Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat am Samstag in Neu-Delhi erklärt, dass sich sein Land nicht im Krieg mit Saudi-Arabien befindet. Auf dem BRICS-Gipfel distanzierte er sich von den Angriffen der Huthi-Miliz und rief zu Frieden auf, während im Irak verdächtige Drohnenstartplätze entdeckt wurden.
Angesichts wachsender Spannungen in der Region hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian klargestellt, dass Teheran keinen Konflikt mit Riad sucht. Am Rande des BRICS-Gipfel in Neu-Delhi äußerte sich der Staatschef zu den jüngsten Eskalationen, die durch Angriffe auf saudi-arabische Energieinfrastruktur ausgelöst worden waren.
Masoud Pezeshkian distanziert sich von den Huthi-Angriffen in der Region
Die Aussagen des iranischen Präsidenten fallen in eine ohnehin sensible Phase nach Drohnenangriffen auf das saudi-arabische Ost-West-Ölpipeline-System. In einem Interview mit dem Sender India Today TV nahm Pezeshkian eine deutliche Trennlinie zwischen der iranischen Regierung und dem Vorgehen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen vor.
„We are not at war with Saudi Arabia. The Houthis have their own issues,“
Masoud Pezeshkian, Iranian President
Zudem betonte der Politiker, dass es laut Al Jazeera keine Logik oder keinen Grund gebe, dass die Länder der Region im Krieg oder in Konflikten miteinander stünden. Er forderte alle Anrainerstaaten dazu auf, sich an einen Tisch zu setzen, um dauerhafte Stabilität und Sicherheit aufzubauen.
Irakische Sicherheitskräfte finden verdächtige Drohnen-Startplätze
Während Teheran diplomatische Signale der Entspannung aussendet, gehen die Ermittlungen zu den Angriffen auf saudisches Gebiet vor Ort weiter. Irakische Sicherheitsbehörden untersuchen Spuren, die zu den Urhebern der Anschläge auf das saudi-arabische Ölpipeline-Netz führen könnten.
Sicherheitskreise bestätigten gegenüber Medien, dass in der Provinz Misan Spuren von Sprengstoff sowie vermutete Abschußbasen für unbemannte Flugobjekte entdeckt worden seien. Die Funde konzentrieren sich auf den Bereich nahe der iranischen Grenze, genauer gesagt an den Ufern des Duwayrij-Flusses im Gebiet Jazirat al-Tayyib. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldete, dass Sicherheitskräfte entsprechende Vorrichtungen in der abgelegenen Region Al-Tib lokalisiert haben.

Sowohl saudi-arabische als auch irakische Stellen gehen davon aus, dass die für die Pipeline-Angriffe genutzten Drohnen von irakischem Territorium aus gestartet wurden. Von Iran unterstützte bewaffnete Gruppen im Irak wiesen eine Beteiligung jedoch entschieden zurück. Vertreter dieser Gruppierungen erklärten, sie wären zwar „stolz“ auf eine solche Aktion gewesen, hätten sie in diesem Fall jedoch nicht ausgeführt. Bislang hat sich keine Organisation offiziell zu dem Anschlag auf die Ölpipeline bekannt.
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