Präsident Donald Trump hat die strafrechtliche Verfolgung der demokratischen US-Senatskandidatin Mary Peltola gefordert. Er wirft ihrer Kampagne vor, in Alaska absichtlich einen Kandidaten mit dem Namen Dan Sullivan als Spoiler-Kandidaten rekrutiert zu haben, um den republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan bei der Wahl am 3. November 2026 zu schwächen.
Das Justizministerium und die Klage gegen Alaska
Die Auseinandersetzung kulminiert in einer juristischen Frontstellung vor der Wahl am 3. November. Das US-Justizministerium unter Generalstaatsanwalt Todd Blanche hat eine Klage eingereicht, die darauf abzielt, die Zertifizierung der Senatswahlergebnisse in Alaska zu blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan knapp unterliegt. Die Bundesbehörde argumentiert, dass der im Sommer auf dem Stimmzettel zugelassene, namensgleiche Gegenkandidat Daniel J. Sullivan Jr. dazu dienen soll, Wähler zu verwirren und Stimmen vom republikanischen Senator abzuziehen.
Präsident Donald Trump erklärte öffentlich, er habe das Justizministerium angewiesen, diese Klage einzureichen. Die Klage der Bundesregierung beruft sich auf ein nationales Gesetz zur Wählerregistrierung. Die Erwiderung des Bundesstaates im Auftrag der Direktorin der Wahlkommission Carol Beecher sowie weiterer Wahl- und Stimmenauszählungsbehörden fordert jedoch die Abweisung der Klage. Darin wird betont, dass die Bundesregierung kein rechtlich anerkennendes Interesse an der Sicherung eines bestimmten Wahlausgangs hat.
Rechtsexperten und der Bundesstaat Alaska zeigen sich jedoch skeptisch gegenüber dem Vorgehen des Bundes. Die Wahlleitung in Anchorage verweist darauf, dass die Zulassung von Kandidaten allein dem Landesrecht unterliegt. Der Alaska Supreme Court entschied bereits, dass der Herausforderer aus Petersburg rechtmäßig auf dem Stimmzettel steht. Die Wahlbehörde des Staates beantragte daher die Abweisung der Bundesklage mit der Begründung, das Justizministerium greife unzulässig in die föderale Autonomie der Bundesstaaten bei der Durchführung von Wahlen ein.
Die Enthüllungen über den vermeintlichen Spoiler-Kandidaten
Schärfe erhielt die Debatte durch Recherchen der New York Times, die im Oktober 2026 Details über die vermeintliche Rekrutierung des Gegenkandidaten publik machten. Demnach sollen demokratische Mitarbeiter und Kreise um das Democratic Senatorial Campaign Committee (DSCC) im Sommer 2025 versucht haben, Spoiler-Kandidaten zu rekrutieren. Dabei stießen die Beteiligten auf Dan J. Sullivan, einen pensionierten Lehrer aus Petersburg. Sowohl die Kampagne von Mary Peltola als auch das DSCC wiesen die Anschuldigungen zurück und erklärten, keinerlei Verbindung zu den Kandidaturen der beiden Sullivans zu haben.
Mary Peltola sollte die rechtlichen und politischen Konsequenzen für das tragen, was sie getan hat, ein Betrug an der amerikanischen Öffentlichkeit, und Dan Sullivan sollte es erlaubt sein, ohne Mary Peltola oder den FAKE Dan Sullivan auf dem Stimmzettel anzutreten.

Die Kampagne von Mary Peltola weist jede Verwicklung in die Kandidatur des Namensvetters entschieden zurück. Auch der Betroffene selbst betonte mehrfach, er trete eigenständig an, weil er mit der Politik des Amtsinhabers unzufrieden sei. Vor der Wahl wechselte Daniel J. Sullivan Jr. seine Parteizugehörigkeit von den Republikanern zu einer „undeclared“-Registrierung.”
Das Wahlsystem in Alaska und die Reaktionen vor Ort
In Alaska wird mit dem System der Rangstufenwahl (Ranked-Choice Voting) abgestimmt. Befürworter dieses Systems betonen, dass Wähler, die Sorge vor einer Verwechslung der beiden Sullivans haben, beide Kandidaten auf ihrem Stimmzettel anordnen können, um ihre Präferenzen abzusichern. Demnach wird das System genutzt, um den Effekt von kleineren Bewerbern abzufedern, da Stimmen bei einer entsprechenden Reihung auf den verbleibenden Favoriten übertragen werden können. Dennoch sorgt die Konstellation für erhebliche Unruhe in einem Bundesstaat, der in Präsidentenwahlen traditionell republikanischer abstimmte, während republikanische Siegermargen in früheren Zyklen höher ausfielen.
Republikanische Spitzenpolitiker wie die aus Alaska stammende Senatorin Lisa Murkowski forderten Ehrlichkeit von der Gegenpartei und kritisierten die anhaltenden Enthüllungen als Teil einer Kultur der Verschleierung. Andere Stimmen im Staat verwiesen darauf, dass die Wähler in Alaska trotz der unübersichtlichen Gemengelage eigenständig entscheiden können. Der Ausgang des Rechtsstreits vor Bundesgerichten und die Entscheidung der Wähler am 3. November bleiben richtungsweisend für die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat.