Russlands Eiskunstlauf-Star Kamila Walijewa hat nach Informationen von Nachrichtenagenturen ihren im Sommer zuerkannten Status als neutrale Athletin wieder verloren. Die Internationale Eiskunstlauf-Union ISU zog die Erlaubnis wegen Bedenken bezüglich möglicher Kriterienverstöße zurück. Bis Mitte der kommenden Woche steht eine Entscheidung über den Einspruch der Athletin an.
Aberkennung des neutralen Status und Betroffene
Der russische Eiskunstlauf-Star Kamila Walijewa darf nach Berichten US-amerikanischer Nachrichtenagenturen vorerst nicht mehr international antreten. Die US-Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters beriefen sich bei ihrem Bericht jeweils auf Personen, die mit der Entscheidung vertraut waren. Demnach sei Walijewa der Status einer neutralen Athletin, der ihr für diese Saison zuerkannt worden war, wieder entzogen worden. Die US-Nachrichtenagentur Associated Press beruft sich dabei auf eine mit der Angelegenheit vertrauten Person. Walijewa war zunächst für diese Saison der Status einer neutralen Athletin zuerkannt worden. Der Status sei Walijewa anschließend wegen Bedenken, dass sie möglicherweise gegen die Kriterien verstoßen habe, wieder entzogen worden.
Die Person sagte, dass Valieva initially granted neutral status under a new International Skating Union rule for this season which states that skaters from Russia and Belarus are presumed eligible unless they fall within the disqualifying criteria.
That status was then withdrawn from Valieva over concerns about a potential breach of criteria preventing skaters from being granted neutral status if they have previously supported Russia’s war in Ukraine, the person said.
Neben Walijewa ist nach Angaben von Associated Press auch dem russischen Männer-Eiskunstläufer Mark Kondratiuk, der ein Teamkollege von Walijewa bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking war, der neutrale Status entzogen worden, wie die Person sagte. Die Person wollte nicht genannt werden, weil die Details solcher Fälle typischerweise nicht öffentlich bekannt gegeben werden. Der Entzug des neutralen Status wurde zuerst von russischen Medien berichtet. Walijewa hat sich bisher nicht zu ihrem Status geäußert.
Hintergrund der ISU-Kriterien zum Ukraine-Krieg
Der Entzug des Status erfolgt laut den vorliegenden Berichten aufgrund von Bedenken, dass die Sportler gegen die strengen Zulassungsbedingungen verstoßen haben könnten. Die Internationale Eiskunstlauf-Union verlangt von Athleten aus Russland und Belarus, die unter neutralen Status ohne nationale Symbole wie Flaggen oder Hymnen starten möchten, die Erfüllung klarer Voraussetzungen.

Trotz des seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen russische Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer unter neutralem Status – also ohne staatliche Symbole wie Nationalflaggen, Nationalkleidung und Nationalhymnen – bei Weltmeisterschaften und Grand-Prix-Wettbewerben grundsätzlich wieder starten. AP zitierte aber die anonyme Quelle aus Offiziellen-Kreisen, wonach Personen keinen neutralen Status erhalten könnten, wenn sie zuvor ihre Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine geäußert hätten. Neben der Teilnahme an militärischen Operationen im Krieg gegen die Ukraine schreiben die ISU-Kriterien vor, dass Athleten den Krieg nicht „aktiv und in der Öffentlichkeitunterstützen dürfen.
Anstehende Entscheidung über Einsprüche und CAS-Option
Die betroffenen Eiskunstläufer haben juristische Schritte eingeleitet. Die ISU wird voraussichtlich bis Mitte kommender Woche über einen Einspruch Walijewas entscheiden. Der Weltverband wird voraussichtlich bis Mitte kommender Woche über Einsprüche beider Athleten entscheiden.

Sollte die Aberkennung des neutralen Status nach dieser Entscheidung unverändert bleiben, könnte die 20-jährige Sportlerin nach AP-Angaben vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung einlegen. Sollte die Entscheidung unverändert bleiben, könnten die Athleten vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) ziehen, fügte die Person hinzu.
Vorangegangene Dopingsperre und Karriereverlauf
Für Walijewa markiert diese Entwicklung einen weiteren tiefen Einschnitt in ihrer sportlichen Laufbahn. Die Aberkennung des neutralen Status wäre der nächste Wendepunkt in der Karriere von Walijewa. Nach dem Team-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking war eine positive Probe der damals erst 15-Jährigen bekannt geworden. Der neueste Wendepunkt in Walijewas Karriere kommt mehr als vier Jahre nach den Auseinandersetzungen um ihren positiven Dopingtest, die die Olympischen Spiele 2022 in Peking überschatteten.
Valieva is 20 years old and she previously decided to resume her career after completing a four-year suspension handed for anti-doping rule violations. The figure skater was allowed to officially start training on October 25, 2025.
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