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Technik und Wissenschaft

DoorDash übernimmt Instacart für rund 17 Milliarden US-Dollar

DoorDash wird Instacart für rund 17 Milliarden US-Dollar in einer Bar- und Aktientransaktion übernehmen, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Die Transaktion vereint zwei große Lieferplattformen zur Stärkung der Online-Lebensmitteldienste, wobei der Abschluss der Fusion vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet wird.

DoorDash zahlt 65 US-Dollar je Aktie für den Lebensmittellieferdienst

DoorDash hat den Kauf von Instacart für etwa 17 Milliarden US-Dollar vereinbart. Die Transaktion sieht vor, dass Instacart-Aktionäre je Aktie 65 Dollar in bar und Aktien erhalten. Dieser Betrag entspricht einer Prämie von elf Prozent auf den Schlusskurs vom vorangegangenen Mittwoch und liegt rund 26 Prozent über dem Kurs vom 22. Oktober, dem letzten Handelstag vor den ersten Berichten über mögliche Verkaufsgespräche.

DoorDash führt Berichten zufolge Gespräche über die Übernahme von Instacart für 17 Milliarden Dollar

Die Gegenleistung für die Übernahme besteht zu mindestens 75 Prozent aus Bargeld, während der Anteil an DoorDash-Aktien auf höchstens 25 Prozent begrenzt ist. Spekulationen über einen möglichen Verkauf waren in der Woche vor der offiziellen Ankündigung aufgekommen, nachdem Berichte von The Information über entsprechende Gespräche mit Plattformen wie Uber und DoorDash die Runde gemacht hatten. Kurz nach der Bekanntgabe notierten an der Lang & Schwarz Exchange gehandelte Anteile im Plus, während DoorDash im vorbörslichen Handel zulegte.

Der Baranteil der Transaktion soll zu mindestens 75 Prozent aus vorhandenen Mitteln sowie einer neuen Fremdfinanzierung bestritten werden. Dafür haben die Beteiligten eine Überbrückungskreditlinie vereinbart, während DoorDash eine Kapitalstruktur anstrebt, die Investment-Grade-Ratings ermöglicht. Börsenteilnehmer reagierten unterschiedlich auf die Ankündigung: Während die DoorDash-Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als acht Prozent zulegte, tendierte das Papier von Instacart zunächst seitwärts.

CEO Medium News: OpenAI's Reported Google Chips Deal and DoorDash's $17 Billion Instacart Bid

Auswirkungen auf Kunden, Händler und das künftige Angebot

Das Vorhaben soll DoorDash eine stärkere Position im wettreibenden Online-Lebensmittelmarkt verschaffen. Das Unternehmen beabsichtigt, die bekannten Marken, die eigenständigen Apps sowie die Technologieprodukte für den Handel von Instacart nach dem Vollzug des Zusammenschlusses beizubehalten.

Die Transaktion verbindet das Restaurant-Liefernetz von DoorDash direkt mit der etablierten Lebensmittelplattform und der Händlertechnologie von Instacart. Nach Angaben des CEOs von Instacart, Chris Rogers, wird die Vereinbarung den Online-Einkauf von Lebensmitteln für Millionen von Haushalten deutlich nahtloser und erschwinglicher gestalten. Durch die Übernahme erhalten Nutzer von Instacart Zugriff auf mehr als 50.000 zusätzliche Geschäfte im Netzwerk.

Doordash close to purchasing Instacart

Kunden können laut den Unternehmen von einer größeren Auswahl an Geschäften, beschleunigten Lieferoptionen und gebündelten Mitgliedschaften profitieren. So sollen Nutzer von DashPass und Instacart Plus künftig nur eine Mitgliedsgebühr anstelle von zwei entrichten müssen. Zudem verspricht das Management, dass lokale Händler nicht an Plattformexklusivität gebunden sein werden und weiterhin mit verschiedenen Lieferdiensten kooperieren dürfen.

Tony Xu erklärte laut The Verge und CBS News: „Instacart hat jahrelang gelernt, das für Lebensmitteleinzelhändler gut zu machen, während DoorDash ein Liefernetzwerk und eine Technologie aufgebaut hat, auf die lokale Geschäfte täglich vertrauen. Zusammen könnten wir Geschäften jeder Größe mehr dieser Werkzeuge an die Hand geben und das Potenzial der Lebensmittellieferung freisetzen.

Bloomberg News Now: Doordash to Acquire Instacart

Wettbewerbsumfeld und Zeitplan bis zum geplanten Abschluss

Beide Unternehmen operieren bis zum offiziellen Vollzug der Transaktion als getrennte Einheiten. Der Zusammenschluss ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 terminiert und setzt neben der Zustimmung der Aktionäre auch behördliche sowie kartellrechtliche Freigaben voraus.

DoorDash sieht sich zudem einem wachsenden Druck durch Konkurrenten ausgesetzt, die ebenfalls in den Bereich der Lebensmittellieferung vordringen. Während Amazon seine Bemühungen im Online-Lebensmittelhandel intensiviert und von seiner enormen Logistikinfrastruktur profitiert, investieren auch Konzerne wie Walmart stark in taggleiche Lieferoptionen. Darüber hinaus sah sich Instacart in der Vergangenheit mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert, darunter eine Einigung mit der US-Handelsaufsicht FTC im Dezember wegen Vorwürfen irreführender Werbung und unzulässiger Abonnementpraktiken.

Analysten weisen darauf hin, dass die Kombination beider Plattformen angesichts der Marktüberschneidungen genaue Prüfungen der Wettbewerbsbehörden nach sich ziehen kann. Drittschnittstellen für Lieferungen machen zwar einen kleineren Teil des gesamten Lebensmittelverkaufs aus, doch die Betrachtung des Online-Marktes aus der Perspektive von Händlern als Unternehmenskunden kann behördliche Genehmigungen erschweren, wie Wedbush-Analysten in einer Notiz anmerkten.

Parallel dazu läuft der operative Betrieb weiter. DoorDash berichtete für das dritte Quartal einen Gewinn je Aktie von 1,06 US-Dollar bei einem Umsatz von 4,616 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenerwartungen.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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