HoverAir hat den Verkauf des Versa-Modulardrons in den USA nur drei Tage nach dem Indiegogo-Debüt gestoppt, nachdem die US-Bundeskommunikationsbehörde FCC die Zulassung entzogen hat. Betroffen ist ein wandelbares Gadget, das von einer Steadicam zu einer Drohne umgebaut werden kann.
Der plötzliche Verkaufsstopp auf Indiegogo
Für Gadget-Fans in den USA hat die Federal Communications Commission erneut zugeschlagen. Die von Zero Zero Robotics entwickelte HoverAir Versa wurde auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo angeboten, musste den US-Bestellstatus jedoch bereits drei Tage nach dem Start abbrechen. Das Unternehmen informiert Unterstützer laut Theverge nun darüber, dass vorerst nur die Kamera selbst, nicht aber das Zubehörteil für den Flug in die Vereinigten Staaten versendet wird.
Als Grund nannte das Unternehmen dem Bericht zufolge ein paar verbleibende Logistik-Updates mit dem Flight Kit. Doch hinter diesen Logistikproblemen verbirgt sich offenbar ein regulatorischer Eingriff der US-Behörden. In der FCC-Datenbank ist kein Eintrag mehr für die HoverAir Versa zu finden, was darauf hindeutet, dass die ursprüngliche Genehmigung widerrufen wurde.
Das Schlupfloch mit den Propellerflügeln
Das Gerät funktioniert als kleine Steadicam, die durch aufsteckbare Propellerflügel in eine Drohne verwandelt werden kann. Zwar hatte die HoverAir Versa am 9. August zunächst eine offizielle Freigabe erhalten, diese betraf jedoch lediglich die Kamera und nicht die Drohnenfunktion. Zero Zero Robotics hatte bei der FCC argumentiert, dass das Unternehmen nicht auf der sogenannten Covered List für Kameras steht.
Allerdings führt die FCC alle Unternehmen automatisch auf dieser Verbotsliste für Drohnen und kritische Drohnenkomponenten. Da Kameras explizit zu diesen Komponenten gezählt werden, scheiterte der Versuch, das Gerät über die Kamera-Ausnahmeregelung in den Markt zu bringen. Sollte die Autorisierung der Kamera nun endgültig abgelehnt werden, darf nach Angaben aus dem Bericht kein Teil des Systems mehr in die USA importiert, vermarktet oder verkauft werden.
Auswirkungen auf Unterstützer und die Regionen
Auf der Indiegogo-Plattform ist das Flight Kit für Nutzer aus den USA inzwischen nicht mehr als Option auswählbar. Wer die Seite über eine IP-Adresse aus Kanada aufruft, bekommt entsprechende Kombi-Pakete hingegen weiterhin angezeigt. Den US-Kunden hilft dies jedoch nicht weiter, da Bestellungen an amerikanische Adressen blockiert werden.
Ein Indiegogo-Backer und betroffener Besteller erklärte, dass seine Übersicht zeige, dass an seine Adresse nicht geliefert werden könne.
Das chinesische Unternehmen Zero Zero Robotics reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Auch die FCC lehnte es durch einen Sprecher ab, sich offiziell zu den Vorgängen zu äußern.
Verwandte Artikel