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Kimberly Guilfoyle tritt nach Korruptionsvorwürfen als US-Botschafterin zurück

Kimberly Guilfoyle ist nach heftigen Korruptionsvorwürfen als US-Botschafterin in Griechenland zurückgetreten, nachdem das Weiße Haus sie öffentlich zum Verlassen des Amtes aufgefordert hatte. Nun gerät vor allem der republikanische Spender Eric Deters ins Licht, der Chat-Nachrichten über angebliche Gegenleistungen für Geld veröffentlichte.

Der unerwartete Abschied von Kimberly Guilfoyle aus Athen beendet eine diplomatische Mission, die von Beginn an unter besonderen Vorzeichen stand. US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten im Weißen Haus, er habe sich die Berichte genau angesehen und die Entlassung gefordert. Trump erklärte vor Reportern, sie sei nie ein Mitglied seiner Familie gewesen, und fügte hinzu, sie habe wohl vor langer Zeit seinen Sohn gedatet. Michael Wolff erklärte, dass Mitglieder der Präsidentenfamilie sie schlichtweg nicht ausstehen können und sie als niedrig hängende Frucht galt.

Chat-Nachrichten und Spenderforderungen

Im Zentrum der Vorwürfe stehen Enthüllungen des Wall Street Journal über angebliche Versuche Guilfoyles, finanzielle Hilfe von langjährigen Unterstützern zu erlangen. So soll sie den prominenten Trump-Unterstützer Eric Deters gedrängt haben, kurz vor ihrer Senatsbestätigung im Juli 2025 eine Rechnung über 100.000 US-Dollar auf ihrer American Express-Kreditkarte zu begleichen. Guilfoyle kontaktierte Deters am 3. Juli 2025 und drängte darauf, die Abrechnung direkt zu begleichen, wobei sie über Signal schrieb, dass dies nirgendwo auftauche, wenn er das Geld direkt an American Express überweise. Zudem drängte sie ihn mit den Worten, sie sei offiziell ernannt worden und er möge es noch am selben Tag erledigen.

told The Bulwark

Deters veröffentlichte daraufhin Textnachrichten, die den Vorwurf eines unzulässigen politischen Handels stützen sollen. Demnach habe Guilfoyle ihm im Gegenzug versprochen, sich als feste Verbündete im Regierungsapparat für seine Anliegen einzusetzen. Deters erklärte in Interviews, er habe die Zahlung letztlich verweigert und angemerkt, dass er dies ohne eine Scheidung nicht tun könne. Guilfoyle wies sämtliche Vorwürfe zurück und kündigte an, ihren Namen energisch verteidigen zu wollen.

Kimberly Guilfoyle erklärte: „Als US-Botschafterin in Griechenland zu dienen, war die Ehre meines Lebens. Ich werde Präsident Donald J. Trump und Außenminister Marco Rubio für immer dankbar sein, dass sie mir das außergewöhnliche Privileg anvertraut haben, das großartigste Land in der Geschichte der Welt zu vertreten.

Trump donor Eric Deters says he won’t stop demands after Guilfoyle resigns | Katie Pavlich Tonight

Reaktionen im politischen Umfeld und diplomatische Vakanzen

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das Verhältnis zwischen politischen Ernennungen und diplomatischen Ämtern.

Mit dem Ausscheiden Guilfoyles verwaist ein weiterer wichtiger US-Botschafterposten im Ausland. Beobachter weisen darauf hin, dass derzeit 93 von 196 US-Botschafterstellen weltweit unbesetzt sind. Bis auf Weiteres soll ein erfahrener Karriere-Diplomat die Vertretung in Athen als Geschäftsträger leiten.

Kimberly Guilfoyle tritt nach Korruptionsvorwürfen als US-Botschafterin zurück
Foto: Newsweek

Rückzug aus Athen und ungeklärte Zukunft

Neben dem Verlust ihres diplomatischen Ranges muss Guilfoyle auch die offizielle Residenz, das Jefferson House in Athen, räumen.

Kimberly Guilfoyle tritt inmitten von Kontroversen als US-Botschafterin in Griechenland zurück
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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