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Technik und Wissenschaft

Gamescom 2026: Rekorde und neue Highlights in Köln

Die Gamescom 2026 in Köln zementiert ihre Rolle als weltgrößte Gaming-Messe. Während SEGA den Multiplayer von Crazy Taxi: World Tour enthüllte, feiert das Event vom 26. bis 30. August auch eine Premiere für brasilianische Independent-Entwickler und das Speedrun-Phänomen Games Done Quick.

Globale Anziehungskraft in Köln

Nach dem Ende der E3 im Zuge der COVID-19-Pandemie hat sich die Gamescom an die Spitze der weltweiten Spiele-Messen gesetzt. Seit dem Umzug nach Köln im Jahr 2009 findet die Veranstaltung jährlich auf dem Gelände der Koelnmesse statt. Tim Endres, der Direktor der Gamescom bei der Koelnmesse, betonte die kontinuierliche Entwicklung des Formats: Die Gamescom sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, sowohl was ihren Umfang, ihre internationale Relevanz als auch ihre digitale Reichweite angehe, und dies sei das Ergebnis einer langfristigen Entwicklung, erklärte er, wobei er auch globale Ableger wie die Gamescom Asia x Thailand Game Show und Gamescom LATAM hervorhoben.

Druck verspürt das Organisationsteam durch den enormen Zuwachs laut Endres keineswegs. Stefan Heikhaus, Direktor der Gamescom beim Verband der deutschen Games-Branche, ergänzte, dass man vielmehr eine große Verantwortung gegenüber Community und Industrie spüre, die sich jedoch in purer Vorfreude äußere.

SEGA präsentiert Multiplayer-Details zu Crazy Taxi: World Tour

Zu den großen Highlights der Eröffnungsshow am 25. August gehörte SEGA mit frischen Einblicken in Crazy Taxi: World Tour. Das von Serien-Schöpfer Kenji Kanno geleitete Projekt verwandelt das klassische Arcade-Konzept in einen modernen Online-Wettbewerb. In einer gemeinsamen Stadtumgebung treten mehrere Spieler gegeneinander an, um Fahrgäste einzusammeln und durch aggressive Routen sowie Sprünge Zeit zu sparen.

Der im September anstehende Closed Network Test soll Spielern erste Einblicke in Modi wie Pickup Race und Cops ‘n’ Cabbies geben. Dabei kehren laut Trailer auch bekannte Gesichter wie Axel, Gena, B.D. Joe und Gus auf den Bildschirm zurück. Musikalisch untermalt wird das Spektakel von Songs der Band Bad Religion sowie The Offspring, die bereits den Soundtrack der Originalspiele prägten.

Das brasilianische Indie-Debüt und die Vielfalt der Hallen

Abseits der großen Blockbuster setzt die Messe in diesem Jahr ein starkes Zeichen für die weltweite Entwicklerszene. Wie The Escapist berichtete, bringt Brazil Games mit dem ersten Brazilian Indie Pavilion gleich 35 heimische Titel in die Halle 10.2 der Koelnmesse.

Gamescom 2026: Rekorde und neue Highlights in Köln
Photo: boxthislap.org

Patricia Sato, exportpolitische Geschäftsführerin von Brazil Games, erklärte, dass die Gamescom eine der wichtigsten Gelegenheiten für brasilianische Entwickler sei, ein internationales Publikum zu treffen, und man diese Gelegenheit in diesem Jahr noch einen Schritt weiter habe bringen wollen.

Zu den gezeigten Projekten gehören Titel wie das im 19. Jahrhundert angesiedelte ARIDA 2: Rise of the Brave, das taktik-roguelite Spiel Tupi: The Legend of Arariboia sowie das von kolonialer Geschichte inspirierte Black Sailors.

Premiere für Games Done Quick und der Blick in die Zukunft

Ein weiterer Meilenstein der diesjährigen Ausgabe ist der Auftritt des weltweit bekannten Speedrun-Events Games Done Quick. Vom 28. bis 30. August findet erstmals eine vollwertige Live-Veranstaltung von GDQ außerhalb Nordamerikas direkt auf der Gamescom statt. Das dreitägige Programm wird sowohl vor Ort als auch parallel auf Twitch und YouTube gestreamt und unterstützt ein karitatives Projekt.

Gamescom 2026: Rekorde und neue Highlights in Köln
Photo: polygon.com

Obwohl die Messe in Köln weiter wächst und mit Titeln wie The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past, Fable und Metro 2039 aufwartet, bleibt der geographische Fokus laut Heikhaus klar definiert: Köln soll der zentrale Treffpunkt für die globale Industrie bleiben, gestützt durch digitale Angebote sowie etablierte Auslandsevents in Lateinamerika und Asien.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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