6-Millionen-Jahre-Alt: Die Ursprungs-Lücke gefüllt
Forschende der Universität Zürich haben den Ursprung des menschlichen Lachens in einer Studie von 2026 identifiziert. Gemäß einer am 29. Juni 2026 veröffentlichten Studie der Universität Zürich geht das Lachen auf gemeinsame Vorfahren von Menschen und Schimpansen zurück, die vor etwa sechs Millionen Jahren lebten.
Die Genetik des Lachens: Eine gemeinsame Sprache
Die Forschung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Communications, analysierte genetische Marker und Verhaltensmuster bei Primaten. Die Studie zeigte, dass Lachlaute bei Schimpansen und Menschen ähnliche akustische Eigenschaften aufweisen, was auf eine gemeinsame evolutionäre Herkunft hindeutet. „Unsere Ergebnisse bestätigen, dass Lachen nicht nur ein soziales Verhalten ist, sondern auch eine uralte biologische Funktion“, sagte Dr. Anna Müller, Leiterin der Studie.
200 Schimpansen, 1000 Stunden Aufnahmen: Die Datenbasis
Die Wissenschaftler verglichen Lachlaute von 200 Schimpansen mit Daten aus menschlichen Sprachaufnahmen. Sie identifizierten gemeinsame Muster in der Tonhöhe und Rhythmusstruktur, die auf eine evolutionäre Weiterentwicklung hindeuten. Zudem analysierten sie Genomdaten, um genetische Überschneidungen zu finden, die mit dem Lachen verbunden sind. Die Studie wurde von der Schweizerischen Nationalfonds finanziert.
Das Limbische System: Wo Lachen entsteht
Lachen wird laut der Studie als Mittel zur Stärkung sozialer Bindungen interpretiert. Forschende fanden heraus, dass Schimpansen häufiger lachen, wenn sie mit Artgenossen interagieren, und dass dies mit Aktivierungen im limbischen System verbunden ist. „Lachen fördert die Kooperation und reduziert Konflikte“, erklärte Dr. Müller. Die Forschung legt nahe, dass dieses Verhalten bei Menschen und Schimpansen evolutionär vorteilhaft war.
2027: Neue Studien, neue Fragen
Die Studie wirft Fragen zu anderen Primaten wie Gorillas und Bonobos auf. Ein weiteres Projekt der Universität Zürich wird 2027 Lachmuster bei diesen Arten untersuchen. Zudem sollen klinische Studien erforschen, ob Lachen bei Menschen mit neurologischen Störungen eine therapeutische Rolle spielen könnte. „Unser Ziel ist es, die biologischen Grundlagen des Lachens zu verstehen, um mögliche Anwendungen in der Medizin zu finden“, sagte Dr. Müller.
Ethologen loben interdisziplinäre Herangehensweise
Die Ergebnisse wurden von der internationalen Forschergemeinschaft positiv aufgenommen. Der Ethologe Prof. Dr. Hans-Joachim Becker von der LMU München lobte die interdisziplinäre Herangehensweise: „Dieses Werk verbindet Genetik, Verhaltensforschung und Neurowissenschaften auf beeindruckende Weise.“ Gleichzeitig betonte er, dass weitere Forschung notwendig sei, um die genauen Mechanismen zu klären.
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