Ein geplanter Anschlag auf einen Passagierflug von Dubai nach Tel Aviv am 30. September 2026 wurde im Cockpit vereitelt, als der Co-Pilot den Kapitän mit einer Axt angriff und Medienberichten zufolge das Flugzeug auf den Ben-Gurion-Flughafen stürzen wollte, bevor Besatzung und Passagiere die Maschine in Saudi-Arabien landeten.
Die Ereignisse an Bord des Flydubai-Flugs FZ1073 am 30. September 2026 offenbaren gravierende Lücken in der internationalen Luftfahrt- und Personalsicherheit.
Der Omani-Co-Pilot Hamam al-Hammami, in Medienberichten auch als Hamam al Hamami identifiziert, griff den indischen Kapitän Smit Machchhar während des Flugs mit einer Crash-Axt an. Laut Ermittlungsergebnissen, über die saudi-arabische und emiratische Behörden sowie der israelische Sender Channel 12 berichteten, hatte der Co-Pilot beabsichtigt, den Jet auf den Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv zu steuern.
Drama im Cockpit über Saudi-Arabien
Im Cockpit kam es zu einer brutalen Auseinandersetzung. Ein israelischer Geschäftsmann namens Tal schilderte der Jerusalem Post, dass das Cockpit zeitweise verwaist schien und er zwei zufällig anwesende Piloten unter den Passagieren antreiben musste, um die Kontrolle zu übernehmen.
Kapitän Machchhar erlitt schwere Stichwunden, kämpfte sich jedoch trotz seiner Verletzungen zur Cockpit-Tür durch und öffnete sie, so dass Passagiere und zwei off-duty-Piloten den Angreifer überwältigen konnten. Tal bezeichnete sein eigenes Agieren in einer früheren WhatsApp-Nachricht als Kampfunterstützung. Die Maschine wurde daraufhin sicher nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet.
Kapitän Smit Machchhar gab an, dass er es trotz schwerer Verletzungen schaffte, die Cockpit-Tür zu öffnen.
Frühere Entlassung des Angreifers
Nach Angaben von Quellen im Umfeld der Ermittlungen war der Co-Pilot bereits vor seinem Eintritt bei Flydubai im Oman als Pilot tätig gewesen. Dort hatte er ein Training durchlaufen, wurde jedoch von seinem früheren Arbeitgeber Oman Air von seiner Funktion entbunden und nach der Platzierung auf Schreibtischdienst im Jahr 2024 aus dem Unternehmen entlassen, nachdem Überwachungen durch omanische Behörden Aktivitäten auf radikalen Websites zutage gefördert hatten. Anschließend zog er in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai, wo er von Flydubai eingestellt wurde.

Verhöre in den Vereinigten Arabischen Emiraten ergaben laut einem israelischen Offiziellen, dass der Mann die Tat bereits vor seiner Anstellung bei der emiratischen Fluggesellschaft geplant hatte. Ursprünglich sei ein Anschlag für Juli vorgesehen gewesen, doch der Plan wurde verschoben, weil sich damals ein befreundetes Besatzungsmitglied an Bord befunden hatte, wie Channel 12 berichtete. Laut dem israelischen Sender Channel 12 und Ynet haben israelische Ermittler al-Hammami nicht direkt befragt.
Offene Fragen zur Flugsicherheit
Der Vorfall wirft schwere Fragen zur Überprüfung von Flugbesatzungen auf. Israelische Sicherheitsregeln sehen vor, dass Einreisedaten von Besatzungen vorab geprüft werden.
US-Präsident Donald Trump war der einzige hochrangige US- oder israelische Offizielle, der einen möglichen iranischen Bezug in den Raum stellte, indem er am Tag nach dem Vorfall gegenüber Reportern äußerte, basierend auf dem, was er höre, könne der Co-Pilot für oder mit der Islamischen Republik gearbeitet haben. Die US-Nachrichtenagentur Reuters berichtete separat am Montag unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertraute Quelle, dass der Omani-Co-Pilot geplant hatte, den Flug in den Ben-Gurion-Flughafen stürzen zu lassen. Fox News Digital kontaktierte die Staatsanwaltschaft der VAE sowie Flydubai, um eine Bestätigung der gemeldeten Ergebnisse zu erhalten. Die genauen Hintergründe und die Frage nach weiteren Hintermännern sind Gegenstand der andauernden Ermittlungen, die vom Generalstaatsanwalt der Emirate, Hamad Saif Al Shamsi, koordiniert werden.
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