Zum Inhalt springen
Nachrichten

Leclerc führt Antonelli in US GP-Praxis an

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat das erste freie Training zum Großen Preis der USA in Austin dominiert und sich am Freitag auf dem Circuit of the Americas an die Spitze gesetzt.

Charles Leclerc setzt im verbesserten Ferrari die Bestzeit in Austin

Ferrari ist mit einem spürbaren technischen Aufschwung in das Rennwochenende in Texas gestartet. Charles Leclerc umrundete den Kurs im ersten freien Training in 1:36,052 Minuten und verwies die Konkurrenz damit direkt zum Auftakt auf die Plätze. Das italienische Team hat für das Rennwochenende ein umfassendes aerodynamisches Paket an den Boliden gebracht, das unter anderem einen modifizierten Unterboden, neue Seitenkästen sowie einen überarbeiteten Diffusor umfasst.

Der Vorsprung auf die Verfolger war im ersten Training beträchtlich. Max Verstappen folgte mit einem Rückstand von 0,084 Sekunden auf dem zweiten Rang. Der Red-Bull-Pilot reist mit frischem Schwung nach Austin, nachdem er die vergangenen beiden Grands Prix in Singapur und Malaysia für sich entscheiden konnte und im Vorjahr bereits auf dem Circuit of the Americas triumphierte.

Auch im zweiten Training am Freitag behielt Leclerc die Oberhand. Auf dem umgebauten Ferrari fuhr er erneut die schnellste Zeit und lag am Ende 0,042 Sekunden vor Andrea Kimi Antonelli im Mercedes, wie aus den offiziellen Ergebnissen hervorgeht.

Leclerc führt Antonelli in US GP-Praxis an
Foto: taylorvilledailynews.com

Kimi Antonelli und die Ausgangslage im WM-Kampf

Im ersten Durchgang kam der Mercedes-Pilot nicht über den fünften Platz hinaus und lag letztlich 0,481 Sekunden hinter der Bestzeit von Leclerc. Dennoch steht für den jungen Spitzenreiter an diesem Wochenende viel auf dem Spiel.

Antonelli hat die mathematische Chance, sich vorzeitig zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten zu krönen. Dafür muss er am Sonntag den Grand Prix gewinnen und gleichzeitig Schützenhilfe erhalten: Teamkollege George Russell darf nicht über Rang neun hinauskommen, und Lewis Hamilton muss das Ziel auf Platz vier oder schlechter sehen. Andernfalls fällt die Entscheidung frühestens beim folgenden Rennen in Mexiko.

Kritik an holpriger Piste und drohende Strafen im Feld

Abseits der sportlichen Bestzeiten sorgte vor allem der Zustand der Rennstrecke für Gesprächsstoff im Fahrerlager. Mehrere Piloten äußerten deutliche Kritik an den starken Bodenwellen des Kurses in Texas.

Vermutlich die holprigste Strecke, die wir in diesem Jahr bisher hatten. Es ist knifflig, aber ich bin sicher, dass wir das in den Griff bekommen werden.

Pierre Gasly, Alpine

Zudem müssen sich einige Teams und Fahrer auf personelle Verschiebungen und sportliche Rückschläge einstellen. Bei Cadillac kam im ersten Training Colton Herta zum Einsatz, bevor Stammpilot Sergio Perez im zweiten Durchgang das Cockpit übernahm und sich auf dem 21. Rang einreihte. Am Tabellenende kämpften vor allem die Autos von Williams und Cadillac mit der Fahrbarkeit; Franco Colapinto wird zudem eine Startstrafversetzung um zehn Plätze hinnehmen müssen, da an seinem Fahrzeug eine neue Steuereinheit für die Elektronik montiert wurde.

Auch im hinteren Mittelfeld gibt es personelle Bewährungsproben und technische Hürden. Arvid Lindblad und Gabriel Bortoleto stehen vor Startplatzstrafen für das Rennen am Sonntag, nachdem an ihren Fahrzeugen Änderungen an den Antriebseinheiten vorgenommen wurden.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.