehinderungen.

Der Zeitpunkt fällt exakt auf den Jahrestag der damals heftig eskalierten Gaza-Demonstration. Für am Sonntag, 11. Oktober 2026, wird in der Stadt Bern zu einer unbewilligten Kundgebung aufgerufen. Wegen des illegalen Protests drohen insbesondere in der Nachmittags- und Abendzeit in der Schweizer Hauptstadt kurzzeitige Strassensperren sowie Behinderungen im Verkehr. Verkehrsteilnehmern wird von der Berner Kantonspolizei angeraten, die betroffenen Zonen möglichst zu umfahren und für die Anfahrt ins Zentrum zusätzliche Fahrzeit einzuplanen.

Bild zVg / Instagram
Foto: Audiatur-Online

Sicherheitsdispositiv und ausserkantonale Polizeikräfte im Einsatz

Die Berner Behörden überlassen den Schutz der Innenstadt nicht dem Zufall. Bern bleibe das Politzentrum des Landes, und friedliche Proteste müssten möglich sein, doch das öffentliche Leben dürfe nicht übermässig leiden.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, steht die Kantonspolizei Bern mit einem umfassenden Dispositiv bereit. Dabei werden auch Polizistinnen und Polizisten aus anderen Kantonen im Einsatz stehen, wie Lisa Schneeberger von der Kantonspolizei Bern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Im Oktober 2025 waren rund 660 Einsatzkräfte aus der ganzen Schweiz in Bern, wobei der damalige Polizeieinsatz Kosten von 1,1 Millionen Franken verursachte, wie aus einem Anfang 2026 veröffentlichten Bericht der Stadtregierung hervorgeht.

Aufarbeitung der Ausschreitungen aus dem Vorjahr

Die Sorgen von Polizei und Gewerbe rühren direkt von den schweren Ausschreitungen her, die sich im Herbst 2025 ereigneten. Im krassen Gegensatz zum Vorjahr, als es zu massiven Gewaltausbrüchen kam, nahm die Polizei am damaligen Demonstrationstag insgesamt 536 Personen vorläufig fest und unterzog sie Kontrollen.

Linksradikale rufen zu unbewilligter Kundgebung in Bern auf
Foto: Polizei.news

Besonders das im Stadtzentrum gelegene Restaurant Della Casa leidet noch immer an den Folgen der damaligen Ereignisse, wobei die Brandspuren im Restaurant Della Casa im Berner Stadtzentrum erst seit Kurzem verschwunden sind. Demonstrierende hatten dort gewütet und schwere Schäden angerichtet.

Schreiner, Maler, Gipser – ich musste diverse Handwerker aufbieten.

Tobias Burkhalter, Wirt des Restaurants Della Casa

Peter Klaunzer/Keystone Burkhalter blickt deshalb mit gemischten Gefühlen auf das Wochenende. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Polizeieinsatz scharf kritisiert. In einem Bericht hält sie fest, dass die Polizei ungerechtfertigt und unverhältnismässig Gewalt angewendet habe.

Politische Kontroversen und Kritik am Schutz des Gewerbes

Anders sieht das Mitte-Politikerin Milena Daphinoff, die auch die Gewerbevereinigung BernCity präsidiert. Ausserdem ergänzte sie folgendermassen: «Geschäfte oder Restaurants in Bern bleiben nach wie vor auf allfälligen Schäden bei Demonstrationen sitzen.» Sie seien nach wie vor nicht gut genug geschützt. Ein Vorschlag für einen Härtefallfonds wurde im Berner Kantonsparlament abgelehnt.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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