September 2026 hochkarätige geistliche Musik nach Niederösterreich. In seiner 53. Ausgabe bindet das älteste sakrale Musikfestival des Bundeslandes mit dem Stift Göttweig erstmals einen neuen historischen Veranstaltungsort ein und bespielt an fünf Wochenenden insgesamt sechs Spielstätten.
Das Festival „Musica Sacra“ blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück. Der Verein zur Veranstaltung Internationaler Kirchenmusiktage wurde bereits 1973 von der Stadt und der Diözese St. Pölten gegründet. In diesem Jahr erweitert die Veranstaltungsreihe ihr geografisches und spirituelles Portfolio um ein bedeutendes klösterliches Zentrum. In der über 50-jährigen Geschichte des Festivals ist das Stift Göttweig zum ersten Mal als Spielstätte vertreten. Als größtes und ältestes Festival sakraler Musik in Niederösterreich bespielt „Musica Sacra“ an fünf Wochenenden den St. Pöltner Dom, die Stifte Herzogenburg, Lilienfeld und Göttweig sowie die Prandtauerkirche und den Festsaal des Konservatoriums für Kirchenmusik in St. Pölten. Diese eindrucksvollen Spielstätten, die zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Region zählen, verleihen als bedeutende sakrale Orte dem Festival seinen besonderen Charakter und schaffen eine einzigartige Verbindung von Architektur, Spiritualität und Klang.””
„Kirchenmusik ist weit mehr als künstlerischer Ausdruck: Sie ist Verkündigung im Klang, Gebet in Tönen und eine Brücke zwischen Himmel und Erde“, schreibt der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz im Programmheft von „Musica Sacra. Er lädt dazu ein, sich von der geistlichen Musik berühren, bewegen und innerlich erneuern zu lassen.
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Premiere im Stift Göttweig mit Hildegard von Bingen
September 2026, ab 19 Uhr statt. Das auf Alte Musik spezialisierte Damen-Ensemble Prager Ensemble Tiburtina öffnet in der Krypta der Stiftskirche ein musikalisches Fenster ins Hochmittelalter. Auf dem Programm steht Musik der Heiligen Hildegard von Bingen aus den Jahren 1098 bis 1179, die den Menschen ins Zentrum der Betrachtung setzt. Die Besucherinnen und Besucher erwarten dabei eine besondere Klangraum-Erfahrung. Bereits um 17.15 Uhr wird eine Führung in die Sonderausstellung „Schreiben aus dem Glauben – das Göttweiger Skriptoriumangeboten, in der besondere Schätze aus der mittelalterlichen Schreibstube gezeigt werden.
Eröffnungskonzert im Dom zu St. Pölten und orchestrale Höhepunkte
September 2026, um 18 Uhr ein Konzert im St. Pöltner Dom. Die Philharmonie Brünn, die Domkantorei St. Pölten und das Sindelfinger Vokalkabinett führen Hector Berlioz’ „Trilogie sacrée“ über die Kindheit Jesu auf, welches von der verletzlichen Menschlichkeit erzählt und diese mit berührender Vokalmusik und orchestraler Raffinesse nachzeichnet. Als Solisten und Solistinnen wirken Dorottya Lang, Tobias Lusser, David Jagodic und Nicolas Testé mit. Die Leitung hat Domkapellmeister und Festivalintendant Valentin Kunert.”
Im Jahr 2024, in der 51. Saison, übernahm Domkapellmeister Valentin Kunert die Intendanz des Festivals von Domorganist Ludwig Lusser. Er betrat mit Musica Sacra neue Pfade und stellt sich seither die Frage, ob es eine Trennlinie zwischen sakraler und weltlicher Musik gibt. September 2026, um 18 Uhr in der St. Pöltner Prandtauerkirche. Dort erklingt Anton Bruckners siebente Symphonie in einer Fassung für Kammerorchester. Es spielen Mitglieder des Bruckner Orchesters Linz unter Intendant Kunert, wobei die Symphonie die Sprache des Gebets spricht, wenn Themen seiner Sakralwerke zum musikalischen Ausgangspunkt werden.
Konzertreihen in Herzogenburg und Lilienfeld sowie Familienangebote
Das Programm führt das Publikum zudem in weitere historische Sakralräume der Region. Oktober um 18.30 Uhr in der Stiftskirche Herzogenburg ein Konzert.

Verspielt und musikalisch fein ausgearbeitet zieht zudem ein Theaterkonzert um die Katze Carmen und den mutigen Jona Kinder und Familien im Festsaal des Konservatoriums für Kirchenmusik in den Bann. Die französische Perkussionistin Adélaïde Ferrière und der Stuttgarter Stiftsorganist Kay Johannsen begegnen sich im Konzert „Marimba trifft Orgel“ in einem musikalischen Dialog. Dabei steht vor allem das feinsinnige Zusammenspiel zweier Instrumente im Mittelpunkt, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten. Dorottya Lang, Tobias Lusser oder Nicolas Testé, das Ensemble Tiburtina aus Prag oder die Brünner Philharmoniker, sondern auch Kooperationen vor Ort, die die Musikkultur der Region prägen.”
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