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Technik und Wissenschaft

Adobe integriert KI-Videogenerierung in Lightroom

Adobe integriert in Lightroom eine neue Videogenerierungsfunktion, mit der Nutzer aus statischen Fotos bis zu fünf Sekunden lange Clips erzeugen können. Gleichzeitig bringt Viltrox mit dem AF 28mm f/4.5 ein extrem kompaktes Objektiv für Vollformatkameras auf den Markt, während die Gewinner des Royal Society Publishing Photography Competition bekannt gegeben wurden.

Wenn Adobe seine Software-Werkzeuge erweitert, blickt die Fotobranche traditionell genau hin, da Programme wie Lightroom und Photoshop den täglichen Arbeitsablauf vieler Profis bestimmen. Der Software-Gigant ergänzt beide Programme um Features, die künstliche Intelligenz noch fester in die digitale Bildbearbeitung einbinden. Das Update betrifft sowohl die Erzeugung von Bewegtbildern aus Einzelfotos als auch die Steuerung von KI-Werkzeugen.

Lightroom und die neue Videogenerierung per KI

Lightroom und die neue Videogenerierung per KI. Das Kernstück der Neuerungen in Adobe Lightroom ist die Funktion Generate Video. Mit diesem Werkzeug lassen sich aus statischen Bildern bis zu fünf Sekunden lange Videoclips erzeugen. Die Software analysiert das Ausgangsmotiv und fügt eigenständig Bewegung hinzu – so können beispielsweise Wolken über den Himmel ziehen, Wasser fließen oder Haare im Wind wehen. Die Funktion heißt „Generate Video“ und ist direkt in die Desktop-Version integriert. Man wählt ein Foto, klickt den neuen Button und kann optional einen Text-Prompt eingeben, um die Bewegungsart zu steuern. Was zunächst nach Spielerei klingt, könnte für Social-Media-Content durchaus relevant werden. Bewegte Bilder performen in den Algorithmen von Instagram und Co. besser als statische Fotos. Ob das die Fotografie bereichert oder nur eine weitere Stufe Richtung vollständiger Virtualisierung markiert, darüber lässt sich trefflich streiten. Immerhin: Adobe nutzt nach eigenen Angaben lizenzierte Trainingsdaten, was rechtliche Risiken minimieren soll. Die vollständigen Release Notes für Lightroom listet Adobes Dokumentation auf, inklusive technischer Details zu den neuen Features.”

Adobe Firefly-App für iPhone

Parallel dazu bietet die mobile Adobe Firefly-App für iPhone umfassende Werkzeuge für die Erstellung von KI-Bildern und -Videos direkt auf dem Smartphone. Mit der Adobe Firefly-App für iPhone kannst du KI-Bilder und -Videos erstellen, egal wo du bist. Mit den KI-Tools erzeugst du Inhalte in deinem Stil. Speziell für das iPhone entwickelt, vereint die App schnelle Leistung, nahtlose Interaktion und intuitives Erlebnis. Mit unseren KI-Tools für Bearbeitung kannst du Bilder und KI-Videos generieren und sogar Hintergründe entfernen. Von Text zu Videos, Bildern und Audio – Firefly ist für Profis konzipiert, um Inhalte mit einem hochwertigen KI-Editor zu erstellen. Der Bildgenerator und der Videogenerator von Firefly geben dir die Geschwindigkeit und Flexibilität für Content-Erstellung nach deinen Vorstellungen. Die KI-Modelle von Adobe werden anhand lizenzierter Inhalte trainiert. Füge Animationen und Übergänge in deine Videos ein, oder erstelle hochauflösende Bilder per Prompt – Firefly ist dein Partner für KI-Videos, -Bilder und -Sound. Mit den KI-Modellen von Adobe und Partnern wie Google, OpenAI, Luma AI und Runway hast du immer die richtigen Tools zur Hand. Lade die Adobe Firefly-App für iPhone herunter, um KI-Bilder und Videos schneller zu erstellen.

Photoshop

Photoshop bietet präzisere Kontrollen für generative Füllungen. Auch Photoshop hat Updates bekommen, vor allem bei der Kontrolle über KI-Features. Nutzer können nun präziser steuern, wie sich generative Füllungen und andere KI-Werkzeuge verhalten. Adobe reagiert damit auf Kritik, dass die KI mitunter zu eigenwillig agierte und Ergebnisse lieferte, die nicht den Vorstellungen der Anwender entsprachen. Konkret heißt mehr Kontrolle: mehr Schieberegler, mehr Optionen, mehr Feintuning. Für Puristen mag das nach zu viel Technik klingen. Wer aber täglich Bilder bearbeitet, wird die zusätzlichen Einstellmöglichkeiten zu schätzen wissen.

Viltrox AF 28mm f/4.5

Das Viltrox AF 28mm f/4.5 als winziges Objektiv für die Fototasche. Während in der digitalen Welt Adobe neue Möglichkeiten eröffnet, sorgt Viltrox in der physischen für Aufsehen – mit einem Objektiv, das man fast übersehen könnte. Das neue AF 28mm f/4.5 für L-Mount wiegt gerade mal 60 Gramm und misst nur zwei Zentimeter in der Länge. Ein durchschnittlicher USB-Stick ist dicker. „Chip Lens“ nennt Viltrox das Ganze, weil es tatsächlich kaum größer als ein Computerchip ausfällt. Trotz der extremen Miniaturisierung bietet es Autofokus und eine akzeptable Blende von f/4.5. Entwickelt wurde es offenbar speziell für kompakte Vollformatkameras wie die Leica SL2-S oder die Panasonic Lumix S9. Der Preis: 99 US-Dollar. So günstig, dass man es fast als Geschenk zur Kamera dazulegen könnte. Natürlich hat ein solcher Winzling Grenzen. Die Bildqualität wird mit großen Festbrennweiten nicht mithalten, und bei f/4.5 bleibt wenig Spielraum für Freistellung. Aber darum geht es hier auch nicht. Es geht um Mobilität – um eine Kamera, die man wirklich überall dabei haben kann, ohne dass sie zur Last wird. Und wenn das Objektiv kaputtgeht? Für 99 Dollar verschmerzt man das.”

Adobe integriert KI-Videogenerierung in Lightroom
Photo: Heise

Wissenschaftsfotografie prämiert ungewöhnliche Artenschutzprojekte. Einen gänzlich anderen Blick auf die Fotografie liefert der jährliche Wissenschaftsfotografie-Wettbewerb, dessen Gewinner gerade bekannt gegeben wurden. Das Gesamtsiegerbild dokumentiert die Arbeit des Waldrapp-Projekt, bei dem Biologen in einem motorisierten Gleitschirm fliegen, um stark gefährdeten Ibissen eine sichere Migrationsroute von Österreich nach Spanien beizubringen. Die prämierten Aufnahmen machen wissenschaftliche Forschung und ökologische Artenschutzbemühungen auf visuelle Weise greifbar.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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